Es war gestern und ist doch heute (14)

Ich war in Südfrankreich. Auf dem Camping Platz von Cassis, 15 km östlich von Marseille. Der Boden war hart wie die letzten Male. Ich sah auf die Felsenküste und fuhr zu den Calanques. Ich hatte mein Fahrrad im Zug von Karlsruhe bis Marseille mitgenommen. Früh morgens kam ich in Marseille an. Es war schön. Der kalte Wind war schön. Ich brannte innerlich.
Ich erinnere mich an den Campingplatz. Und ich erinnere mich an Cassis, an den kleinen Hafen, die Bucht, den Strand, die Felsen, die Calanques…, den wunderbaren Sternenhimmel.
Eine Woche Cassis, Altweibersommer am Mittelmeer, das Meer glitzerte kalt… Um mir die Zeit zu vertreiben, fuhr ich mit dem Rad zu den Calanques und den Nachbarorten Richtung Toulon.
Ich weiß nicht mehr, wie ich es mitbekam. In den Cafés mit TV waren plötzlich alle ganz aufgeregt. Ich sah die Bilder der einstürzenden Türme, ich hörte die Diskussionen und die Betroffenheit in der fremden Sprache. Mein Gott, dachte ich, was ist da passiert?! Am nächsten Morgen kaufte ich mir die „Daily Mail“ mit den schockierenden Bildern als Aufmacher. Das Ganze war irgendwie unreal. Ich schaute aufs Meer. Es war nach wie vor herrlich, und doch lag etwas Unbestimmtes in der Luft. Ich war allein. Ich hatte niemanden. Zuhause war nur meine Ex, die mit ihrem neuen Freund rumbumste. Meine Reise ans Mittelmeer war eine Flucht gewesen. Und während ich einsam und melancholisch die mediterrane Schönheit genoss, passierte diese grauenhafte Geschichte mit den Twin Towers – am anderen Ende der Welt. Wie unheimlich ist doch die Vorstellung, dass wir (die westliche Welt) von arabischen Terroristen bedroht werden. Als ich in den Cafés saß, beobachtete ich die Menschen und versuchte zu  unterscheiden, ob sie erschrocken auf den Anschlag reagierten oder gegenteilig eine gewisse Genugtuung, gar Freude empfanden. Letzteres war durchaus bei einigen der Fall.
Ich saß manche Stunden auf dem Mäuerchen, das den Bowlesplatz umschränkte. Viele Erinnerungen flogen mich an. Doch war alles anders. Ich war anders. Der Ort Cassis dagegen schien in all den Jahren stillgestanden zu haben. Im Kern hatte sich kaum etwas verändert.
Nach einer Woche brach ich mit dem Fahrrad nach Marseille auf. Ich wollte über Avignon zur Rhône fahren, dann den Fluss hoch bis Lyon… Doch riss mir die Kette in den Banlieues von Marseille. Es war Sonntag. Ich war fix und fertig. Die Spätsommersonne blendete mich, und die Einsamkeit nagte an mir. Noch am selben Tag fuhr ich mit dem Zug zurück in die Heimat.

Vor acht Jahren – wo stehe ich heute? Wo steht meine Angst?
Was wissen wir wirklich von der terroristischen Bedrohung? Schauen wir nicht nur voyeuristisch auf solche monströsen Geschehen wie am 11.09.01? Haben wir uns damit psychologisch auseinandergesetzt? Was passiert heute noch im Namen dieses Terroranschlags?
Gibt es eine realistische Bedrohung von islamistischen Terroristen auf unsere westlichen Werte, die einen Kampfeinsatz  deutscher Soldaten in Afghanistan rechtfertigt?

