Die Idiotie nimmt kein Ende

Seit Monaten nehme ich als Ungeimpfter in Kauf, dass ich quasi vom öffentlichen Leben ausgeschlossen bin. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere – wozu über etwas aufregen, was man nicht ändern kann? Trinke ich eben mein Bier zuhause und verbringe meine Mittagspausen im Park, verzichte auf Kino, Konzerte und Reisen. Wir leben in einer Demokratie, und offenbar wollte die Mehrheit die Lockdowns und anderen Corona-Maßnahmen. Die Menschen wollen brave Staatsbürger sein (im besten Deutschland, das es je gegeben hat – lt. Herrn Steinmeier, dem alten und neuen allerbesten Bundespräsidenten). Sie lassen sich einen nur bedingt zugelassenen mRNA-Impfstoff intramuskulär verabreichen und vertrauen auf einige von der Regierung ausgewählte Experten, vertrauen einer Pharmaindustrie, deren Managern vor Profitgier der Speichel aus den Mundwinkeln rinnt. Prost Mahlzeit!
Meine Verärgerung heute hat aber einen anderen Anlass. Ich war einkaufen. Nicht dass ich am Wochenende auf dem Trockenen sitze. Das Aufsetzen einer OP-Maske nehme ich hin. Ich gewöhnte mich daran. Wozu Ärger provozieren? … Kaum hatte ich den Laden betreten, wies mich allerdings ein Supermarkt-Mitarbeiter zurecht: „Mein Herr, seit 2 Tagen ist das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht.“ Ich schaute ungläubig. „Der junge Mann fügte hinzu: „Entschuldigen Sie, aber das ist eine neue Verordnung.“ Ich hatte Glück, dass ich in meiner Manteltasche seit Monaten auch eine FFP2-Maske bei mir trage. Was soll das nun wieder? dachte ich und spürte Groll in mir hochsteigen. Erkläre mir doch mal jemand, warum ich die letzten Wochen/Monate mit der angenehmeren (weil luftdurchlässigeren) OP-Maske einkaufen durfte und jetzt, wo die Omicron-Welle ihren Scheitelpunkt überschritten hat, erneut die bescheuerte FFP2-Maske tragen soll… Mir fehlen die Worte. Werden wir von Schildbürgern regiert? Und warum machen so viele mit – befürworten gar diese unsinnigen Maßnahmen? Haben die alle einen Dachschaden?!

Nach dem Einkauf

Nach dem Einkauf
2 Flaschen Wasser mit Kohlensäure
2 Flaschen Coca-Cola light ohne Koffein
Und 1 Flasche Wodka Absolut
Setzte ich mich vor die Kupferkanne
Mein Fahrrad mit dem Einkauf
Im Blick
Die Stammgäste waren drinnen
Auf ihren alten Stammplätzen
Unter sich fühlten sie sich am wohlsten
Sie grüßten mich, als ich einen Blick reinwarf
Ich grüßte zurück
Außer mir saßen nur noch 2 Jungs draußen
Etwas versteckt im Schatten
Ich setzte meinen Kopfhörer auf und schwelgte
In meiner Lieblingsmusik
Das frischgezapfte Pils vor mir
Ich ließ los
Und genoss
Was auch immer
Wahrscheinlich alles.



Einkauf +

Ich habe sie angesprochen! … Ohne mir davon etwas zu erhoffen. Es war (– wie soll ich sagen -) langsam Zeit geworden. Schließlich bin ich keine 15 mehr. Ich stand alleine an der Kasse. Niemand drängte nach. Sie zog meine Waren über den Scanner, und ich räumte sie ohne Eile zurück in den Einkaufskorb.
„Du hast eine Schwester hier…“
„Ja…“, lachte sie hinter ihrer Maske.  
„Ich kann euch nicht unterscheiden… im letzten Jahr war eine von euch schwanger.“
„Wir waren beide schwanger…“
„Echt?“ lachte ich hinter meiner Maske, „das ist ja ein Ding!“
Wir wechselten noch ein paar Worte. Allen ging es soweit gut. Das war die Hauptsache.
Mit guten Wünschen fürs Wochenende im Gepäck machte ich mich auf den Weg in den Park. Wie vom Wetterfrosch verkündet, waren die Temperaturen auf fast frühlingshafte Werte gestiegen. Ich suchte mir ein schönes Plätzchen, blinzelte in die Sonne, die noch recht niedrig stand. Um mich herum viele Menschen, Jung und Alt, die wie ich die Gunst der Stunde nutzten, von der Lebenslust zu kosten, die förmlich in der Luft lag…