Traumnotiz

Ich blickte auf einen See. Ein Felsmassiv begrenzte das gegenüberliegende Ufer. Der See war mittelgroß. (Ich liebe solche Seen, wie ich sie auf meinen Reisen in den Österreichischen oder Schweizer Alpen des Öfteren sah. Eine wunderbare Kulisse – die Seen sind wie Augen, die aus einem alten furchigen Gesicht heraus in den Himmel blicken.)
Urplötzlich wurde ich Zeuge eines Steinschlags. Was für ein Naturschauspiel! …, als hätte ich es mir herbeigewünscht. Der See schäumte von dem aufschlagenden Geröll – ich war davon wie hypnotisiert… Ich konzentrierte mich auf die mir gegenüberliegende Gebirgswand, als ob ich allein mittels meiner Gedankenkraft ein solches Ereignis bewirken könnte. Mein Blick drang dabei in die Felswand ein, und ich bemerkte, wie es darin wie bei einem Gewitter blitzte…; dann passierte es tatsächlich: Ein riesiger Felsbrocken löste sich aus großer Höhe und stürzte in den See! Schlagartig wurde mir klar, dass daraus ein Tsunami entstehen würde, der direkt auf mich zuraste… Ich war verloren.