Zwiesprache mit den Klöten

Es wäre langsam mal wieder an der Zeit, eine Frau zu beglücken, meinen meine Eier.
„Alles nicht so einfach“, erwidere ich.
„Aber du warst doch früher nicht so wählerisch“, sagen meine Eier.
„Stimmt, aber die Zeiten ändern sich. Heute geht’s mir nicht mehr so sehr ums Ficken.“
„Hoppla!“
„Ich mache weniger Kompromisse. Ich liebe heute anders als damals.“
Meine Eier kichern: „Wer’s glaubt…“
„Echt jetzt! – ihr kennt mich doch!“
„Eben! Willst du nie mehr?“
„Quark. Wird schon wieder mal klappen.“
„Sieht aus unserer Sicht eher danach aus, als ob deine besten Zeiten vorbei seien.“
„Quark! Ihr seid zu ungeduldig. Heute schon könnte es soweit sein!“
„Heute!? Nicht wahr.“
„Ich meine, jeden Tag könnte es plötzlich so weit sein.“
„Ach so. Verarsche uns bitte nicht. Du hast doch nichts bestimmtes im Blick?“
„Nicht direkt.“
„Fuck! Er veralbert uns“, sagt das linke Ei. „Jep, ich denke, du hast Recht“, sagt das rechte Ei.
Ich kratze mich am Sack. „War mal wieder nett, mit euch zu plaudern, Jungs. Vertraut mir einfach. Habe ich euch jemals im Stich gelassen?“
Sanft gurrend schmiegen sich die Beiden an meine Schenkel und stimmen ein Lied an:
Wir sind ihm ergeben wie Sklaven,
Ach, tät er mal wieder mit einer Frau schlafen
Wir gehören ihm ganz und gar,
Verdammt lang her,
Dass er mit einer Frau im Bett war
Wir vermissen das sehr,
Er ist kein Mönch oder sowas in der Art,
Wann kommt der Typ endlich wieder in Fahrt?

Weich wie Babys

Weil ich`s gerade von hübschen Osteuropäerinnen hatte: Sie nannte sich Lotte Werther und war wie ich damals in einem Literaturforum zugange. Über das Schreiben kamen wir uns näher. Frauenmäßig saß ich gerade auf dem Trockenen und war zu jeder Schandtat bereit. Sie wohl auch. Die privaten Sachen erfuhr ich aber erst nach und nach während unserer Sex-Dates. Wir trafen uns dreimal. Ich erinnere mich noch gut an den Tag, als sie mit ihrem Smart von Regensburg kommend eintraf. Wir gingen spazieren, wobei sie gleich auf Tuchfühlung ging. „Wo ist er denn?“ fragte sie schelmisch. Ich hatte Lotte bereits vorher auf ein paar Fotos gesehen und war von ihrer Figur recht angetan. Es stimmte alles an ihr. Sie sah das wahrscheinlich etwas anders. Sie haderte mit ihrem Alter und wollte sich sexuell nochmal ausleben, „…bevor es da unten trocken wird“, sagte sie. Ich hatte nichts dagegen…, trotz der Bedingung, die sie stellte: Ich solle während unserer Treffen nichts trinken. Ich hielt mich dran. Wäre wirklich ein Jammer gewesen, wegen ein paar Drinks auf den Sex mit dieser geilen reifen Frau zu verzichten.
Ich weiß nicht, ob ich Lottes Geschichte noch zusammenkriege: Sie war Rumäniendeutsche und hatte als Deutschlehrerin in Rumänien gearbeitet. Die Rumäniendeutschen waren dort nicht gerade gut angesehen. Scheiß System, scheiß Politik sowie die entsprechenden Idioten an den Hebeln der Macht. Es wurde privat und beruflich unerträglich für Lotte, und so floh sie mit ihren beiden Jungs nach Deutschland. Ihr Mann folgte später. In den Sex-Pausen kamen wir ins Erzählen. Ich erfuhr eine ganze Menge über diese taffe Person. Auch im Bett konnte ich noch was lernen. Sie machte es unglaublich gut mit der Hand – und ich war spitz wie Nachbars Lumpi. Wir taten, wovon ich schon immer geträumt hatte: tagelang ficken und im Bett rumlümmeln. So kam es zu meinem Rekord von 18-mal Abspritzen in Folge.
Wir unternahmen auch einige Ausflüge mit ihrem Smart. Selbst beim Fahren konnte sie es nicht lassen und holte meinen Schwanz aus der Hose. Und da sie meist einen Rock anhatte und keinen Slip drunter trug, war ich mit dem Finger schnell in ihrer heißen Möse. Mein Gott, ich kriege heute noch einen Harten, wenn ich dran denke. Wir verbrachten eine lustige, verrückte Zeit miteinander. Der Alk ging mir (fast) nicht ab.
Lotte war verheiratet. Ihre inzwischen erwachsenen Buben studierten in München. Sie hatte nicht vor, ihren Mann zu verlassen. Schon gar nicht wegen mir. Sie wollte nur noch mal auf die Tube drücken. Bei unserem letzten Treffen rasierte sie mir die Eier. Eines meiner Gedichte hatte sie dazu animiert. Die rasierten Eier fühlten sich wunderbar weich an wie Babys. Dann klingelte ihr Handy. Es war ihr Mann. Sie ging nach draußen zum Telefonieren. Als sie zurückkam, packte sie ihre Sachen.

14 Uhr 45

Die Wolkendecke bricht auf. Die ersten schüchternen Sonnenstrahlen seit ich vor zwei Tagen von Gran Canaria abhob…
Auf dem Herd köcheln Spaghetti vor sich hin. Ich liege faul auf der Couch. Im Häuserblock gegenüber steht ein finster aussehender Typ im Unterhemd am Fenster und raucht eine Zigarette, blickt raus, ohne eine Miene zu verziehen.
Ich schaue auf Nitro M*A*S*H und fasse mir an die Eier…