Ich war schon immer gegen Konventionen

Der Mainstream ist meist nicht nach meinem Geschmack. Mehrheits-Haltungen finde ich spießig… Doof, dass ich als „normal Hetero“ geboren wurde. Bin ich aber nun mal.
Seit sich immer mehr Menschen als schwul, lesbisch, bisexuell und „divers“ outen, atme ich auf. Könnte es sein, dass ich als Hetero in Wirklichkeit in der Minderheit bin? – Das würde besser zu mir passen.

Nichts Neues im Konsumwunderland

Der gesunde Menschenverstand war noch nie ein gutes Argument, weil ihn jede Seite für sich beansprucht. Wer medial die Hoheit besitzt, kann Meinungen nach Belieben lenken. Quantität siegt über Qualität. Das ist nicht neu. Wer seine Lügen am Besten verpackt, ist am erfolgreichsten. Heutzutage spricht man von Framing… Wir leben inmitten eines weltweiten Informationskrieges. Auch das ist nicht neu. Ständig schlagen Fakenews in unseren Köpfen ein und verunsichern uns. Valide Fakten werden unter den Tisch gekehrt, wenn sie sich für das eigene Meinungs- und Handlungsregime nachteilig auswirken könnten. Die „Kriegspropaganda“ zeichnet ein klares Schwarzweißbild. Es sollen keine Zweifel darüber entstehen, wen wir als Freund oder als Feind anzusehen haben. Erst nach dem Krieg erkennen wir, wie töricht es war, auf die Masche der Kriegstreiber hereinzufallen. Was aber, wenn es sich um einen endlosen Krieg handelt? Dann wären wir ewig in unserer Sichtweise gefangen/geframt, je nachdem auf welcher Seite des Konflikts wir ständen – nicht nur manipuliert, sondern total assimiliert.
Das Gute ist dann, was die Hoheit, der wir uns unterwarfen, als gut absegnet, und jeder, der dies in Frage stellt, wird als böse für die Gemeinschaft erklärt. Auch das ist nicht neu in der Geschichte der Menschheit. Die Verkleidungen des Teufels sind mannigfaltig. Besonders gefällt ihm die Verkleidung als Gutmensch und Spießer/Opportunist. Der Teufel hat ein Faible für perfide/hinterfurzige Taktiken. Viele von uns können den Diavolo in sich nicht ausmachen. Sie folgen relativ unkritisch/geradlinig seinem (kapitalistischem, ideologischem, religiösem…) Verführungs-Mantra.
Sei es so.


Schieflage

Ich spüre es allerorts: Die Leute haben die Schnauze voll. Am Besten das Thema „Corona“ vermeiden. Weil man Repressalien fürchtet, trägt man Maske und hält Abstand. Doch das Ganze bricht an den schönen Frühlingstagen auf, wenn die Menschen zu Hunderten in die Parks strömen. Sie scheißen auf den Verordnungssalat und lassen ihrer Lebensfreude freien Lauf. Selbst die Ordnungshüter bringen sie nicht zur Raison. Ich beneide die Polizisten nicht um ihre tumbe Sisyphusarbeit. Statt Verbrecher zu jagen, wird ihnen nun auferlegt, harmlose Bürger zu drangsalieren. Die Grundrechte wurden ausgehebelt. Das Corona-Angstgespenst geht um. Für dumm und verantwortungslos/asozial werden all jene erklärt, die sich von der regierungsgesteuerten Corona-Propaganda nicht einwickeln lassen. Meinungsfreiheit?! – Fehlt nur noch, dass die Gedankenpolizei auf den Plan tritt…

Mir wird entgegengehalten, dass ich übertreibe. Kann schon sein, dass ich etwas sensibel reagiere, wenn mir Freiheiten weggenommen werden – Corona als Rechtfertigungsgrund ist mir einfach zu wenig. Dabei will ich weder die Existenz von Covid-19 ignorieren, noch die durch das Virus evozierten Erkrankungen kleinreden. In einer offenen Gesellschaft gibt es viele Risiken, zu verunglücken, zu erkranken und (vor der Zeit) zu sterben. Die Corona-Gefahr ist dahingehend einzuordnen. (Nicht mehr und nicht weniger.) Seit gut einem Jahr höre ich aber nur noch „Corona“… Wo bleibt der Sachverstand? Wo bleibt der lebendige Diskurs? Warum werden die Kritiker der Corona-Politik nicht gehört, sondern geächtet?