(verfasst am Jahrestag 11.09.2009)


Home-Holidays

Da ist er nun, der letzte Urlaubstag. Ging wiedermal ruckzuck. Besondere Erlebnisse hatte ich keine, abgesehen von der Demo am Potsdamer Platz. Adäquat zum Homeoffice waren es Home-Holidays. Ich übte mich im Weiterexistieren. Der bedröppelte August tat sein Übriges dazu, dass ich mich in meinen vier Wänden einigelte. Auch heute regiert draußen der Siff… bei angenehmen 15°C. Noch verweigere ich mich tapfer, in die Jeans zu schlüpfen. Haben wir vielleicht Sommer, oder was?!
An die Arbeit will ich noch nicht denken, aber natürlich kann ich die Gedanken nicht ganz verdrängen. Morgen werde ich eine Menge Emails durchzuackern haben. Ich wünsche mir einen langsamen Wiedereinstieg. Mein Lustpotential sprengt das untere Ende jeglicher Skala. Aber es wird schon werden… nach den ersten Kontakten mit den Hühnern.
August ade, Sommer ade, welcome to the fuckin` job!

Künstler im Nichtstun

Der Urlaub endet, wie er begann – mit einem Ausreißer des Wetters nach oben. Es soll fantastische 23°C werden. Also hier in Berlin. Und sonnig! Oder zumindest teilweise sonnig. Von den Urlaubstagen dazwischen reden wir besser nicht – die Fortführung des Aprils unter anderem Namen. Ansonsten freue ich mich natürlich über jeden arbeitsfreien Tag, auch wenn ich mehr oder weniger drinnen hocke. Ich bin Künstler im Nichtstun. Freilich, etwas mehr Abwechslung hätte ich mir gewünscht… Heute also unbedingt ein paar Sonnenstrahlen einfangen und mir vorstellen, mein Urlaub begänne erst.

Mein Universum ist nicht streifenfrei

Jetzt müsste ich nur noch den Boden wischen, dann könnte man es beinahe Frühjahrsputz nennen. Gestern und heute waren die Fenster dran. Nicht völlig streifenfrei. Man muss es nicht ausarten lassen. Manchmal beobachte ich eine junge Frau im Wohnhaus gegenüber, wie sie akribisch das Fenster zur Straße putzt. Sie ist damit sehr lange beschäftigt. Natürlich glotze ich nicht immer hin, aber es ist eben auffällig, auch weil es schätzungsweise jeden Monat (oder öfter) zu dieser Aktion kommt. Was ist ihr Antrieb? frage ich mich. Mein Universum muss nicht streifenfrei sein.
Nein, auf den Boden habe ich heute keine Lust. Auf der anderen Seite: Nicht, dass ich eine Staublunge bekomme. Ich machte mir wirklich schon ernsthaft Gedanken darüber, eine Putzhilfe zu engagieren – 1x die Woche für Boden, Staub wischen, Spüle und Bad. Ich würde auch ordentlich bezahlen. Putzen ist in meinen Augen Schwerstarbeit.
Mir bleiben noch vier Tage, bis ich wieder an die Tumordokumentation muss. Was hätte ich nicht alles erledigen können…, nicht nur, was die Putzarbeiten angeht. Ich mache mir Sorgen um meinen Fitnesszustand. Jeden Tag ein Stündchen herumspazieren hätte mir sicher gutgetan. Tja, was soll ich sagen. So ein 14-Tage-Urlaub ist einfach zu kurz – wenn man mit Herz und Seele prokrastiniert. Der Aktivitäts-Wahn einiger Zeitgenossen macht mir Angst. Dazu gehören dieser Fitness-Kult, nebenbei mindestens 1 Buch pro Woche lesen, sich kulturell weiterbilden, eine Fremdsprache lernen, und ein Musikinstrument muss man natürlich auch spielen können. Selbstverständlich geht das alles nicht ohne gesunde, biologisch nachhaltige, am besten eine vegetarische Ernährung. Man besucht Seminare wie „Glücklich und gesund leben“ und tauscht sich mit Gleichgesinnten aus. Eine ehrenamtliche Tätigkeit für die Kirche oder einen anderen Verein sollte im Aktivitätsprogramm nicht fehlen. Aufopferungsvoll kümmert man sich um die altersschwachen Eltern, die eigenen Kinder und den Ehepartner… ach ja, und dann ist da noch der Vollzeitjob in der mittleren Führungsebene eines Dingsbums-Unternehmens.
Wow! Mir wird allein beim Aufzählen all dieser Aktivitäten schwindelig. Gut, dass ich das Fensterputzen gleich am Morgen erledigte. Wird Zeit für einen Drink. Bis auf Weiteres ist alles aufgeschoben.

