Nach dem Einkauf

Nach dem Einkauf
2 Flaschen Wasser mit Kohlensäure
2 Flaschen Coca-Cola light ohne Koffein
Und 1 Flasche Wodka Absolut
Setzte ich mich vor die Kupferkanne
Mein Fahrrad mit dem Einkauf
Im Blick
Die Stammgäste waren drinnen
Auf ihren alten Stammplätzen
Unter sich fühlten sie sich am wohlsten
Sie grüßten mich, als ich einen Blick reinwarf
Ich grüßte zurück
Außer mir saßen nur noch 2 Jungs draußen
Etwas versteckt im Schatten
Ich setzte meinen Kopfhörer auf und schwelgte
In meiner Lieblingsmusik
Das frischgezapfte Pils vor mir
Ich ließ los
Und genoss
Was auch immer
Wahrscheinlich alles.



Einkauf +

Ich habe sie angesprochen! … Ohne mir davon etwas zu erhoffen. Es war (– wie soll ich sagen -) langsam Zeit geworden. Schließlich bin ich keine 15 mehr. Ich stand alleine an der Kasse. Niemand drängte nach. Sie zog meine Waren über den Scanner, und ich räumte sie ohne Eile zurück in den Einkaufskorb.
„Du hast eine Schwester hier…“
„Ja…“, lachte sie hinter ihrer Maske.  
„Ich kann euch nicht unterscheiden… im letzten Jahr war eine von euch schwanger.“
„Wir waren beide schwanger…“
„Echt?“ lachte ich hinter meiner Maske, „das ist ja ein Ding!“
Wir wechselten noch ein paar Worte. Allen ging es soweit gut. Das war die Hauptsache.
Mit guten Wünschen fürs Wochenende im Gepäck machte ich mich auf den Weg in den Park. Wie vom Wetterfrosch verkündet, waren die Temperaturen auf fast frühlingshafte Werte gestiegen. Ich suchte mir ein schönes Plätzchen, blinzelte in die Sonne, die noch recht niedrig stand. Um mich herum viele Menschen, Jung und Alt, die wie ich die Gunst der Stunde nutzten, von der Lebenslust zu kosten, die förmlich in der Luft lag…