Ich spüre es allerorts: Die Menschen lassen sich nicht bändigen. In ihren Herzen scheißen sie auf die Staatsgewalt. (Von den Spießern/Opportunisten und Angsthasen mal abgesehen.)


Die eigentliche Krankheit ist der Mensch

Viele wundern sich, warum so viele Amerikaner Trump-Anhänger sind. Viele wundern sich, wie sich die AfD in der deutschen Parteienlandschaft etablieren konnte. Viele wundern sich über den Zuwachs der Rechten in Europa. Viele wundern sich, wie es kommen konnte, dass Großbritannien die EU verließ. Viele wundern sich über die immer stärker aufkommende Kritik an den demokratischen Systemen. Viele wundern sich über die Sehnsucht nach dem starken Führer. Viele wundern sich über China. Viele wundern sich über die zunehmende gesellschaftliche Spaltung: Arm gegen Reich, Jung gegen Alt, Links gegen Rechts, Schwarz gegen Weiß, Stadt gegen Land, Nord gegen Süd, West gegen Ost, Diktatur gegen Demokratie… Viele wundern sich über religiöse Fanatiker. Viele wundern sich über Neonazis. Viele wundern sich über Rassismus, Antisemitismus, Menschenhandel, Terror und Kriege im 21. Jahrhundert, als hätten wir gar nichts aus der Geschichte gelernt. Viele wundern sich über die nach wie vor inflationär stattfindende Zerstörung der Umwelt…
Viele wundern sich auch gar nicht. Oder sie wundern sich nicht lange. Weil sie gar keine Zeit fürs Hinterfragen haben. Oder weil sie keine Lust dazu haben. Bringt ja eh nichts, sich über alles Gedanken zu machen. Aber eine Meinung haben sie schon. Woher auch immer. Und so regen sie sich über Menschen mit anderen Ansichten auf. Hauptsache, man regt sich auf. Fakten spielen keine Rolle. Die Realität spielt keine Rolle. Einfach den anderen abqualifizieren. Ihn auslachen. Muskelspielereien.
Ich wundere mich, seit ich denken kann (seit gut 50 Jahren), darüber, dass die meisten meiner Mitmenschen (meiner Meinung nach) viel zu unkritisch sind. Unkritisch gegenüber allem: Gegenüber den gesellschaftlichen Konventionen. Gegenüber den politischen Systemen. Gegenüber ihrem eigenen Leben, ihren Wünschen und Erwartungen. Gegenüber den Indoktrinationen durch Nation und Religion, je nachdem, wo sie aufwachsen. Gegenüber den übergestülpten Wertesystemen. Gegenüber den vielen Lügen und Unstimmigkeiten in dieser Welt.
Viel zu viele, die ehemals für die Wahrheit aufstanden und stritten, ob damals während der 68er oder zu anderen Zeiten, versanken nach und nach im Sumpf der Angepasstheit. Sie nennen es vielleicht Altersweisheit. Natürlich lernt man aus seinen Erfahrungen. Vielleicht hatten sie aber auch keinen Arsch in der Hose.
Ich blieb mir und meinen Fragen treu. Ich blieb meiner Auflehnung treu. Anpassung niemals im Geiste. Ich werde doch nicht zum Teufel jagen, was mein Menschsein ausmacht. Wenn schon ein Marionettendasein, dann ein kritisches.