       

Neutralisiert

Mich dünkt, es ist schon wieder Sonntag – und ich starte in die 2. Urlaubswoche… seufz.
Gestern saß ich nach dem Einkauf ein Stündchen im Nelly-Sachs-Park. Der ist gemütlicher als der großflächige Park am Gleisdreieck. Stimmungssache, wo es mich hintreibt. Ich platzierte mich auf eine Parkbank mit Blick auf den Teich und die dahinter aufragenden Hausfassaden. Die Sonne arbeitete sich fleißig durch die dahinziehenden Wolkenflotten. Lieblingsmusik und süffiges Oktoberfestbier hoben meine Stimmung nicht wesentlich – ich fühle mich derzeit wie neutralisiert.

In der Nacht diesmal keine angenehmen oder lustigen Träume. Stattdessen ärgerte ich mich über einen Chef, der mich rausschmiss. Er kam als Zyklop daher. Ich regte mich tierisch auf. Meine Sichtweise und Argumente interessierten ihn nicht. Der Zyklopen-Chef ließ mich kalt lächelnd abblitzen. Null Chance. Beinahe wäre ich ihn körperlich angegangen…  
Danach träumte ich von einer Gruppe Delinquenten, die einer nach dem anderen von einer regenbogenfarbenen Lichterscheinung gemeuchelt wurden. Die Lichterscheinung stellte sich dar wie in der Luft schwebende, parallel aneinandergeheftete Strohalme. Das sah erstmal nicht bedrohlich aus…, bis sich die Einzelteile als Mini-Laserschwerter herausstellten, die sich auf der Suche nach einem Opfer voneinander lösten, um es gnadenlos anzugreifen und zu durchbohren. Kaum ein Körperteil wurde ausgespart. Sie nahmen sich immer nur einen der Männer vor und fügten sich dann wieder zu der anfänglich beschriebenen regenbogenfarbenen Formation zusammen. Die Männer schrien und schlugen wie wild um sich, aber es nützte nichts. Dazu war ein monotones Summen zu hören, nicht laut, etwa wie bei einer Leuchtröhre. Mit diesen Eindrücken wachte ich auf. Schon lange nicht mehr so schlecht geträumt.

Immerhin: Mir bleibt noch eine ganze Woche Urlaub! Mit jedem Tag kann sich alles ändern. Oder nichts. Dann ist es so. Das Herz schlägt. Die Lungen füllen sich mit Luft. Die Verdauung funktioniert. Ich kriege Rückmeldungen von allen Körperteilen – mehr oder weniger angenehm… Man wird alt. Auch immer wieder ein Thema: das Altwerden. Es ist widerlich.

