Ich warte auf den Installateur

Der Durchlauferhitzer leckt. Zudem sammelt sich im Bad neben dem Klosett Wasser auf dem Boden. Beide Ereignisse stehen in keinerlei Zusammenhang, außer dass sie fast zeitgleich auftraten. Zwei Wochen saß ich zuhause trottelig herum und hatte alle Zeit der Welt. Ausgerechnet jetzt das!
Seit Mittwoch bin ich wieder im Büro zugange. Die bereits vor Corona durch Krankheit und Urlaub reduzierte Belegschaft schrumpfte weiter. Weniger als die Hälfte anwesend. Ich ging auf meiner Begrüßungsrunde an vielen geschlossenen Bürotüren vorbei. Einige Mitarbeiter(innen) waren außerdem anders platziert, weil nur noch eine Person pro Büro arbeiten soll. Das ist zurzeit auch locker möglich. Ich freute mich über das Hühnerlachen und Gaggern… und sog diese Lebendigkeit in mich auf (ich war ziemlich ausgetrocknet diesbezüglich). Etwas erstaunt war ich, wie lax die meisten die Abstandsregel nahmen, selbst die Chefinnen. Und dies, obwohl (fast) alle Medizinerinnen sind. Ich habe den Eindruck, dass der Geschäftsleitung nur halbherzig an der Gesundheit ihrer Mitarbeiter(innen) gelegen ist. Immerhin wurde bewerkstelligt, dass die Leitungsebene ab nächste Woche Homeoffice machen kann. Fürs Fußvolk (die Tumordokumentare/-Dokumentarinnen) ist Homeoffice noch nicht vorgesehen… (obwohl ich andeutungsweise vernahm, dass dies in Einzelfällen möglich sei.) Schweinebande!
Hoffentlich lässt der Installateur nicht zu lange auf sich warten. Ich nahm mir extra einen Tag Urlaub, weil ich die Defekte noch vor dem Wochenende behoben haben wollte. 8 Uhr 30 bis 14 Uhr, sagte die Dame am Telefon. Für nächste Woche hätte sie mir einen Termin mit einem kleineren Zeitfenster geben können… Auch wenn ich oft von ganzem Herzen prokrastiniere, gibt es doch Angelegenheiten, die ich lieber schnell hinter mich bringe.
Heißassa! – die Sonne scheint! Unwillkürlich blicke ich immer wieder durchs Fenster, wie das eben so ist, wenn man auf jemanden wartet.