Eintopf

Mein Verstand ist müde. Dieses ständige Nachdenken über den Sinn des Daseins kann einen auf Dauer krank machen. Ich muss da mal `ne Pause einlegen. Wenigstens für heute, einem tristen Novembertag, an dem es nichts zu machen gibt, als ein Zeit-Bad bei Kerzenlicht zu nehmen und dem Bierkasten ein paar Flaschen abzuringen. Nun nur noch ein weniger anstrengendes Thema finden… Am besten einen bunten Themen-Eintopf. Einfach ohne Nachzudenken drauflosschreiben. Sich von Inspiration und Zufall leiten lassen. Und scheiß drauf, ob es jemanden interessiert. Okay, das kümmert mich auch sonst nicht. Fast nicht. Wenn ich ehrlich bin, freue ich mich schon, wenn meine Blog-Beiträge gelesen und kommentiert werden. Also gut. Ich sehe schon, so wird das nichts. Nichts schlimmer als die Heuchelei, die man an sich selbst entdeckt.

Und nun werfe ich einfach mal ein paar Zutaten in den Eintopf:

Heute Morgen im Halbschlaf fand ich AKK sexy, nicht nur wegen ihres Namens.

Am Liebsten würde ich mich mit dem Arsch auf Trumps Gesicht setzen, und ich glaube, ihm würde das sogar gefallen.

Die Bayern verloren gegen Dortmund und Uli Hoeneß bekam `ne Bierdusche ab. Weiter so!

Bei Sebastian Vettel war in Sao Paulo irgendwas lose zwischen den Beinen. Fast hätte ich gelacht.

Ich glaube wirklich, dass AKK eine gute Kanzlerin für Deutschland wäre. Scheiße, dass sie schon verheiratet ist. Aber das sagt heutzutage nichts mehr. Wie komme ich an diese Lady ran?

Die AfD will der Beobachtung durch den Verfassungsschutz entgehen, indem sie statt Scheiße in Zukunft Stuhlgang sagt. Endlich.

In der Mitte unserer Galaxie existiert ein Schwarzes Loch.

Die November-Tristesse kommt spät, aber sie kommt.

Es regnet.

Tristesse

Die Sonne scheint, aber sie prallt an mir ab. Nach erfolgreicher Fortbildung und Prüfung verbringe ich die Tage mit Warten. „Wir haben uns für Sie entschieden“, hatte die Frau von der Geschäftsstelle gesagt, „… wir werden uns bei Ihnen melden.“ Das war vor einer Woche. Ich kann es kaum glauben. Erst eine Woche. Es kommt mir so vor, als würde ich schon eine halbe Ewigkeit hier sitzen und warten. Einen kurzen Moment war ich glücklich und stolz, weil (fast) alles geklappt hatte… Es folgte Tristesse. Warum nur? Ist es die Angst vor dem neuen Job? Ich fühle mich wie in einem Lähmungszustand, der mich von innen umklammert. Der Himmel leuchtet in glattem hellen Blau über Berlin. Die Temperaturen klettern in den Plusbereich. Die Tage werden länger. Und ich verharre in der Zeit, als wäre ich innerlich vereist.