Eine kurze Woche

Die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub verging relativ schnell – wie jede erste Woche nach einem Urlaub. Außerdem wich sie durch einen Rufbereitschaftseinsatz etwas von der Routine ab. Ach ja, und sie war durch den Pfingstmontag kürzer… Der Rufbereitschaftseinsatz war extraordinär. Die Alarmanlage ließ sich nicht scharfschalten, und der Anlagenbetreiber erreichte keinen Servicetechniker – also keinen, der in einem solchen Fall zu uns kommt (eine ärgerliche Sache!). Es wurde für K., unseren IT-Mann, und mich eine lange Nacht. Meine Anwesenheit war geboten, weil ich Rufbereitschaft hatte, und K. war da, weil er noch am meisten Ahnung von der Anlage hat. Da kein Servicetechniker der Betreiberfirma vor Ort erschien, versuchte K. telefonisch das Problem zu lösen. Bis nach 2 Uhr probierten wir herum. Dann fanden wir Gott sei Dank eine Zwischenlösung und konnten das Objekt verlassen.
Was wäre das Leben ohne solche Highlights? Ich bin K. dankbar, dass er die gesamte Kommunikation übernahm. Alleine wäre ich aufgrund fehlender fachlicher Kompetenz aufgeschmissen gewesen. Sowieso ist man in solchen Ausnahmesituationen um jeden Beistand froh.
Das nächste Highlight der Woche war angenehmerer Natur. Die Kupferkanne, wo ich in den letzten Jahren (vor Corona) regelmäßig meine Mittagspausen verbrachte, hatte wieder geöffnet! Beim Vorbeifahren sah ich, dass Tische draußen standen. Offenbar ist in den Außenbereichen der Gastronomie eine Verköstigung wieder erlaubt. So kam ich in den Genuss meines ersten frischgezapften Feierabendbieres seit ca. 7 Monaten!

     

64 Gedanken zu “Eine kurze Woche

    • fest ist übertrieben. aber ich genoss das bier sehr und freute mich für den wirt.

      getränke konnte ich die ganze zeit im freien, z.b. in den parks genießen. nur eben kein frischgezapftes bier in gesellschaft.

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      • unwirklich/fremd erscheinen mir viele aspekte der corona-geschichte.
        menschenansammlungen bzw. größere menschenmengen erlebte ich bisher nur im park am gleisdreieck, wenn das wetter schön war, ganz unabhängig von den lockdowns oder jetzt den lockerungen.

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      • ich auch nur mit nahverkehr, als fußgänger oder mit fahrrad. nervt dich der autoverkehr als fußgänger (an einer stark befahrenen straße) oder als fahradfahrer nicht?

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      • Manche Straßen würde ich hier als Radfahrer nicht nutzen wollen.
        Da ist man als Fußgänger schon etwas sicherer unterwegs.
        Aber selbst hier mitten im Ruhrgebiet ist es ohne Auto für mich undenkbar, weil viele Strecken mit den Öffentlichen das doppelte an Zeit benötigen.
        Da ist es in so Städten wie deiner besser geplant und besser getacktet.

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      • als ich im rhein-neckar-kreis wohnte, war ich auch jahrelang ohne auto unterwegs.
        das geht schon. kommt halt drauf an, wie flexibel man ist, ob man familie/kinder hat, ob man beruflich ein auto braucht etc.

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      • Ich benötige es hauptsächlich beruflich.
        Der Rest ist Fussläufig erreichbar.
        Ich finde die Menschen unmöglich die für naheliegende Dinge jedes Mal das Auto nehmen.

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      • ach. ich machte das machmal auch in meiner auto-zeit. es war so schön bequem. wir menschen sind ambivalent – also nicht selten im widerspruch zu uns selbst. wir müssen uns nichts vormachen. wichtiger als die konsequenz ist mir die ehrlichkeit.