Erschöpft

Glieder und Rücken schmerzen vom langen Liegen. Mit ein paar kurzen Unterbrechungen lag ich gut 14 Stunden in der Koje. Ich fühle mich, als wäre ich gut doppelt so alt. Unglaublich, was man innert einem Menschenleben leiden muss… Vor allem empfindsame Seelen (wie ich) tragen schwer am Dasein.
Ja, ich weiß, die ganze Welt ist sensibel – nicht dass sich ein Sensibelchen hier auf den Schlips getreten fühlt. Ich muss echt aufpassen mit diesen Verallgemeinerungen. Die rutschen einfach so raus. Oft rede ich von der Spießer-Gesellschaft und kriege dann sofort Gegenwind. Einige Artgenossen fühlen sich gleich in die Spießerecke gestellt. Aber gemach, gemach, ich schätze, dass in jedem von uns ein kleiner Pharisäer steckt. Oder nicht? … Mehr oder weniger.
Seit einigen Jahrzehnten beobachte ich, dass der Spießer-Index unserer Gesellschaft wieder kontinuierlich ansteigt. War in den Nachkriegsjahren das Spießertum hauptsächlich kirchlich und in der Traditionsbewahrung verortet, sehe ich den heutigen Spießer vor allem als sattgefressenen Einfaltspinsel, der sich mit seinem Wohlstand brüstet. Reaktionär hält er an seinem Konsum- und Mobilitätsstatus fest. Er huldigt dem Auto, dem Smartphone und den Einkaufszentren. Auf riesigen Kreuzfahrtschiffen lässt er sich exklusiv über die Weltmeere schippern, oder er fliegt mal eben zum Vergnügen nach Malle oder sonst wohin. Der Spießer von heute ist ein anderer als noch vor 50 Jahren. Jedes Zeitalter bringt ein anderes Spießertum hervor, welches überwunden werden sollte. Damals waren es Flowerpower und Friedensbewegung, die neuen Wind in den spießigen Mief brachten. Heute ist es die „Fridays for Future“ Bewegung. Seit Corona höre ich allerdings nichts mehr von ihr. Ich hoffe, die jungen Leute lassen in ihrem Bemühen nicht nach, gegen die umweltzerstörende Wachstumsseuche Kapitalismus zu protestieren. Die Hoffnung für die Zukunft einer Gesellschaft lag nie bei den Spießern, sondern stets bei der Jugend, die frisch und unbedarft ins Leben startet und zurecht die alten Hüte kritisiert, – zumal wenn der Handlungsbedarf zur Erhaltung einer lebenswerten Welt immer dringender wird: Frischer Geist gegen die ewigen Bewahrer! Lasst euch nicht eure Empfindsamkeit nehmen! Traut euren Herzen!

Die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub war anstrengend. Zurück ins Korsett des Arbeitsalltags. Die Verabschiedung meiner alten Bürokollegin in den Ruhestand schwingt emotional nach. Dann die Weiterbildung, die all meine Konzentration erforderte. Das wird auch noch ein Weilchen anstrengend bleiben, bis sich das Neue in meinem Kopf verfestigt. Die Stimmung unter den Büro-Hühnern ist so-la-la. Jedenfalls schienen sich einige wirklich zu freuen, mich mal wieder zu sehen. Schön. Nun erstmal Wochenende.
Ach ja, das Pub hat wieder geöffnet! Bei dem schwülheißen Wetter werde ich aber eher den Biergarten aufsuchen…

 

