Auf dem Spree-Radweg (1)

Aller Anfang ist schwer – das ist auch bei Radreisen nicht anders. Der Sonntag begann trübe. Der Himmel sah aus wie ein Leichentuch. Ich ließ mir mit dem Aufbruch ausgiebig Zeit. Als ich mich dann mit vollbepacktem Fahrrad auf den Weg machte, war der Vormittag schon fortgeschritten.
Erstmal galt es, aus dem Moloch Stadt zu kommen. Das dauerte gefühlt ewig. So weit wie möglich versuchte ich an der Spree entlangzufahren, den Weg, den mein Radtourenbuch vorgab. In Köpenick legte ich meine erste Pause ein und trank in einem Biergarten lecker Bier.
Fortan fuhr ich viel durch Wald. Nun ging es darum, einen Campingplatz auszusuchen, den ich geschätzt gut erreichen konnte. Besonders groß ist die Campingplatzdichte an der Strecke nicht. Inzwischen riss die Wolkendecke auf. Der Campingplatz, den ich schließlich am späten Nachmittag anfuhr, lag wunderschön an einem Seitenarm der Spree. Einziger Wermutstropfen: die Autobahn führte unweit vorbei. Ich zeltete direkt am Wasser. Außer mir waren auf der Zeltwiese nur noch ein paar Kanufahrer. Von denen sollte ich in den kommenden Tagen noch jede Menge sehen. Die erste Etappe war geschafft.

so weit wie möchlich an der Spree entlang
Berlin lag hinter mir
erster Übernachtungsplatz


20 Gedanken zu “Auf dem Spree-Radweg (1)

    • direkt am wasser ist man selten, meist nur, wenn man die spree auf einer brücke quert. sie schlängelt sich ziemlich wirr durch die landschaft mit vielen seitenarmen. ein fluss ist viel mehr als der hauptlauf, falls er naturbelassen dahinfließt. er prägt die landschaft…
      ich liebe es, an flussläufen entlang zu radeln. ich liebe auch seen. aber vor allem liebe ich das meer.

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      • keine karte ist perfekt. ich benutze fast immer die von bikeline. an die habe ich mich gewöhnt. trotz karte verfranze ich mich dann und wann. auf der strecke sieht alles ziemlich anders aus… als auf der karte. ich bin immer froh, wenn die radwanderwege örtlich ausgeschildert sind. ist aber oft nicht der fall.
        auf meinen ersten radreisen benutzte ich normale straßenkarten. da hatte ich noch bessere nerven. natürlich ist man dann schneller am ziel, als wenn man den radwanderwegen folgt.

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      • wie sagte irgendwer mal? – der weg ist das ziel.
        natürlich brauche ich ein endziel auf meinen radreisen oder wenigstens eine richtung. und dann kommt es auch drauf an, wie viele tage man für die reise hat.
        ich bevorzuge es, durch die landschaft ohne autoverkehr zu radeln. das ist nicht leicht.

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