33 Gedanken zu “Wort des Tages

  1. Im Grunde besitzt niemand etwas, es ist nur eine Leihgabe bis das Ende naht. Selbst das Leben ist begrenzt. Ist es dann unser Besitz? Eine Frage über die man nachdenken könnte, wenn man denn wollte.
    Besitz anhäufen nimmt oft perverse Züge an.

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      • und das hast du abgelesen?
        das rechtliche hat für mich keine relevanz. es gab zeiten, da konnten menschen andere menschen (sklaven) rein rechtlich besitzen. darüber sind wir gott sei dank inzwischen hinaus (wenn auch nicht überall).
        nun sollten wir nur noch kapieren, dass wir auch das land, die tiere und pflanzen nicht wirklich besitzen können/dürfen….

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      • Ja. BGB Paragraph 854-856 und 903.
        Ich geb’s zu. Ich lege jedes Wort auf die Goldwaage. Wenn du von Freiheit sprichst, will ich ja auch wissen, welche du genau meinst. Alles andere ist mir zu oberflächlich. Ich gehe lieber in die Tiefe 🤭

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      • ich meine mit begriffen „freiheit“, „gerechtigkeit“, „besitz“ nicht das, was irgendwelche justitiare/sophisten irgendwann mal definierten, sondern was wir menschlich/originär dabei empfinden. darüber will ich reden. der geist eines menschen gehört niemandem. er darf nicht zu einem fremdbestimmten konstrukt verkommen.

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    • nachdem ich etwas nachdachte, würde ich sagen:
      „eigentum“ wird mehr im kapitalistischen sinne gebraucht (ich besitze gekaufte dinge). „besitz“ in einem allgemeineren sinne gilt: ich kann auch etwas besitzen, ohne dass ich es kaufte oder wie auch immer erwarb; z.b. besitze ich meine gedanken oder ich besitze (habe) gefühle… eine andere redewendung ist außerdem: ich gehöre zu etwas oder zu irgendjemandem, oder: dies gehört mir…

      was meinst du?

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      • Gefühle besitzen klingt komisch. Ich fühle Wärme und Geborgenheit. Oder „Liebe ist ein Gefühl“. Du würdest ja nicht sagen, ich liebe dich, weil ich für dich Gefühle besitze. Oder? Noch besser wäre, du hast ein Fahrrad, welches du an mich verleihst, welches ich dann besitze. Nach dem Ausflug gebe ich es an den rechtmäßigen Besitzer, der auch Eigentümer ist zurück. Du hast aber jetzt keine Lust mehr auf das Rad, seit dem es kurzzeitig in meinem Besitz war. Du verkaufst es, was ich nicht durfte, obwohl mich beim Ausflug jemand darum bat 🤭

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      • eben – darum der vergleich „besitzen“ – „haben“. damit wir hier nicht nur oberflächlich darüber diskutieren.
        ich kann viel haben ohne viel zu besitzen. aber viele menschen denken: ich habe nur dann viel, wenn ich viel besitze (bzw. macht habe).
        mein gefühle habe nur ich – nur ich bin im besitz meiner gefühle und gedanken… niemand außer mir kann sie mir nehmen. obwohl… auch daran wird gearbeitet/geforscht.

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  2. Was hast du denn viel?
    Ich denke und fühle. Das Wort Besitz/besitzen würde ich nicht im Zusammenhang mit Gefühlen und Gedanken verwenden, weil sich eben Besitz immer auf eine Sache bezieht (materielle Dinge eben).

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    • freni, ich wollte die gesamte spannweite des begriffes „besitz“ im sprachlichen kontext beleuchten.
      besitz ist durchaus nicht nur materiell zu bewerten. zu oft gibt es abhängigkeitsbeziehungen zwischen menschen… ein mensch hat die macht über andere und besitzt sie damit quasi. oder ein mensch macht sich zum sklaven eines anderen und lässt sich von ihm besitzen/benutzen.

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      • ehrlich gesagt habe ich nicht verstanden, was du mit deiner frage „was hast du viel?“ meintest.
        zu einem gewissen teil besitzt mich die arbeit, die ich machen muss, um geld zu verdienen. zu einem gewissen teil besitzt mich die gesellschaft mit ihren regeln…
        auch eine sucht kann mich besitzen.
        ich kann von sex „besessen“ sein oder sonst von was.
        auch ganze länder inclusive der dort lebenden menschen können den „besitz“ wechseln, solange man in diesen kategorien denkt und fühlt – also nationalistisch, ideologisch, religiös…
        in beziehungen zwischen zwei menschen kann es dazu kommen, dass ein mensch viel macht über den anderen hat, diesen quasi in der hand hat (besitzt)…

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      • Du hast geschrieben:

        und da wollte ich wissen, was du viel hast.
        Also mich besitzt weder eine Arbeit, noch die Gesellschaft. Im Besitz einer Sucht zu sein ist Quatsch. Das sind nur Rechtfertigungsgründe für eine labile Lebenseinstellung. Ich glaube nicht, das ein Sportler der wie verrückt trainiert sagen würde, ich bin im Besitz einer Sucht. Man kann nur mit dir machen ( in Bezug auf Macht) was du zulässt.

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      • zur zeit ist mein leben in jeglicher hinsicht ziemlich arm.
        die sucht besitzt einen… nicht andersherum – wie auch ängste, begierden, liebe von einem besizt nehmen können.
        dann habe ich wohl eine labile lebenseinstellung… also aus deiner sicht. schwäche ist erst dann etwas negatives, wenn man sie verleugnet.

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  3. Die fünfte industrielle Revolution wird unsere Gedanken lenken. Aber nicht besitzen. Noch mehr als heute (siehe Werbung). Wir werden zukünftig noch mehr tun, als wir es uns grade vorstellen können. Da bin ich ganz bei dir.

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