Karl

Gibt es da draußen in den unendlichen Weiten des Alls einen Menschen oder auch einen Außerirdischen, der wie ich Weihnachten zum Kotzen findet, zumindest mit diesem ganzen Zinnober nichts anfangen kann? Melde dich bitte! Es ist ein verdammt scheußliches Gefühl, mit seiner Einstellung ganz allein zu sein…
Ich habe zwar Karl, der regelmäßig an Weihnachten und Silvester Mitleid mit mir hat und vorbeikommt, aber Karl ist eben nur in meinem Kopf… Obwohl, so genau weiß ich es nicht. Momentan sitzt er auf meiner Couch und grinst mich an. Er ist so lässig wie ein Goldfisch im Aquarium, dabei aber rotzgescheit. Beinahe besserwisserisch. Keine Ahnung, ob er ein Außerirdischer oder einfach ein Hirngespinst ist. Er sagte nie, woher er kommt. „Das ist unwesentlich“, meinte er, „du hängst viel zu sehr am Irdischen.“ „Woran zum Teufel soll ich mich denn sonst orientieren?“ fragte ich zurück. Und wie reagiert Karl? Er grinst mich breit an. Wie immer, wenn er bei mir sitzt. Jetzt übrigens auch. Wir müssen nicht mehr viel miteinander reden. Ich kenne ihn, und er kennt mich.
Karl ist nicht schon immer da. Er kam erst, als ich gegen die Gesellschaft mit ihren ganzen Unsinnigkeiten und geistigen Oberflächlichkeiten rebellierte. Also so vor gut vierzig Jahren. Genau weiß ich es nicht mehr. Umso mehr ich realisierte, dass die Welt, in die ich hineingeboren wurde, sich mit meinem Denken und Fühlen schwer vereinbaren ließ, desto mehr kam Karl ins Spiel. Er gab mir zu verstehen, dass ich mir in Bezug auf die Menschheit keine Hoffnung machen sollte.
„Und warum bin ich anders?“ fragte ich.
„So viel anders bist du gar nicht – nur in einem Punkt eigentlich…“
„Aha. Und der reicht, dass ich mich in der Welt unglücklich fühle?“
„Kennst du Platons Höhlengleichnis?“
Und da ich damals keine Ahnung vom Höhlengleichnis hatte, erzählte es mir Karl. Ehrlich gesagt, kapierte ich es nicht so ganz… War mir didaktisch zu kompliziert. Die Quintessenz erfahre ich aber täglich emotional.
So ist Karl nun mal. Er kann den Klugscheisser nicht ganz ablegen. Trotzdem mag ich ihn, weil er mich versteht. Er versteht, warum ich Weihnachten und Silvester zum Kotzen finde. Ich bin ein Bauch-Typ. Karl dagegen ist Intelligenzler. Irgendwie sind wir wie zwei Seiten einer Medaille. Sage ich mal spontan unüberlegt, wie ich eben bin…

Karl sitzt also heute wieder bei mir auf der Couch und grinst. Schön. Wenn er mal nicht an Heiligabend käme, wäre ich echt traurig. Vielleicht nehme ich ihn nachher mit ins Pub. Karl wird schon seine Klappe halten können. Er mehr als ich.
„Verplappere dich bei den Spießern nicht“, gibt er mir oft mit auf den Weg.
„Na klar.“
„Willst du einsam sterben?“
„Nö, eigentlich nicht.“

Und – was soll ich sagen? Besser ich hätte auf Karls Ratschläge gehört!

 

Nachtrag

Ich muss mich wirklich bei allen Spießern entschuldigen. Nicht, dass ich noch zum spießig verkrampften Anti-Spießer werde. Das ist ja immer die Gefahr, wenn man gegen was ist. Am Ende besteht man nur noch aus einer Antihaltung. Und damit ist man unter Umständen kaum noch besser als das, was man kritisiert. Darum tut ein guter Mensch gut daran, dass er nicht auf den Bösen herumhackt, sondern sich in Verständnis übt. Nur wer die andere Seite versteht, kann verzeihen und zu einem vernünftigen Miteinander kommen. Man muss da auch mal in Vorleistung gehen und sollte nicht darauf warten, bis der andere den ersten Schritt macht. Also, liebe Spießer, ich schieße manchmal etwas übers Ziel hinaus. (Die mich kennen, wissen das schon.) Verzeiht mir bitte! Ich bin wirklich alles andere als ein Streithahn. Ich suche immer den Ausgleich zwischen den Menschen und möchte in Harmonie mit ihnen leben. Egal ob Nazi, Spießer oder Islamist, alle sind wir nur Menschen. Ich bin sicher, dass wir uns im Grunde alle gern haben… Der Ausruf „Ihr könnt mich alle mal gernhaben!“ zeugt von der unbändigen Sehnsucht, alle unsere Mitmenschen in den Arm zu nehmen. Bestimmt! Und zur Weihnachtszeit sind wir geradezu beseelt von Mitmenschlichkeit, Verzeihen und gesellschaftlicher Harmonie. Ist das nicht schön? Ihr müsst wissen, dass ich ein sehr sentimentaler Typ bin. Mir liegt nichts daran, es mit euch zu verderben. Wer liest dann noch den Kram, den ich hier in aller Regelmäßigkeit absondere? Auch Spießer haben Empfindungen und lassen nicht alles mit sich machen. Es wäre allzu menschlich, wenn ihr mir den Rücken zukehrt… Verzeiht ihr mir? Ich bin nicht der Misanthrop, den ich manchmal raushänge. Ganz im Gegenteil: Ich denke, ich liebe die Menschen zu sehr… Seufz. Besonders die Spießer. Sie sind so… unglaublich normal, wenn sie hingebungsvoll den Weihnachtsbaum schmücken, die Zutaten für das Festtagsessen einkaufen, die Geschenke für ihre Liebsten einpacken… Mist, gleich fange ich an zu flennen. Wahrscheinlich bin ich gerade an Weihnachten deswegen miesepetrig, weil mir das alles fehlt. Was bringt es mir, kein Spießer zu sein, wenn mir die Liebe fehlt?
Hans, ein alter Spezi aus Niederbayern sagte nach einem Streit immer: „Samma wieder gut.“ Und dann drückten wir uns.
In diesem Sinne:

