Zwiesprache mit den Klöten

Es wäre langsam mal wieder an der Zeit, eine Frau zu beglücken, meinen meine Eier.
„Alles nicht so einfach“, erwidere ich.
„Aber du warst doch früher nicht so wählerisch“, sagen meine Eier.
„Stimmt, aber die Zeiten ändern sich. Heute geht’s mir nicht mehr so sehr ums Ficken.“
„Hoppla!“
„Ich mache weniger Kompromisse. Ich liebe heute anders als damals.“
Meine Eier kichern: „Wer’s glaubt…“
„Echt jetzt! – ihr kennt mich doch!“
„Eben! Willst du nie mehr?“
„Quark. Wird schon wieder mal klappen.“
„Sieht aus unserer Sicht eher danach aus, als ob deine besten Zeiten vorbei seien.“
„Quark! Ihr seid zu ungeduldig. Heute schon könnte es soweit sein!“
„Heute!? Nicht wahr.“
„Ich meine, jeden Tag könnte es plötzlich so weit sein.“
„Ach so. Verarsche uns bitte nicht. Du hast doch nichts bestimmtes im Blick?“
„Nicht direkt.“
„Fuck! Er veralbert uns“, sagt das linke Ei. „Jep, ich denke, du hast Recht“, sagt das rechte Ei.
Ich kratze mich am Sack. „War mal wieder nett, mit euch zu plaudern, Jungs. Vertraut mir einfach. Habe ich euch jemals im Stich gelassen?“
Sanft gurrend schmiegen sich die Beiden an meine Schenkel und stimmen ein Lied an:
Wir sind ihm ergeben wie Sklaven,
Ach, tät er mal wieder mit einer Frau schlafen
Wir gehören ihm ganz und gar,
Verdammt lang her,
Dass er mit einer Frau im Bett war
Wir vermissen das sehr,
Er ist kein Mönch oder sowas in der Art,
Wann kommt der Typ endlich wieder in Fahrt?