Ganz authentisch

Ich sitze im Pub, weil mir die Schlange im Biergarten zu lang wurde. Imogen sprang hin und her, sah mich nicht mal. Oder sie sah mich, aber ich gehörte eben auch nur zum Meer der gesichtslosen Konsumgeier. Ich gehe in den Biergarten, um zu entspannen, Sonne zu schöpfen und ein paar Bierchen zu tanken, gerade so viel, dass ich mit meiner Lieblingsmusik auf einer Welle der Unbeschwertheit surfen kann. Eigentlich hatte ich auf ein Wiedersehen mit meiner Ex gehofft, aber die mailte mir, dass sie erkältet ist. Klar, wenn ich erkältet bin, mache ich auch keinen Mucks und verharre am Besten Zuhause, schon gar nicht treffe ich mich mit einer Ex-Liebe, die sagt, sie sei noch verliebt. Wer braucht eine solche Sentimenral-Scheiße? Würg.
Wahrscheinlich würde ich mich in jede meiner Ex-Frauen nochmal neu verlieben, falls sie mich nett anlachte und inzwischen nicht ganz aus dem Leim ging.
Ich sitze also jetzt im Pub und sehe, während ich das hier tippe, ganz entspannt „Gladbach gegen Düsseldorf“. Okay, viel sehe ich nicht, weil ich total in Gedanken bin. Ich sitze an der Bar mit einer Zeitschrift vor mir und nuckele an meinem Bier. In Reichweite steht ein Schälchen mit Salzgebäck. Genug über Liebe gegrübelt. Man sollte nicht ständig die Scheiße studieren, die man hinterlässt.
Steht inzwischen 1:0 für Düsseldorf.

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