Allen Bloggern und Lesern ein schönes Weihnachtsfest!

 

Grüß Gott, liebe Spießer!

Ich glaube, dass es dem ein oder anderen Leser manchmal etwas unscharf, gar vakant anmutet, was ich eigentlich unter Spießern verstehe – ein Begriff den ich in meinen Beiträgen immer wieder mal unterbringe, wenn ich mich von gesellschaftlich tumben Brauchtümern und anderen unreflektierten menschlichen Verhaltensweisen sowie Massenphänomenen abgrenze.
Drum versuche ich hier und jetzt eine grobe Auflistung einiger für mich typisch spießigen Anwandlungen und Einstellungen. Das nahende Weihnachtsfest erscheint mir als geradezu passende Gelegenheit.

 

Spießer kleben an unsinnigen Konventionen und Traditionen wie ausgekaute Kaugummis unter alten Schulbänken.

Dumme Spießer begründen ihr Festhalten an Konventionen damit, dass es immer schon so war und alle anderen es ebenso machen.

Intelligentere Spießer begründen ihr Festhalten an Konventionen, indem sie deren gesellschaftlichen Nutzen hervorheben. Nach dem Motto: Wir brauchen Weihnachten, um uns alle wieder lieb zu haben. Wir schießen an Weihnachten nicht aufeinander. Zerstrittene Familien kommen zusammen, und alle sind plötzlich nett zueinander… Ausserdem würde unsere Wirtschaft ohne Weihnachten zusammenbrechen, und dann die Arbeitsplätze, die daran hängen! – Hach! Warum ist nicht immer Weihnachten?

Spießer gehen Populisten auf den Leim. Hitler und andere scheußliche Despoten dieser Welt wären ohne ein ausgeprägtes Spießertum nie an die Macht gekommen.

Spießer bezeichnen sich als die Mitte der Gesellschaft. Leider sind sie das auch.

Spießer sind meist Materialisten und hängen ihre Fahne nach dem Wind.

Spießer dienen gern dem Vaterland.

Spießer verehren den Papst. Oder die Queen. Oder Khomeini. Oder Stalin. Oder die Deutsche Bank.

Spießer sind nette Mitmenschen, solange man sie nicht mit unangenehmen Fragen belästigt.

Spießertum und Weltoffenheit schließen sich aus.

Spießer lügen und glauben, dass sie die Wahrheit sagen.

Spießer leugnen Fakten, wenn sie ihnen nicht in den Kram passen.

Spießer heucheln nach Herzenslust.

Spießer hegen selten Selbstzweifel.

Spießer bleiben zu jeder Zeit Spießer.

Spießer gibt es überall. Es gibt keinen Ort und kein Volk auf der Erde ohne Spießer.

Spießer sind angepasste Arschlöcher.

Spießer sind untereinander die besten Spießgesellen.

 

Das sollte für`s erste reichen. Hoffentlich trat ich niemandem zu nahe.