Revolution hier und heute?

Selbst im utopischen Falle einer Revolution, bräuchte man vorher erarbeitete Konzepte, wie man es denn in Zukunft haben will. Und diese Konzepte werden immer nur von Wenigen ersonnen und verbreitet. Der Allgemeinheit bietet sich kaum eine Einflussmöglickeit (sie befindet sich im Taumel der revolutionären Veränderungen). Es bilden sich neue Eliten heraus. Viele hängen einfach nur ihr Fähnchen in den Wind, – vom Geiste her bleiben sie dieselben.
Auch in einer Demokratie wird es früher oder später zu den (oder ähnlichen) gesellschaftlichen Verwerfungen kommen, die man eigentlich hinter sich lassen wollte. Es sieht für mich ganz danach aus, als wären wir als Homo politicus noch lange nicht reif für eine tolerante, friedliche und gerechte Welt.

(Prof. Bonanza)

12 Gedanken zu “Revolution hier und heute?

    • danke… abschnittsweise. aber zu viel herumgeschwurbele. also viel bla bla bla. keine macht für niemand oder so – anarchie. ich habe nichts gegen anarchie als persönliches lebensmodell – aber gesellschaftlich unmöglich bzw. desaströs.
      ich überflog die texte nur… kann also sein, dass ich was falsch verstand. lieber mache ich mir meine eigenen gedanken… hicks!

      Gefällt mir

  1. Nach der Revolutionstheorie vom Lenin ist immer dann eine revolutionäre Situation entstanden, wenn die UNTEN nicht mehr wollen, die OBEN nicht mehr können und zeitgleich ein subjektiver Faktor dazu kommt. Für die Oben und Unten bedarf es keine Erklärung. Mit dem subjektive Faktor sind Organisationen gemeint, die die Stimmung der Menschen aufgreifen und in eine neue Richtung mitnehmen können. Doch weiterführend lautet die Theorie auch, dass die Revolution ihre Kinder frisst. Das heißt, der subjektive Faktor verschwindet wieder und die Menschheit drängen nach und nach wieder in alte Muster, die jedoch durch neue Muster überzeichnet wurden – Negation der Negation.

    Das reale Beispiel und damit die Bestätigung dieser Theorie erlebten wir 1989 mit der Wende. Damals wollten die Leute in der DDR nicht mehr mitspielen, die Regierung wusste nicht weiter und das Neue Forum stand vor Tür. Während der Wendezeit hatte sie gute Arbeit geleistet, danach verschwanden sie wieder.
    Das Neue Forum war Parteiübergreifend und initiierten den Runden Tisch.
    Ich sah mir ihre Beratungen im TV an und fand, das sie das gut gemacht haben. Kein Parteiengeplänkel, keine Machtspiele. So hatte ich mir die politische Zukunft gewünscht.
    Aber das war dann nur eine Illusion. Der Mensch wird von seinem Ego gesteuert und aus dem werden weiter Machtspiele im politischen Feld etabliert.

    Auf Politische Ebene kann es demnach nicht zu einer Revolution kommen, sie entsteht einfach.

    LG La We 😁

    Gefällt 1 Person

    • logo. die politiker sind die letzten, die revolutionäre umwälzungen befördern…, denn ihre eigenen köpfe werden dabei rollen.
      wir sind hier weit weg von einer revolution. das bürgertum ist zu träge und vollgefressen. dann die moderne droge „soziale medien“, welche die menschen ablenkt und kirre macht.

      Gefällt mir

      • naja..ganz so ist es nicht. In der Vergangenheit hat es auch andere Bespiele gegeben. Gorbatschow ist ja auch ein revolutionären Weg gegangen, der zu Macht Veränderung geführt hat. Dafür wird er im Westen gehuldigt und in den eigenen Reihen verdammt. Ohne ihn wäre die Wende heute gar nicht denkbar. Schon gar nicht unblutig. In der DDR war sogar eine Revolution nach Feierabend möglich.

        Gorbatschow hatte Einsicht in die Notwendigkeit und erkannte, dass der kalte Krieg alle ruiniert. Er wurde danach ja zum Teil verbannt, weil andere an die Macht wollten. Das ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass die Revolution ihre Kinder frisst.

