Dicht dran – Lichtjahre entfernt

Der böse Russe verdrängt das böse Corona-Virus aus den Schlagzeilen. Ein Wintersturm jagt den nächsten. Ich sehe die Wolken fliegen und die kahlen Zweige der Stadtbäume sich wiegen. In der Nacht pfeift der Wind Lieder.

Der mittwöchendliche Bürotag gespickt mit kollegialen Plaudereien – herzerfrischend! Den Rest der Woche in der Homeofficeödnis, begleitet von TV-Geplapper.

Wie viele Lichtjahre liegen zwischen mir und der Welt da draußen? Wie nah bin ich mir selbst?    

Der Blick in den Kühlschrank zeigt an, dass ich einkaufen sollte. Nicht dass mir am Wochenende der Sprit ausgeht.

2 Gedanken zu “Dicht dran – Lichtjahre entfernt

  1. Nun, ich schaue auch die Nachrichten. Allerdings regt es mich auch zunehmend auf, während ich mich mit Einheitsinformationen übersättigt fühle – was sollten die nur mäßig schwankenden Zahlen jeden Tag? Wen sollten die zu was bewegen? – zu sehen, wie weniger den Sprechern, das sähe auch zu komisch aus, aber den Redakteuren im Hintergund vor Gier und Freude (gute Nachrichten sind keine Nachrichten) über die neueste Katastrophe der Sabber rinnt. Der Sprecher mimt derweil Betroffenheit über etwas, das er schon zehnmal am selben Tag sagte.
    Ja, es sind schlimme Nachrichten. Ich bin gegen schießwütige Politiker und ihre Freunde von der einschlägigen Industrie. Und gegen böse (friedlich in Wildtieren schlummernde, bis sie der ausdehnungswütige Mensch aufweckte) Viren, die sich boshaft um meine Impfungen herummutieren. Bin selbstverständlich bereit, einsehbare Maßnahmen gegen derlei mitzutragen, das ist nicht mein Thema. Aber ist es hilfreich, das ewig gleiche im künstlich erschrockenen Betroffenheitston zu plakatieren? Und ist es ebenso notwendig wie hilfreich, oder soll es nur eine Gedankenbrücke für die Dümmsten und vor allem die Zweifler (he, die meinen ja auch mich!) sein, wenn man die Propagadalügen aufgreift und fast ebenbürtig schwachsinnige Gegenpropadanda dagegensetzt? Ich verlange von den Nachrichten nüchterne Sachlichkeit, die sich dann aber nicht in Zahlen erschöpfen darf, zwischen blank nichtssagende Statistik und Meinungsmache würde immer noch eine Sachinformation passen. Aber das scheint nicht aufwühlend genug.

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    • das mit der sachlichkeit im journalismus ist so eine sache. die nachrichten nehmen partei. je nach geldgebern oder politischer ausrichtung. und in totalitären staaten gibt es per se keine vom staat unabhängige medien.
      als (kritischer) bürger muss man die propaganda in kauf nehmen. durch die alternativen medien im internet hat man wenigstens ein breiteres informationsspektrum. das macht es nicht gerade leichter… man muss seinem bauchgefühl und dem sogenannten gesunden menschenverstand folgen. dasselbe gilt tag für tag, wenn wir unter menschen sind… oder wenn wir geschäfte mit anderen menschen abschließen… oder wenn wir uns verlieben. manchmal werden wir getäuscht. das ist bitter. es ist im kleinen wie im großen.

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