Ausgeträumt

„Wer keine Wurst will, der kriegt auch keine“, rief ich in die Runde, als ich mich daranmachte, das Essen zu verteilen. Ich lachte laut los über meinen Satz – und davon wachte ich auf… Ich blinzelte in die abgedunkelte Wirklichkeit meiner Wohnstatt und schielte zum Wecker auf dem Nachttisch. Doch schon 7 Uhr 30. Mit Bedauern registrierte ich, dass ich ausgeschlafen war. Ausgeträumt!
Ich zog den Vorhang auf und blickte in einen weiteren Regentag. Na gut, grummelte ich, das Leben ist kein Ponyhof – eine Lieblingsplattitüde meiner Ex… Der letzten? grübelte ich, oder der Vorletzten? Egal. Vielleicht der Zukünftigen – har, har, har! – Und diesmal lachte ich in realo.
Das Procedere Bett machen, Abwasch vom Vortag erledigen, die morgendliche Toilettensitzung zur Entspannung meiner Eingeweide und das Hochfahren des Computers hatte ich binnen weniger Minuten erledigt. Übung macht den Meister. An Übung sollte es mir in meinem 59sten Lebensjahr nicht mangeln, zumindest bei gewissen elementaren Verrichtungen. Eine weitere Plattitüde in diesem Zusammenhang ist: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Ich komme gern möglichst schnell zum Vergnügen. Per fiktivem Gong rief ich den Frühschoppen aus. Ich setzte mich mit einem Drink an meinen Schreibtisch und ging die Nachrichten durch, ohne wirklich an den Nachrichten Interesse zu haben. Aber mal sehen, was der Wetterfrosch im Internet sagt: Regenschauer heute, Regenschauer morgen, Regenschauer übermorgen… Regenschauer die gesamte nächste Woche, dazu Temperaturen zwischen 10 und 15°C. Schön, und jetzt die gute Nachricht…
Wie ein eingesperrter Tiger tapste ich durch meine Vier Wände – hin und her, von Zimmer zu Zimmer (ich habe immerhin zwei und die Küche) auf der Suche nach der guten Nachricht. Sie musste hier irgendwo verborgen liegen. Ich zog meinen fiktiven Indiana Jones Hut tief in die Stirn und knallte mit der fiktiven Indiana Jones Peitsche – Klatsch! Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn ich den Schatz gleich entdeckte! So funktionieren Abenteuerfilme nicht. Der Held muss erst allerhand Schwierigkeiten meistern. Okay, dachte ich, ich lege eine Pause am Schreibtisch ein, nicht dass mir die dunklen Mächte meinen Drink wegsaufen.

Vatertag 2021

Der Vatertag fällt buchstäblich ins Wasser. Na gut: 1. bin ich kein Vater, und 2. ist mir im Urlaub ein Tag so gut wie der andere. Etwas schöneres Wetter hätte ich mir freilich gewünscht, um mit dem Fahrrad durch die Gegend zu pirschen oder im Park zu klönen. Nach überreichlich Aprilwetter hatte ich auf den Mai gehofft. Doch leider prognostiziert der Wetterfrosch eine längere Schlechtwetterperiode. Was bleibt mir da zu sagen? Es ist, wie`s ist. Ich ergebe mich dem Schlechtwetter-Blues… und sende Petrus einen Gruß: „Bitte kumm ma mit kane Ausreden mehr. Ausreden wüll i nimmer hern“ – aus einem Song von Ambros & Heller (– kam mir intuitiv in den Sinn). Den Song werde ich mir nachher auf YouTube aufrufen. Schon lange nicht mehr gehört.
Außerdem rufe ich meinen Papa im Himmel an: Kannst du mal nachgucken, was da bei euch los ist?! Pennt Petrus etwa?! … Mein Papa – Pragmatiker in Person. Auf ihn war 100% Verlass. Wenn er etwas anpackte, machte er es richtig. Bei Widerspruch konnte es gewaltig knallen… Petrus sollte sich also schon mal warm anziehen. Erst im Alter wurde mein Papa weicher, beinahe zärtlich. Die Demenz holte ihn sich – grausam und konsequent… Ich blickte nie hinter seine Stirn. Er war verschlossen und wortkarg. Oft hatte ich Angst vor ihm – vor seinen jähzornigen Ausbrüchen. Er arbeitete hart für die Familie. Die Familie war sein Heiligtum, und er herrschte über sie.
Ach Papa, ich fand nie zu dir… Aber eines rechne ich dir hoch an: Wenn ich in der Scheiße steckte, halfst du mir ohne Wenn und Aber heraus. Vielleicht wirkst du immer noch im Verborgenen als mein Schutzengel… Es ist einfach deine Art, dich nicht offen zu zeigen.

Okay, genug jetzt mit dem sentimentalen Gequatsche – ich weiß, das macht dich nur verlegen.

Luft!

