CSD Berlin 2022

Mit Worten kann ich es kaum beschreiben. Die Menschenmassen, die sich durch die Straße bewegten, den Wägen hinterher, von welchen die Musik schallte. Der Boden vibrierte im Technosound. Die Körper vibrierten. Unwillkürlich kamen mir die Tränen. Ich war überwältigt. Lebenslust und pure Freude wurden zelebriert. Der CSD-Umzug kam als Loveparade daher.
Nachdem ich mich sattgesehen hatte, ging ich ins Pub. Puschel, der Wirt, stand vor der Tür und lachte mich an. Die meisten Gäste saßen draußen auf Bänken, um das Umzugsgeschehen zu verfolgen. Ich setzte mich an die Bar, immer noch hin und weg von den Eindrücken.
„Der gehört zum Inventar“, sagte eine Bedienung, die mich kannte, als mich ein neues Gesicht hinter der Theke gleich abkassieren wollte. Ich lachte. Schön, wenn man sich noch kennt. Seit 2G war ich das erste Mal wieder im Pub. Fast fühlte ich mich als Fremdgänger, weil ich in den letzten Monaten ausschließlich in der Kupferkanne mein Bier genossen hatte.
Ich blickte hinaus auf das bunte Treiben. Der Zug nahm kein Ende.

Potsdamer Straße, Ecke Kurfürstenstraße

Menschenmassen
Schlaglichter

vorm Pub

der Zug nimmt kein Ende