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      • Mir würde es im Traum nicht einfallen.
        Manche Dinge finde ich ökologisch undenkbar, schon deshalb unterlasse ich es.
        Auch wenn es herrlich bequem wäre. Nein, da sträubt sich alles in mir.

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      • prima, wenn du in dieser beziehung konsequent bist. solange man dasselbe verhalten nicht von seinen mitmenschen erwartet/verlangt, ist das okay.
        meine devise ist: leben und leben lassen.

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      • Manche Dinge auf alte Art und Weise finde ich schön und es bereitet mir keine Mühe.
        Jeder darf so leben wie er will.
        Ich bin keine Öko Tussi, aber manches finde ich einfach Wiedersinnig.

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      • es gibt eine menge widersinniges auf der welt. viele widersinnigkeiten sind relativ harmlos, andere weniger harmlos. nehmen wir z.b. kriege, rassismus, unrecht, gewalt und betrug. auch der missbrauch der natur durch den menschen ist absolut widersinnig.
        alle bereiche menschlichen lebens sind von irrsinn, wahnsinn und widersinn infiltriert.
        es geht erstmal darum, die sachen ins richtige verhältnis zueinander zu setzen…

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      • ich verlor vor vielen jahren meinen führerschein und hatte dann keine lust, mich der entwürdigenden mpu zu stellen. außerdem war ich schon immer eher autokritisch eingestellt. insofern konnte ich mich relativ schnell damit abfinden.

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      • genau. es gab auch eine zeit vor smartphones…
        oder eine zeit vor tv.
        aber die industrie will uns von ihren produkten abhängig machen. und die politik hilft der industrie dabei… meist.
        es heißt ja immer: wachstum, wachstum, wachstum!

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      • es kommt darauf an, wie empfänglich man für propaganda, werbung ist. da geht es nicht nur um materielle dinge. es geht auch um die geistig/seelische manipulation – bei religion und ideologie. der kapitalismus machte den materialismus zur religion.

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  1. Das ist schön mit der Kupferkanne, vor allem, dass es sie überhaupt noch gibt, viele haben ja für immer zu gemacht. Das mit der Alarmanlage ist ärgerlich, vor allem, wenn man niemanden erreicht, Da hattest Du Glück, dass Dein Kollege so pfifiig war. Na nun erstmal Wochenende und vielleicht mal wieder ein Bier unter Leuten.

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    • der wirt hat mir gesagt: wenn er gewusst hätte, dass der lockdown solange geht, hätte er das handtuch geschmissen. aber wir wurden ja alle von monat zu monat mit der „arschbacken-zusammenkneifen-taktik“ vertröstet. der wirt musste neben den sogenannten corona-hilfen einen kredit aufnehmen… ich hoffe, dass die kneipe überlebt.

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      • ist eine kneipe im potse-kiez. ähnliche kneipen gibt es viele – wichtig für die menschen, die dort wohnen. also keine abgefahrene szene-kneipe. ich bin gern mit diesen „normalen/einfachen“ menschen zusammen. sie tragen die wahrheit auf der zunge.

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      • Ich geh gern in beides. Die „einfachen“ Kneipen sterben langsam aus. Ich habe kürzlich, als ich meine Mutter besuchte, erfahren, dass so eine alte Kneipe wieder für immer geschlossen hat. Da war ich früher oft und die letzten Jahre immer mindestens einmal, wenn ich in der Stadt war.

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      • Die sogenannten Eckkneipe sterben seit den Neunziger langsam aus. Das spricht nicht gerade für die Qualität der Kultur/Gesellschaft. Die Entwicklung geht weg von der direkten/offenen Kommunikation hin zu einem distanzierten und oberflächlichen Miteinander.

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      • Hier sind viele verschwunden.
        Erst sollten sie umbauen, separate Räume anbieten und dann wurde es komplett verboten. Hier darf man nirgends Rauchen, außer in sogenannten Raucherclubs, also Shisha Bars.

