Endlich

Schön, dass die Gastronomie wieder geöffnet hat. Draußen ohne Test, drinnen mit. Ich beehrte Necip, den Wirt der Kupferkanne, an meinen Bürotagen in der Mittagspause und nach Feierabend. Er freut sich natürlich über jeden Gast.
Und endlich Sommer! – strumpflos, nur mit Kurzen Hosen, T-Shirt und Schlappen unterwegs… Herrlich! Die Berliner Plätze, Parks und Biergärten werden am Wochenende proppenvoll sein. Ich freue mich für alle, die unter dem Lockdown-Marathon darbten. Fuck Corona! Fuck the politicians! Fuck the Großkotze! Wir sind das Volk! Wenn das Volk erstmal strömt, reißt es alle Mauern ein.

König Großkotz

Ihr, hier alle kennt ihn, den Boß.
Ja, wir alle kennen den Boß.
Ewig thront er oben im Schloß.
Refrain:
Ja – der König Großkotz lebt noch.
Aber einmal stürzt er doch.

Ja, er thront da mächtig und feist
und regiert wie eh, dumm und dreist.
Refrain:
Ja – der König Großkotz lebt noch.
Aber einmal stürzt er doch.

Ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie
Beugen noch vor ihm das Knie.
Refrain:
Ja – der König Großkotz lebt noch.
Aber einmal stürzt er doch.

Weil: Es bleibt ja nichts wie es war.
Denkt nur an den persischen Schah.
Refrain:
Konig Großkotz lebt aber noch.
Aber einmal stürzt er doch.

Auch der dicke Faruk vom Nil
floh mit seinen Fraun ins Exil.
Refrain:
König Großkotz lebt aber noch.
Aber einmal stürzt er doch.

Selbst Haile Selassi: perdu.
König aller Könige.
Refrain:
König Großkotz lebt aber noch.
Aber einmal stürzt er doch.

Hussein und Bumipol
werden weggejagt -jawohl.
Refrain:
König Großkotz lebt aber noch.
aber einmal stürzt er doch.

Juan und Gustav, Papst und Hassan,
einmal sind sie alle dran.
Refrain:
König Großkotz lebt aber noch.
Aber einmal stürzt er doch.

Schließlich auch in England
rollt die Krone in den Sand.
Refrain:
Dann lebt König Großkotz nur noch.
Aber einmal stürzt er doch.

(Nachdichtung von Franz Josef Degenhardt
Nach „Le Roi“ von Georges Brassens)