Wortlos

Töne brauchen einen Resonanzboden. Auch Worte klingen nicht überall. Milliarden Stimmen drehen sich im Kreis und verhallen im Nichts. Ich verschwinde in gedachten Höhlen. Wenn ich zurück an die Oberfläche komme, ist alles futsch. Es bleibt noch nicht mal die Sehnsucht nach irgendwas. Ich presse einen Text wie letzte Reste aus einer Zahnpastatube.

Ich bin so gut wie die Erde, die sich um ihre Achse dreht und um die Sonne kreist. Ich bin so gut wie ein Steppenwolf, der durch die Gegend streift, bis die Last der Einsamkeit ihm das Rückgrat bricht. Die Dunkelheit verschluckt meine Erinnerungen. Meine Geburt ist eine Verschwörungstheorie.
Ich warte auf das Ende des Liedes.