Vorsicht Satire!

Ach ja, gestern wählte ich. Per Briefwahl. Hoffentlich beging ich keine Formfehler beim Ausfüllen und Eintüten. Okay, ist nur eine Stimme. Wie viele Wahlberechtigten gibt es denn in Deutschland?
Ich kreuzte an, was ich vorgehabt hatte anzukreuzen, soweit ich mich erinnern kann. Sollte man nicht besser bei einer Wahl nüchtern sein? Schließlich geht es um die Zukunft des Vaterlandes. Wieso keine Promillegrenze? Bei einer Briefwahl natürlich nicht umsetzbar. Da kann ich unbeobachtet volltrunken mein Kreuzchen machen. Ansonsten: „Zeigen Sie mir bitte ihren Ausweis, und dann bitte hier noch reinblasen… Okay, danke.“ – Ich meine, was sind Wahlstimmen von Besoffenen wert? Oder von Dementen… Die sollte man auch aussieben. Wenn schon, denn schon. Sowieso müsste den vielen Volksschädlingen, die sich trotz aller Empfehlungen und Bitten nicht impfen lassen, das Wahlrecht entzogen werden. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder Depp eine Stimme erhält? Und dann die Behinderten und Frauen.
Vorsicht Satire!
Warum dürfen eigentlich Haustiere, der Menschen beste Freunde, nicht wählen? Also per Briefwahl wäre das doch machbar. Ich wüsste schon, wen mein Hund wählen würde. Also, falls ich einen Hund hätte… (Wenn sich nicht bald mal was in Sachen Liebe ergibt, wäre ein Hund nicht die schlechteste Lösung gegen Vereinsamung. Ein Hund ist treuer und auch intelligenter als so manche Frau, schätze ich. Gibt`s dazu Studien?)
Schade, dass man nur einmal wählen darf. Ich finde, dass intelligente Menschen mehr Stimmen verdient haben als dumme. Vor jeder Wahl sollte ein Intelligenztest gemacht werden. Zusätzlich zum Alkoholtest. Je höher der IQ, desto mehr Stimmen würde man erhalten. Bei meinem IQ hätte ich mindestens 2 Stimmen, wenn nicht 3… Selbst besoffen.

Vom Wegesrand

Wir kennen die Redensarten „jemandem einen Bären aufbinden“ und „der hat einen Bock geschossen“. Oder man kann „den Bock zum Gärtner machen“… Alle drei Redensarten passen prima auf unsere gesellschaftliche und politische Situation. Dass uns seit Monaten ein Bär aufgebunden wird, ist offensichtlich. Es muss mit Blindheit geschlagen sein, wer die Machenschaften, Lügen und Tatsachenverdrehungen immer noch nicht durchschaut. Unsere lieben Damen und Herren Volksvertreter schießen einen Bock nach dem anderen. Ganz besonders im Gesundheitsministerium, das man in Krankheitsministerium umbenennen sollte, denn anstatt Fürsorge und Gesundheit im Blick zu haben, werden dort mit aller nur erdenklichen Akribie Krankheiten verwaltet. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Am Schlimmsten grassiert derzeit die Ignoranz, gegen die, wie es mir scheint, kein Kraut gewachsen ist. Und wenn wir nicht aufpassen, machen wir Ende September bei der Bundestagswahl auch noch den Bock zum Gärtner…

   