Heute Morgen, als ich aufstand, dachte ich: Unglaublich in welchen Zeiten wir leben – bald gibt es nichts mehr, was einem nicht vorgeschrieben wird! Nahezu alles will man uns diktieren: Gesundheit, Ernährung, Körperpflege, Lifestyle…, sogar unser Denken und unsere Sprache. Ich rieb mir den Schlaf aus den Augen und streckte mich. Bestimmt hatte ich schlecht geträumt. Ein Gefühl der Beengtheit legte sich um meinen Hals wie ein zu enger Hemdkragen. Der Druck wurde subtil über Empfehlungen, allerlei Ratgebern und Drohungen aufgebaut. Gern wurde über die Moral und den Gemeinschaftssinn argumentiert. Ehe man es sich versah, schoss man sich mit einer eigenen bzw. dem vorherrschenden Narrativ widersprechenden Meinung ins gesellschaftliche Abseits. Noch nie hatte ich den Anpassungsdruck so stark empfunden… Bei diesen Gedankengängen schnürte es mir beinahe die Kehle zu. Ich riss das Küchenfenster auf und sog die kühle Luft, die mir sogleich entgegenströmte, tief ein. Das half ein wenig. Ich blinzelte in einen grauen Tag. Oberflächlich war der Welt nichts anzusehen. The same procedures as every day. Mal davon abgesehen, dass ich Urlaub hatte.
Nein, es war nicht das erste Mal, dass ich solch neurasthenischen Gefühlslagen ausgesetzt war. Woher kam nur dieses vertrackte Engegefühl?! Gab es da draußen Menschen, denen es ähnlich ging? Warum war meine Seele so empfindlich? Bildete ich mir den Druck – bildete ich mir das Böse nur ein?
Ich blickte auf die gekalkte Zimmerwand, während mich mein Lieblingsbluessender beschallte… Ich musste gegen die Enge ansingen, auf meine Weise, mit meinem ganz eigenen Blues aus Worten. Schreiben war für mich Bewusstsein. Schreiben war mein Schrei ins Universum: Ich bin, ich lebe, ich denke – fühle!

Verrückte Träume

Verrückte Träume ereilten mich in der Nacht zu meinem ersten Urlaubstag. So war ich z.B. in einer skurrilen Kinovorstellung. Ein Vampirfilm lief. Realität und Fiktion durchmischten sich. Am Ende verfolgte mich Dracula bis vor das Kino, und ich flüchtete in einen Biergarten…
Heute wäre ein Biergartentag. Die Sonne scheint. Der Wetterfrosch gibt dem schönen Wetter noch einen Tag. Ein Glück, nicht im Homeoffice über Tumorfällen brüten zu müssen. Stattdessen kann ich in aller Entspanntheit durch den Tag surfen, die Türen öffnen für die Leichtigkeit des Seins. Scheiß auf Corona und den damit zusammenhängenden Wahnsinn! Draußen warten Frühling und Lebensfreude – Streicheleinheiten für die Seele – die Ängste abstreifen wie zu enge Klamotten…

Mother Freedom

Einigen meiner Arbeitskolleginnen sagte ich, dass ich mich nicht impfen lasse… Wenn der Buschfunk so gut funktioniert, wie ich denke, dürften es inzwischen fast alle wissen. Bisher ereilten mich keine kritischen Äußerungen – man hält sich da offenbar (noch) zurück. Natürlich weiß ich nicht, was hinter meinem Rücken palavert wird. Ganz sicher stößt meine Entscheidung bei der ein oder anderen Kollegin und wahrscheinlich auch bei meiner Chefin auf Unverständnis – gehöre ich doch zur sogenannten Risikogruppe. Jedenfalls entschied ich mich, in die Offensive zu gehen, weil mir die wiederholten Fragen nach meinem Impfstatus auf den Keks gehen.

Nun aber erstmal 2 Wochen Urlaub – Hurra! Auch mit den derzeit eingeschränkten Freiheiten eine Freude. Sogar eine besondere! … Wir kennen das aus Kindertagen: Der Wert einer Freiheit orientiert sich am Maß der bestehenden Unfreiheit.