Mother Freedom

Einigen meiner Arbeitskolleginnen sagte ich, dass ich mich nicht impfen lasse… Wenn der Buschfunk so gut funktioniert, wie ich denke, dürften es inzwischen fast alle wissen. Bisher ereilten mich keine kritischen Äußerungen – man hält sich da offenbar (noch) zurück. Natürlich weiß ich nicht, was hinter meinem Rücken palavert wird. Ganz sicher stößt meine Entscheidung bei der ein oder anderen Kollegin und wahrscheinlich auch bei meiner Chefin auf Unverständnis – gehöre ich doch zur sogenannten Risikogruppe. Jedenfalls entschied ich mich, in die Offensive zu gehen, weil mir die wiederholten Fragen nach meinem Impfstatus auf den Keks gehen.

Nun aber erstmal 2 Wochen Urlaub – Hurra! Auch mit den derzeit eingeschränkten Freiheiten eine Freude. Sogar eine besondere! … Wir kennen das aus Kindertagen: Der Wert einer Freiheit orientiert sich am Maß der bestehenden Unfreiheit.

Über das Lebendige hinaus

Stolz ist die Quelle meiner Kraft. Ich meine nicht den falschen Stolz: die Eitelkeit der Schönen oder die Arroganz der Mächtigen. Ich meine den urtümlichen Stolz des Seins, die Erhabenheit eines jeden Geschöpfes und jeder Erscheinung. Über das Lebendige hinaus.

Darum: Stolze Menschen zeigen Achtung voreinander und vor der Natur. Sie hören einander zu. Sie zeigen ihr Wohlwollen. Sie umarmen sich. Und wenn sie streiten, kommen sie danach wieder aufeinander zu.
Stolze Menschen stützen die Schwachen und kritisieren den Machtmissbrauch.

Die Welt gehört uns Menschen nicht. Aber wir verhalten uns so, als würden wir alles einfach in Besitz nehmen können.
Wir hören der Natur nicht zu. Wir hören uns auch untereinander nicht zu.

Wir sollten zurückfinden zu unserem urtümlichen Stolz, der uns mit allen anderen Wesenheiten verbindet.

Der falsche Stolz ist Gift für unsere Seelen. Er trennt uns von der universellen Liebe und sperrt uns in den Kerker der Verdammnis und Eigenliebe.

Darum: Stolze Menschen vermeiden Lügen. Sie betrügen weder andere noch sich selbst. Sie sind ein Quell an Aufrichtigkeit und Wahrheit. Sie lassen sich nicht leicht hinters Licht führen. Sie schauen hinter die Dinge.

Stolze Menschen sind weise.


Ohne Frauchen will ich nicht leben

Buchidee: Ein Hundeleben in 10 Kapiteln

  1. Kapitel: Wie wir uns kennenlernten
  2. Kapitel: Die ersten Ausflüge
  3. Kapitel: Zwischen Lieblingsknochen und Gassigehen
  4. Kapitel: Mit Frauchen beim Tierarzt
  5. Kapitel: Durch dick und dünn
  6. Kapitel: Frauchen ist krank
  7. Kapitel: Als ich einen Einbrecher verjagte
  8. Kapitel: Warum hat sie mich nicht mehr lieb?
  9. Kapitel: Versöhnung
  10. Kapitel: Die Spritze


Ohne Frauen will ich nicht leben

Ich befinde mich im Sonntag + Zustand. Das heißt: Sonntag + Feiertag… Der Frauentag, Feiertag in Berlin, läutet meine Urlaubswoche ein.
Letztes Jahr fiel der Frauentag auf den Sonntag. Ich weiß noch, wie meine alte Bürokollegin anmerkte, dass sie nicht mehr in den Genuss des neuerschaffenen Berliner Feiertages kommen würde. Im Juni 2020 ging sie in Rente. Ich denke gern an sie zurück. Ohne ihre Geduld und ihre ruhige Art beim Erklären, hätte ich einen schwereren Start erwischt. Sie machte mir meine Fehler nie zum Vorwurf. Als Neuling im Büro fühlte ich mich unter ihrem „mütterlichen Schutz“. Dafür ein dickes Dankeschön!

Frauen spielten in meinem Leben eine große Rolle: als Mutter, Lehrerinnen, Mentorinnen, Arbeitskolleginnen, Freundinnen, Gesprächspartnerinnen und Liebhaberinnen. Mein Lebensgefühl stieg und fiel mit Frauen. Die schönsten und aufregendsten Zeiten erlebte ich an der Seite von Frauen… Die traurigsten Abschnitte bescherten mir gescheiterte Beziehungen. Ich konnte den Frauen nicht gerecht werden, oder sie wurden mir nicht gerecht. Mein Freiheitsgebaren ließ sich schwer mit einer dauerhaften Beziehung vereinbaren. Ich konnte nicht der Partner sein, den sich Frau gemeinhin wünscht… als „Vater“ ihrer Kinder, als Fels in der Brandung, der stets Schutz und Geborgenheit vermittelt. (Nein, ich habe keine eigenen Kinder.) Es tut mir leid… So viel Liebe setzte ich in den Sand.

Und natürlich will ich meiner Mutter gedenken, die 2013 in meiner alten Heimat verstarb. Von ihr habe ich die Sensibilität und die Freude am Gespräch über Gott und die Welt. Von ihr habe ich meine Sentimentalität… Ich liebte sie, wie man seine Mutter nur lieben kann, bis ihre psychische Erkrankung sie mir entfremdete… „Liebe Mama, bitte verzeihe mir, dass ich Dir nicht mehr der Sohn sein konnte, den du gebraucht hättest.“

Die Frauen in meinem Leben investierten viel Liebe in mich. Wurde ich ihrer Liebe gerecht?… Warum überkamen mich so oft Fluchtgedanken?
Wäre ich nur so stark wie eine Frau… Die Stärke von Müttern ist unübertroffen. Und ich meine hier nicht die Stärke, die zur Macht führt, sondern die Herzensstärke, die Stärke der Liebe.

Entschuldigt meine Sentimentalität bei dem Thema. Meine Liebe zu den Frauen ist ungebrochen… Sie sind Wunder und Sehnsucht meines Lebens.