Der lustige Förster

Ich fuhr, wie gesagt, viele Kilometer durch Wald auf dem Spree-Radweg. Hauptsächlich durch Kiefernwald mit Birken am Wegesrand… Bäume über Bäume – bald hatte ich die Orientierung verloren. Die Radwegkarte half nicht viel. Ich meine, ich war immer froh, wenn mir an einem Abzweig durch einen Wegweiser angezeigt wurde, dass ich noch richtig lag.
In einem Waldabschnitt amüsierte ich mich über den kreativen Humor des Försters. Ich kam an einem armdicken Ast mit einem Schild vorbei, auf dem „Birkenstock“ geschrieben stand. Der war natürlich an einer Birke fixiert. Kurze Zeit später sah ich einen Crocs-Schuh an einen Kieferstamm genagelt, dazu ein Schild mit der Aufschrift „Latschenkiefer“… Bestimmt gab es noch mehr solcher humorvollen Hinweise im Wald. Schade, dass ich es nicht fotografierte.  

Eine kleine Freude

Ich überlege noch, wo ich das Poster aufhänge. Vielleicht auch was zum Verschenken. Wenn ich nur wüsste wem… Jedenfalls fand ich die Idee klasse, bekannte alte Filmplakate hinsichtlich der neuen Realität von Corona- und Impfirrsinn umzugestalten. Ganz wichtig dabei der Humor – etwas Albernheit muss auch in diesen Zeiten erlaubt sein (zur Psychohygiene).
Auf Nuoflix findet man noch eine Reihe weiterer Poster. Solch innovative Sachen unterstütze ich gern.

Es war gestern und ist doch heute (10)

Ich stöberte (mangels anderer Gelüste) in meinen alten Sachen, hauptsächlich Texte und Gedichte, die ich damals in der Leselupe zum Besten gab.
Ein Text amüsierte mich besonders – Voilà (in leicht überarbeiteter Fassung):

Eine Zahnpasta zum Preis einer Nudelpackung oder Die Kollision im Supermarkt

Ich hasse nichts mehr, als im Supermarkt einkaufen zu gehen, und die Gänge sind dermaßen zugestellt, dass 2 Einkaufswagen unmöglich aneinander vorbeikommen – so geschehen vorhin. Es war eine Frau mittleren Alters, sie kam frontal auf mich zu. In ihrem Warenkorb lag erst eine Tüte Zucker. Sie schaute grimmiger als ein Waschpaket. An ein Ausweichen war nicht mehr zu denken. Wir rasselten ineinander. Liebe Güte, was für ein Aufstand! …  Ich wollte doch nur zur Zahnpasta.
Um heute noch die Kurve zu kriegen, musste ich blitzschnell handeln. Schließlich wartete die ganze verrückte Welt draußen auf mich. Ich drängte dieses hysterische Wesen ins Regal und verpasste ihr den Todesschlag. Diesen genialen Handkantenschlag habe ich noch aus alten Karate-Zeiten drauf. Wie ein nasser Sack kippte die Lady vornüber in meinen Einkaufswagen. Gott sei Dank hatte kein Mensch etwas bemerkt. Alle waren zu sehr mit der Suche nach sich selbst beschäftigt.
Okay, ich holte meine Zahnpasta und suchte nach einer passenden Warenauszeichnung für die Lady, die mir im falschen Moment begegnet war. Sie lag wie eine bunte Riesenwurst in meinem Wagen. Ich kratzte das Etikett einer Nudel Packung ab und heftete es ihr an den rechten Busen. Der ragte so halb seitlich aus ihrer Bluse. Jetzt aber nichts wie an die Kasse und bezahlen! Vor mir quengelte ein Rotzbengel. Ich wollte ihn schon dazusetzen, da zog ihn sein Daddy hinter sich her in die rettende Freiheit. Die Kassiererin scannte den Barcode auf dem Busen. Die Zahnpasta übersah sie. Wer weiß, wo die hin gerutscht war.

(03.07.2002)

 

Ohne Frauchen will ich nicht leben

Buchidee: Ein Hundeleben in 10 Kapiteln

  1. Kapitel: Wie wir uns kennenlernten
  2. Kapitel: Die ersten Ausflüge
  3. Kapitel: Zwischen Lieblingsknochen und Gassigehen
  4. Kapitel: Mit Frauchen beim Tierarzt
  5. Kapitel: Durch dick und dünn
  6. Kapitel: Frauchen ist krank
  7. Kapitel: Als ich einen Einbrecher verjagte
  8. Kapitel: Warum hat sie mich nicht mehr lieb?
  9. Kapitel: Versöhnung
  10. Kapitel: Die Spritze


Du wirst mich doch nicht vergessen

Ich warte auf dich, mein Freund, dem ich nur einmal begegnen werde – und dann war`s das gewesen. Es kann jeden Tag passieren. Ich weiß, wir werden uns bestimmt nicht verpassen. Umso mehr Tage verstreichen, desto näher rückt unser Treffen. Manchmal sehe ich im Geiste dein breites zahnloses Grinsen. Manchmal meine ich, dass du mir zuzwinkerst. Du Schelm! Hast einen trockenen bisweilen schwarzen Humor (wie ich). Ich will es dir leicht machen. Du rennst bei mir offene Türen ein. Ich glaube sowieso, dass du viel besser als dein Ruf bist. Mehr der Erlöser als das Schreckgespenst.
Wie gesagt, ich warte auf dich. Tag für Tag. Und denke daran: derzeit mit Maske.