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      • im rhein-neckar-kreis (meine alte heimat) war es so, dass die raucherkneipen dies extra kennzeichnen mussten und ein eintritt erst ab 18 erlaubt war, und es gab da, glaube ich, noch eine quadratmeter-grenze… was sich unsere lieben bürokraten eben so alles ausdenken. die genauen bestimmungen in berlin kenne ich nicht.
        wo wohnst du nochmal?

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      • Ich dachte es wäre überall so und nicht wieder Landessache…
        Oder ich bin zu selten in Kneipen unterwegs um die Unterschiede in den einzelnen Bundesländern zu bemerken.
        Hier war es ein Tod der Wirte.

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      • ich googelte: https://www.gastroinfoportal.de/news/home/rauchen-in-der-gastronomie-gesetze-regelungen-gewohnheiten/
        hier kannst du den mist nachlesen. es gibt immer noch unterschiede zwischen den bundesländern. nur im saarland, bayern und in nordrheinwestfalen gilt ein generelles rauchverbot in der gastronomie.

        natürlich gingen damals viele kneipen in folge des nichtraucherschutzgesetzes ein. überall in deutschland. eine schande ist das!
        man behandelt die bürger wie kinder.

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      • Genau mein Reden Bon.
        Ich denke man sollte es den Bürgern schon selbst überlassen was sie sich aussetzen.
        Dann kam das Argument zum Schutz der Kinder.
        Jeder normal denkende Erwachsene kann man schon zutrauen mit Sinn und Verstand zu agieren.
        Verbot bis 18 ist ja noch okay, aber alles zu regulieren, den Menschen das Denken und Handeln immer mehr abzunehmen finde ich mehr als ärgerlich.
        Selbst ich als Nichtraucher finde es unter aller Sau was den Gastronomen da angetan wurde.

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      • Wenn ich über dieses Thema nachdenke, ärgere ich mich noch immer.
        Alle Gastronomen haben hier für teures Geld die Räumlichkeiten angepasst um dann kurz danach doch das absolute Rauchverbot vorgesetzt zu bekommen.

        Und bei all der Gesetzes- & Bestimmungswut wundern sie sich wenn viele das Denken aufgeben.

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      • Wenn ich das wüsste.
        Ich finde ein Staat sollte sich zurückhalten und die Verantwortung dort lassen wo sie hingehört, bei den Bürgern.
        Es würde das klare Denken und Agieren jedes Einzelnen stärken.
        Die jetzige Art und Weise macht aus fast jedem einen Trottel der nach immer mehr Regeln hechelt, weil er sonst sein Leben nicht auf die Reihe bekommt.

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      • sehr gut gesagt, nati.
        ich wünsche mir bei manchen gesellschaftlichen themen mehr basisdemokratie. die einflussnahme des bürgers auf ein kreuzchen alle vier jahre zu begrenzen, ist einfach zu wenig.
        wir werden nach und nach zu unmündigen bürgern konditioniert, die sich abseits vom gesunden menschenverstand nur noch nach regeln richten.

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      • Das Schlimme sind auch die dämlichen Bürgerbefragungen wenn doch etwas getan wird, was keiner möchte. Da wird Geld rausgeschmissen für diesen Bürgerentscheid und im Hintergrund wurde eh schon alles geregelt.
        Oder es gibt unzählige Befragungen zu einem Thema weil man sich selbst nicht entscheiden mag, wie in meiner Nachbarstadt.

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      • ich meine echte volksentscheide bei wichtigen fragen des gesellschaftlichen zusammenlebens.
        ich stimme dir zu, dass bei vielen sachen diese bürgerbefragungen in gemeinden oder städten lediglich eine alibi-funktion haben – im sinne von: wir ließen die bürger doch teilhaben. das ist so ähnlich wie in einem unternehmen, wo die mitarbeiter aufgefordert werden, ihre meinungen bzw. ihre kritik an den (bereits beschlossenen) änderungen anzumelden.
        es macht nur sinn, die bevölkerung zu befragen, wenn man ihr auch eine entscheidungsmacht zuteilt.

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