        In der 2/3 Gesellschaft mit Föderalismus, wie wir eine sind, wird man kaum mit einer revolutionären Situation rechnen müssen, es sei denn, es wählen alle die AfD. Die würde sofort das Grundgesetz so abändern, dass sie ihre Macht gesichert bleibt. Vielleicht so ähnlich, wie in der Türkei ?

        Die Frage ist, was würdest du ändern wollen, wenn du dich mit einer revolutionären Idee auf den Weg machst? Die Freigeistwelt scheitert nicht selten am EGO des Einzelnen.

        LG La We

        Gefällt mir

      • offenbar war das damalige sowjetregime sehr schwach… sie konnten den trend hin zu mehr öffnung in einer modernen welt nicht mehr aufhalten. gorbatschow war somit der richtige mann zur richtigen zeit… oder eine marionette – aber das wäre jetzt eine verschwörungstheorie.

        ich würde mir vor allem mehr bürgerbeteiligung für unsere demokratie wünschen, weniger bürokratismus, allgemein einen staat, der sich mehr um die belange seiner bürger, vor allem den schwachen unter uns, kümmert. und eine polizei, die die richtigen verbrecher jagd und nicht harmlose bürger drangsaliert.
        ich wünsche mir einfach eine gerechtere welt…

        Gefällt mir

      • Wäre er eine Marionette gewesen, hätte mit Sicherheit schon jemand „sein Schweigen gebrochen“ und ausgepackt. 😉
        Die damalige Sowjetunion entstand aus dem Feudalismus – übersprang somit den Kapitalismus – zu einer sozialistischen Gemeinschaft. Ihre Wirtschaft hatte nie den Level einer kapitalistischen Wirtschaft erreicht, die ja, auch auf Ausbeutung basiert. Daran hat sich heute auch nichts geändert, sondern funktioniert nur subtiler und das schlimme daran ist, das ich als kleiner Mann bzw. kleine Frau daran beteiligt werde, wenn ich mir zum Beispiel eine Avocado im Supermarkt kaufe. Dafür wird nicht nur die Arbeitskraft Mensch ausgebeutet, sondern auch der Boden, der die Menschen in den Ländern ernährt. Ich sehe in diesem Bereich die wirklich Schwachen der Welt.

        Deine Vorstellung von einer neuen gerechten Welt entspricht schon der sozialistischen Idee. Das Soziale steht im Vordergrund und das Kapital sollte keine Rolle spielen. Jeder sollte leben können und andere leben lassen können.
        Doch mit dieser Idee kam man ja, wie wir alle wissen, nicht weit. Die Menschen spielten nicht mit, sie wollten ebenso am Konsum teilnehmen, wie westlich der Grenze. Um diese Idee aufrecht zu erkalten, mussten Andersdenkende unterdrückt werden. Von den damaligen revolutionären Idee bliebt nichts weiter übrig, außer das Abbiegepfeil am der Ampelkreuzung und das grüne Ampelmännchen. Ich war ja mittendrin…die Menschen warfen wirklich alles über Bord, Hauptsache, der gebrauchter VW stand vor der Tür. 😀

        Wie willst du eine gerechte Welt erreichen und durchsetzen? Die Demokratie? Hitler wurde demokratisch gewählt, die AfD kann demokratisch gewählt werden. Demokratie beginnt mit der Wahl, kann aber auch enden – wie die deutsche Geschichte gezeigt hat.

        Die Polizei stellt ja die Staatsgewalt dar und soll die Einhaltung der Gesetze und damit für Sicherheit im Land sorgt. Das ist ihr Job. und sie müssen sich an Vorschriften halten. Die Sicherheit für die Bürger in Deutschland ist meiner Meinung nach gut.
        Naja..ich musste auch schon mal von der Polizei zur Ordnung gerufen werden, weil ich so laut gesungen habe und ein anderes mal, als man mir meiner alkoholisierten Hochstimmung nicht mehr in eine Bar ließ. Drei dicke „Bullen“ setzten mich damals vor die Tür 🙄😁😁😁.

