Wenn der Tag lang ist

… denke ich allerlei zusammen. Das meiste ist schnell vergessen. Das ein oder andere notiere ich mir, weil ich weiß, dass ich es sonst vergesse. Manches davon war es nicht wert zu notieren. (Egal.) Es ist so ähnlich wie mit den Steinen oder Muschelschalen an einem Strand, die ich aufhebe und einstecke. Zuhause schmeiße ich die meisten wieder weg. Sie sehen nicht mehr so glanzvoll aus wie bei erster Betrachtung.

Warum gibt es eigentlich für Deutsche keinen weiblichen Plural? fragte ich mich. Keine Ahnung, wo ich da gerade war. Vielleicht im Zug, oder auf dem Fahrrad, oder ich saß im Biergarten. Ich ging im Geiste alle möglichen Länder/Staaten durch und bildete den Plural der Bewohnerinnen:
Französinnen, Engländerinnen, Belgierinnen, Schweizerinnen, Amerikanerinnen, Schwedinnen, Russinnen, Polinnen, Chinesinnen…
Für Deutschland gibt es nur die Deutschen, weiblich wie männlich. Jedenfalls hörte ich noch nie von Deutschinnen oder Deutschländerinnen. (Ich bin gespannt, wie der aktuelle Genderisierungs-Wahn dieser sprachlichen Anomalie begegnet.)

Ist manchmal schon merkwürdig, was mir so alles durch den Kopf geht.