Über Nacht

Ich blickte heute Morgen aus dem Fenster und dachte: Man kann es Schnee nennen. Um nicht nur zu gucken, sondern diese seltene winterliche Erscheinung noch sinnlicher zu erfahren, duschte ich schnell und hüpfte in meine Klamotten. Ich nahm mir einen Rundgang vor: Erst eine Strecke durch den Park am Gleisdreieck, rechts abbiegen zum Supermarkt, Einkaufen und zurück durch den Nelly-Sachs-Park am Teich vorbei… Keine große Sache, kaum ein Kilometer. Immerhin ein Vorhaben ganz entgegen meiner Gewohnheit, das Wochenende mit dem Schreiben eines Blogbeitrags einzuläuten und erst am Nachmittag zum Einkaufen eine Runde durch den Kiez zu drehen. Und das nächste Novum: Ohne Fahrrad! Ich entdeckte die Muße des Gehens für mich wieder. Ich stapfte durch den Schnee und dachte: Wow!

 

19 Gedanken zu “Über Nacht

      • ich kann nur über das reden, was ich im laufe meines lebens beobachten konnte: der mensch betoniert seine umwelt zu, der mensch verpestet die atemluft und vergiftet die gewässer, der mensch vernichtet seine mitgeschöpfe, der mensch quält und schlachtet seine mitgeschöpfe, der mensch steht im ständigen krieg mit seiner eigenen art, der mensch ersinnt monströse waffen und folterinstrumente, der mensch konsumiert künstlichen scheiß, der mensch hinterlässt ein feld der zerstörung auf diesem schönen planeten…

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      • stimmt alles. aber es gibt auch eine Gegenbewegung. Es gibt Menschen, die sich dafür einsetzen, dass die Fehler wieder „repariert“ werden. Oder dass bestimmte Aktionen der Bestie Mensch gar nicht erst stattfinden. Wenn es die nicht geben würde, dann denke ich, wären wir schon lange weg, vernichtet. Ich bin einfach ein Optimist, der an das Gute glaubt. Und gerade das Gute sollte man unterstützen. Auch wenn es den Anschein hat, dass man gegen Windmühlen kämpft.

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      • es gibt menschen, die anders ticken als die masse, die sich nicht gegen das leben/die natur aufgrund von profitgier stellen. es gibt pazifisten… es gibt vegetarier, es gibt menschen, die gegen die gehirnwäsche des konsums und gegen unterdrückung und ungerechtigkeit ankämpfen. es gibt menschen, die sich für den erhalt der natur einsetzen. es gibt menschen, die sich für minderheiten einsetzen…
        das ist wahr. es gibt gute menschen. es gibt viele liebenswerte menschen. und doch… mir fehlt es an optimismus. wie ich es sagte: ich kann nur über das reden, was ich im laufe meines lebens (innerhalb eines guten halben jahrhunderts) an entwicklungen beobachten konnte – und das deprimiert mich sehr!

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      • ich habe für mich festgestellt, dass je mehr ich mich mit negativen Dingen beschäftige, ich immer depressiver und schlecht gelaunter werde. Ich kann die Welt nicht retten, aber ich kann mein eigenes Umfeld besser machen, im kleinen. ich kann mich mit Menschen, die genauso ticken wie ich, solidarisieren. Gerade jetzt in dieser schrecklichen Zeit kristallisiert sich immer mehr heraus, wem ich vertrauen kann und wem nicht. Wovor und von wem ich mich fernhalten muss. Ich brauche nichts und niemanden das/der mich runterzieht. Vielleicht ist das oberflächlich, aber das ist mir schnurzpiepegal. Ich habe nur dieses eine Leben, das schon zur Hälfte rum ist.
        Es ist gut zu wissen, was im Hintergrund läuft, es ist ein Albtraum, das weiß ich. Dinge passieren, davon ahnen die meisten Menschen nichts und würde man sie damit konfrontieren, würden sie es nicht glauben, weil es nicht in ihr Weltbild passt.
        Doch davon lasse ich mich nicht in ein schwarzes Loch ziehen. Loslassen ist wichtig. Ich bin da richtig Einzelkind und Egoistin. Ich bin mir selbst das Wertvollste was ich habe. Das schütze ich, komme was wolle!

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      • die welt kann niemand retten. ich maße mir auch nicht an, ein besserer mensch zu sein als andere. jeder macht sein ding. vielleicht sehe ich ja alles viel zu negativ…
        vielleicht brüte ich zu viel vor mich hin.
        aber wegschauen kommt für mich nicht in frage. gut, dann ist die menschheit eben ein scheißhaufen… und ich gehöre dazu.

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      • du gehörst ganz sicher nicht dazu! ich denke es ist die Zeit, die dich grübeln lässt. Es ist auch momentan schwierig, noch schwieriger als sonst. Ich kenne so gut wie niemandem, der gerade himmelhochjauchzend ist. Fast jeder kämpft ums Überleben, gammelt zuhause vor sich hin, hat kaum noch Geld auf dem Konto, kann nirgends hin etc..pp…
        Glaub mir, wenn dein Pub jetzt offen hätte, wärst auch du besser drauf. Soziale Kontakte sind megawichtig!!!!!!!!!!!!!! Egal was uns die Medien und die Regierung sagen.
        Und die Welt ist momentan ein Scheißhaufen!

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      • die war auch vor corona ein scheißhaufen…, jedenfalls dort, wo die spezies mensch ihre finger im spiel hatte, insbesondere „der weiße mann“. wobei die hautfarbe wahrscheinlich nur oberflächlich eine rolle spielt…
        bisher komme ich verhältnismäßig gut durch die krise. menschen zu finden, die (halbwegs) auf meiner wellenlänge sind, war für mich nie leicht. na ja, liegt zum teil an mir – ich gehöre eher zur introvertierten sorte mensch.
        das pub fehlt mir. nicht nur das pub. auch die kupferkanne und überhaupt die möglichkeit, mich an einsamen tagen in eine kneipe zu setzen… da muss gar nicht viel kommunikation passieren, einfach um (zwanglos) unter menschen zu sein.

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      • das glaube ich dir mit den Kneipen… das zweite Wohnzimmer ist wichtig.
        also harren wir weiterhin der Dinge die da kommen. beschäftigen wir uns mit der inneren Einkehr. .. ich knacke jetzt Walnüsse. Im Herbst habe ich Unmengen gesammelt. Kann man auch prima dabei grübeln oder auch an schöne Dinge denken.
        Hab einen entspannten Abend. bis denne.

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