Danke

Dass nun auch einige prominente Schauspieler(innen) den Mund aufmachten und mit dem Mittel der Satire (#allesdichtmachen) die Corona-Regierungspolitik sowie die mediale Angstmache aufs Korn nahmen, war lange überfällig… Seit Monaten kann man sich fragen: Wo sind die deutschen Kulturschaffenden, die Prominenten, die Intellektuellen? – Sind sie etwa alle weichgespült und auf Linie?
Wie nicht anders zu erwarten, sind die Reaktionen geteilt. Sofort wurde politisiert und diffamiert – wie es bereits bei Wissenschaftlern und Journalisten, die eine „unerwünschte“ Haltung zur Corona-Maßnahmenpolitik öffentlich proklamieren, seit Beginn der Pandemie passiert. Der Diskurs wird einseitig abgelehnt, die Kritiker werden in eine Ecke mit Verschwörungsmystikern und Rechten kaltgestellt.
Aber die Riege der ca. 50 Schauspieler(innen) erfuhr auch Zustimmung und Applaus für ihre Aktion, und das nicht nur von Seiten der AfD und den Corona-Leugnern. Auch wenn es die Leitmedien nach wie vor ignorieren: Es gibt sehr viele Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, welche die Corona-Politik der Regierung kritisch sehen und die massiven Einschränkungen ihrer Grundrechte nicht länger protestlos hinnehmen wollen.
Ich danke Jan Josef Liefers, Richy Müller und den anderen für ihre kritische Aktion. Der Gegenwind ist heftig. Das Ganze kann schon einige Kratzer und Beulen auf dem bisher einwandfreien Renommee hinterlassen. Und sicher werden sie unter Rechtfertigungsdruck geraten, wenn die Corona-Maßnahmenbefürworter ihre moralischen Keulen schwingen. Sie werden erfahren, wie es in Deutschland um die Meinungsfreiheit wirklich bestellt ist. Vielleicht werden einige ob dieses gesellschaftlichen Drucks einknicken und „widerrufen“. Ich hoffe, Liefers und Müller bleiben standhaft – sie sind zwei meiner Lieblingsschauspieler im Deutschen Fernsehen.

    

Aufgepasst!

Aus den Nachrichten: Bis zu zwei Jahre Knast, wenn Mann einer Frau in den Ausschnitt oder unter den Rock guckt… Ich korrigiere: Wenn er heimlich Bilder von den Intimzonen malt… Muss mich nochmals korrigieren: Nur wenn er heimlich Fotos macht…

Ich persönlich gucke bei freizügig gekleideten Frauen absichtlich weg oder verdecke meine Augen – prophylaktisch, um gegen jeden Verdacht erhaben zu sein. Langsam kapiere ich, warum muslimische Frauen Burka tragen. Sie schützen uns so vor Strafe… Finde ich überaus rücksichtsvoll.

 

Jeden Tag eine gute Tat

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Ich wusste es schon immer: Faulenzen ist meine Lieblingsbeschäftigung. Gemach, gemach. Nur keine Hektik. In einer Großstadt wie Berlin der Hektik zu entgehen, ist freilich unmöglich. Aber es gibt ein paar wenige Oasen wie z.B. die Arkaden am Potsdamer Platz. Ohne Probleme fand ich an der Bar im Obergeschoss einen Platz. Kein Menschengewusel und kein Lärm um mich. Auf ein paar TV-Bildschirmen lief Ski-Springen. Ich war zuvor im Reisebüro, um ein paar Sachen wegen meiner Gran Canaria-Reise abzuklären. Die Kinokarte für „Vice – Der zweite Mann“ hatte ich auch schon in der Tasche. War gratis. Eine ältere Dame, die hinter mir in der Reihe stand, hatte auf ihrem Abonnement noch einen Kinobesuch übrig. So richtig kapierte ich`s nicht – ich bedankte mich jedenfalls artig; und die Frau an der Kasse drückte ein Auge zu, weil man diese Karte eigentlich nicht auf jemand anders übertragen konnte. „Jeden Tag eine gute Tat“, meinte sie lächelnd. Langsam wurde mir das ganze peinlich – als ob ich eine gute Tat nötig hätte! Wirke ich inzwischen derart mitleiderregend? Vom Fleisch falle ich jedenfalls nicht. Wahrscheinlich aber hielt mich die ältere Dame einfach für einen netten Herrn, dem sie gern ihr noch offenes Kinoticket vermachte, bevor es verfiel. Dass ich auf meine Mitmenschen einen netten Eindruck mache (vor allem auf die Alten), erlebe ich immer wieder. Was soll ich sagen – gute Erziehung oder so.
Nach zwei Berliner Pils erhob ich mich von meinem Platz an der Bar und schlappte gemütlich Richtung Kino. Ist nicht weit. Ich konnte in aller Ruhe ein paar Getränke einkaufen und endlich das Antibiotikum, das mir der Arzt wegen des grippalen Infekts verschrieben hatte. Offenbar wollte er auf Nummer sicher gehen.
„Vice – Der zweite Mann“ war streckenweise eine hervorragende Satire auf den Scheißhaufen der US-amerikanischen Politikerklasse. Trotzdem blieb bei mir nicht viel hängen von dem Film. Neben mir saßen Popcorn fressende Aliens. Ich kam mir deplatziert vor. Am Ende hatte ich Kopfweh.