Tagtraum

8 Milliarden Augenpaare konnten den Blick nicht mehr abwenden. Viele Menschen bekamen eine Genickstarre. Am Himmel spiegelte sich die Erde wider. Unglaublich – ganz und gar unheimlich. Die Wissenschaftler waren ratlos. Es müsse sich um ein seltenes Naturphänomen handeln. Religiöse Gruppen sahen es als ein Zeichen Gottes. Andere glaubten, dass Aliens dahintersteckten. Auf der ganzen Welt gab es nur noch ein Gesprächsthema… Faszinierend: Wie ein Astronaut hatten alle Erdenbürger einen Blick auf den Blauen Planeten. In klaren Nächten war die Aussicht berauschend. Die Menschen kamen zu Happenings zusammen und zelebrierten ihre Einheit über alle Kulturen, Ethnien und Staaten hinweg. Mauern fielen, Grenzen wurden überwunden, Konflikte beigelegt. Die Mächtigen wurden demütig. Die Reichen verschenkten ihr Geld an die Armen. Armeen und Kriegsgerät wurden obsolet. Welch glorreicher Einfall, der Menschheit den Spiegel vorzuhalten, so dass ihr das Wunder und die Schönheit ihres Heimatplaneten gewahr wurde… Die Botschaft lautet: Haltet inne. Kommt zusammen. Legt die Waffen nieder. Lasst ab von Zerstörung und Krieg. Lasst ab von euren Wahnideen. Schaut in den Spiegel. Entdeckt eure wahre Bestimmung.  

Ich schaue ins fahle Herbstlicht. Ich nehme einen Drink. Ich höre meine Lieblingsmusik… Tanze im Kopf.
Wäre es nur so einfach, den Blinden die Augen zu öffnen.

 

14 Gedanken zu “Tagtraum

      • Gestern hat jemand in den Nachrichten erwähnt: Je reicher ein Mensch desto mehr Co2 verbraucht er. Kann ich nur bestätigen, diese Verschwendungssucht. Und sie haben nicht einmal ein schlechtes Gewissen, meinen sogar dass es ihr gutes Recht sei verschwenderisch zu sein. Wenn ich bedenke was die Reichsten der Reichen alles bewirken könnten und doch nicht tun….

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      • hm. wie wärest du als reicher mensch drauf? ich meine, wenn du so richtig reich wärest…
        diese menschen leben in einer anderen welt – geistig. sie glauben, sie wären was besseres, weil sie reich sind. sie glauben, sie hätten ihren reichtum und ihre macht verdient. und jetzt wollen sie die welt besser machen. sie wollen architekten der zukunft werden hin zu einer besseren welt – aus ihrer sicht. natürlich werden wir dazu vorher nicht gefragt…. aber manipuliert.

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      • Egal wie viel oder wenig ich hatte, ich lebe stets gleich. Bin nicht abgehoben oder leiste mir mehr Luxus nur weil ich jetzt mehr arbeite und verdiene.
        Aber vielleicht liegt es daran dass ich beide Seiten kenne und dadurch sehr genügsam bin.
        Das sind natürlich die Wenigsten, viele wollen dann mehr und noch mehr, finden kein Ende. Für mich unbegreiflich.

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      • du kennst beide seiten? warst du mal sehr reich?
        ich glaube, diese dimensionen, in der die superreichen leben, können wir uns gar nicht vorstellen… also ich nicht. ich finde deren umtriebe einfach nur pervers – also das, was davon an die öffentlichkeit gelangt.
        z.b. auf das gängige corona-narrativ bezogen, wo unsere politiker immer noch glauben, die impfung sei das non plus ultra – während wir hier bereits über die 3. oder 4. impfung reden erhielten abermillionen menschen in den sogenannten entwicklungsländern nicht mal das angebot zur ersten.
        okay. scheiß drauf – ich denke eh, dass wir diesbezüglich auf dem falschen trip sind….

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      • Nein, ich war noch nie sehr reich, fühle mich aber auch nicht arm.
        Ich arbeite bei und mit sehr Reichen. Okay, da ist noch Luft nach oben wie überall.
        Aber auch dort sehe ich diese Sorglosigkeit, Ignoranz, weil sie es einfach haben. Und sie geben dieses Verhalten schamlos an ihren Nachwuchs weiter. Wenn ich dort manchmal diese Allüren sehe, kann ich nur mit den Kopf schütteln.

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      • ich kenne keinen von den superreichen persönlich. ich kenne nicht mal einen menschen, der in einer villa lebt und zwei garagen hat. ich kenne diese leute nicht…, die sich mit ein paar spenden glauben von der verantwortung freikaufen zu können und dabei lachen und bedeutungsvolle reden schwingen.
        ich habe auch meine allüren. aber klar. ich bin ich. hier habe ich nur worte. wen erreichen meine worte?
        vielleicht meine zehennägel.

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      • nein. ich kann mich nicht in diese menschen hineinversetzen. ich beurteile menschen aufgrund ihrer handlungen. ich denke, dass viele arme menschen, wenn sie reich und mächtig würden, ebenso scheußlich drauf wären. ein gutes beispiel sind revolutionen. man köpft die mächtigen, und danach verhält man sich genauso arschlochmäßig. vereinfacht gesagt.
        es geht um eine echte änderung des bewusstseins…

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