        Der Kapitalismus kann keine gerechte Welt hervorbringen. In einem System, wo das Geld regiert?

        Gefällt 1 Person

      • ich stimme dir zu: der kapitalismus ist per se ein ausbeutungssystem. die soziale marktwirtschaft versucht dies abzudämpfen. leider ungenügend, weil die kapitalistischen kräfte zu viel einfluss auf die politik und auf die gesellschaft haben.
        eine idee, deren umsetzung in der geschichte missglückte, muss darum keine schlechte idee sein. vielleicht hat der sozialismus eine zweite chance verdient… man muss ihn neu erdenken – hinsichtlich seiner praktischen umsetzung. aber alles funktioniert (dauerhaft) sowieso nur, wenn eine mehrheit der menschen dazu bereit ist. ich sehe diesbezüglich kein licht am horizont – vielleicht in einer fernen zukunft der menschheit.
        wir menschen sind insgesamt geistig noch zu unreif dafür. jede revolution in der heutigen zeit hin zu mehr gerechtigkeit/sozialismus/freiheit würde unweigerlich scheitern.
        lieber sollten wir aufpassen, dass und die bisher hart erkämpften errungenschaften hinsichtlich demokratie, gewaltenteilung, gerechtigkeit und freiheit nicht wieder flöten gehen. ich sehe da leider genug reaktionäres potential auf der welt.
        die erhaltung des status quo wäre schon ein erfolg…

        Gefällt mir

      • Genau…wir können in Deutschland nur wenig beklagen…die soziale Marktwirtschaft dämpft die Nebeneffekte des Kapitalismus ab. Man hat dazu gelernt und erkannt, dass man die Menschen nicht bis auf´s Blut ausbeuten kann. Auch der Kapitalismus ist lernfähig und lässt seine Bürger mehr oder weniger am Konsum teilhaben. Kann der Bürger in eigenen Land seine Bedürfnisse nicht befriedigen, kann wieder die Luft brennen.

        Die Amis wollen die soziale Marktwirtschaft ja nicht. Die erinnert sie zu sehr am den Kommunismus, den sie als Schreckgespenst in den Köpfen der Leute wach halten,. Lieber würden sie den Trumpgeist noch einmal wählen, alles ist besser, als der Kommunismus 😂🤣😂🤣 Deshalb hat man ja dort nur diese beiden Parteien zu Wahl.

        Kommunen gab es ja auch schon zu Genüge am Experimenten. Nur in kleinen Gruppen, aber immerhin, man versucht es immer wieder und immer wieder scheitert das Projekt an dem großen Ego einiger wenige. Ein gutes Beispiel ist Bhagwan, unter dessen Geist sich eine große Kommune in Amerika und u.a. auch in Deutschland bildeten. Als er dann in s „Schweigen“ ging, übernahm eine seiner Schülerin die machtgierig die Führung. Sie drohte nicht nur, sie handelte auch und wollte in naheliegenden Ort in den Bürgerrat. Dafür wollte sie über Leichen gehen und die Kommune fiel in sich zusammen. Projekt Kommune im Kleinen schon gescheitert. Machtgier einiger wenige kann alles zu Fall bringen.

        Doch wenn jedes System an seine Grenzen kommt, frage ich m ich, welchen auf den Kapitalismus folgen könnte?
        😊

        Gefällt 1 Person

      • wie ich es schon sagte: die menschen sind noch nicht reif… vielleicht werden sie sich auch vorher selbstvernichten.
        die soziale marktwirtschaft ist dooferweise seit jahrzehnten auf dem rückzug. der kapitalismus hat sich auch bei uns längst durchgesetzt, vielleicht mit einem noch sozialeren anstrich als in den usa.
        ich wünsche mir eine gesellschaft, die weniger das materielle in den focus ihrer bemühungen stellt, sondern vielmehr spirituelle/geistige werte. davon sind wir gesamtgesellschaftlich (wie schon gesagt) weit entfernt.
        ja, es gab und gibt natürlich die ein oder anderen experimente für ein besseres zusammenleben „im kleinen“, in kommunen oder religiösen gemeinschaften… das meiste davon ist für die tonne.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.