Von Narrativen und Massenverarsche

Der Experimentator markierte einen langen Weg durchs Labyrinth mit Duftstoffen, auf welche Ratten gewöhnlich anspringen. Alternativ gab es einen unmarkierten viel kürzeren Ausweg. Wie zu erwarten war, schlugen die allermeisten Laborratten den langen Weg ein.
Wir richten uns nach den von unseren Regierungen (und den Leitmedien) evozierten Narrativen, egal ob sie bei näherem Hinschauen Quatsch sind oder sich gar als verhängnisvoll für uns herausstellen. Wir folgen den Rattenfängern. Der Versicherungsvertreter schließt die meisten Verträge ab, der bei seinen Kunden geschickt Angst für allerlei Bedrohungslagen schüren kann. Ebenso hat der Staat seine Bürger im Sack, wenn er das Narrativ eines schrecklichen Feindes erzeugen kann. So werden Kriege geführt, Unmenschlichkeiten legitimiert und Grundrechte ausgehebelt. Ist diese Maschinerie erstmal angelaufen, gibt es kein Zurück mehr. Selbst wenn die Sache längst verloren ist, werden viele Menschen felsenfest davon überzeugt sein, richtig gehandelt zu haben. Sie können nicht loslassen von dem Narrativ, dem sie sich verschrieben haben. Das Narrativ wird zum Kult erhoben und damit argumentativ unanfechtbar. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Die Menschen fallen immer wieder darauf rein… Vielleicht, weil in den Schulen nicht gerade der kritische Verstand gelehrt/unterstützt wird. Vielleicht, weil sie nur Haferflockenbrei in den Köpfen haben.

Wir schreiben das Jahr 2 der Corona-Zeitrechnung.

Zur Hundenatur des Menschen

Heute beim Aufstehen kam mir der Gedanke, wie es doch recht merkwürdig ist, daß gerade die Völker, denen die Sonne besonders heiß auf den Schädel brennt, sie als Gott verehren. Alle Sonnen- und Feueranbeter wohnten im heißen Süden, wie die Assyrer, Phönizier, Perser. Den Völkern des Nordens ist dieser Kult nicht in den Sinn gekommen, und doch hat man in unserem Klima gewiß mehr Grund zur Dankbarkeit und Freude, wenn die seltene Sonne am Himmel sich zeigt, als da, wo sie sengende Glut und oft Gefahr und Verderben bringt. Aber die alten Germanen verehrten nicht die Sonne, sondern den Blitz und den Donner. Auch hierin zeigt sich die Hundenatur der Menschen. Sie lieben und verehren den, vor dem sie sich fürchten.

Otto von Bismarck

(Quelle: Marcks, Erinnerungen an Bismarck: Aufzeichnungen von Mitarbeitern und Freunden des Fürsten, mit einem Anhang von Dokumenten und Briefen, 1915)

Ergo: Wenn demnächst eine neue Gottheit namens „Corona“ angebetet wird, sollte es mich nicht wundern.