14 Gedanken zu “Winkel mit Gießkännchen

  1. Ich finde es schön, dass du ein Foto einstellst, dass einen Ausschnitt von deiner Wohnung zeigt, auch wenn man darauf außer der Elefantenfuß-Pflanze, einer silberfarbenen Gießkanne, einer weiß gestrichenen Wand und Rohren, die über Putz verlegt wurden, nicht viel Persönliches von dir sehen kann. Ist der Topf, in dem der Elefantenfuß wächst, von dir bemalt worden? Steht die Pflanze auf einem großen Lautsprecher? Und worauf steht die Gießkanne? Fragen über Fragen …

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      • logisch. das wirst du merken.
        da sind herzmotive drauf.
        das kännchen steht auf einem backstein, wie milou ganz richtig sah.
        und um der frage nach dem backstein vorzugreifen: der backstein stand im regal einer alten frau im altenheim, die ich sehr mochte. nach ihrem tod durfte ich ihn an mich nehmen.

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      • Davon bin ich eh ausgegangen. Ich habe aber durchaus Empathie und Rücksicht, nachdem du mich ja bereits mehrfach darauf aufmerksam gemacht hast, dass du „eher schüchtern und zurückhaltend“ bist. Du wirst es kaum glauben, aber wenn ich neue Menschen kennenlerne, bin ich tendenziell vorsichtig. Was nicht bedeutet, verschlossen zu sein. Und Neugier (,die ich mit Sicherheit habe, vor allem die auf Meinschen …) ist ja bekanntlich ein Zeichen von Intelligenz.

        Was für eine schöne, berührende Hintergrund-Backsteingeschichte. Ich weiß, dass du auch so sein kannst, Bon. So mitfühlend und sensibel. Das ist eine wirklich schöne Seite deines sonst oft so verschlossenen wirkenden Charakters.

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      • ich wirke verschlossen?
        ich denke, meine texte verraten sehr viel über meine persönlichen befindlichkeiten.
        ich gehöre auch nicht zu denen, die einen menschen sogleich mit fragen überhäufen – normalerweise. aber wenn mich ein mensch interessiert, bin ich freilich neugierig…
        wir sind ja nun schon ein gutes weilchen über die blogs im gespräch, also uns nicht mehr ganz fremd.

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      • Ja, aber ich hätte das mehr präzisieren sollen. Natürlich lassen deine Texte einen Einblick in dein Seelenleben zu. Das bestreite ich nicht. Wie viel davon autobiographisch ist, kann ich nur schwer einschätzen, dazu kenne ich dich zu wenig. Wenn ich beim Schreiben von mir ausgehe, gibt es dei verschiedene Textvarianten: Eins zu eins autobiographische Texte, die meine persönlichen Erfahrungen und mein Leben (oft in verklausulierter Form) wiedergeben, Texte, die z.B. aus einer real erlebten Situation entstehen und dann mit Versatzstücken aus meiner Phantasie weitergeführt werden und schließlich noch komplett ausgedachte Texte, die rein gar nichts mit meinem realen Leben zu tun haben. Das Gros meines Texte besteht aus dem halb realen Hintergrund sowie Phantasie – so wie beispielsweise der Liebeskuhlen-Text, den ich gestern Abend eingestellt habe. Das Kennenlernen meines ehemaligen Nachbarns hat vor mehr als 25 Jahren exakt so stattgefunden, aber wir hatten nie eine amouröse Beziehung. Und schon wieder schreibe ich dir über einen Nachbarn … sowas aber auch! Man könnte glatt denken, ich hätte einen Nachbar-Fetisch! Dem ist absolut nicht so. Wirklich nicht. (Jetzt muss ich über mich selbst lachen.)

        Es stimmt, dass wir uns schreibenderweise schön wochenlang austauschen, aber das eigentliche Kennenlernen passiert so doch immer nur Stück für Stück. Es ist wie bei einer weißen Leinwand, die sich langsam mit Farbe füllt. Manchmal spannend, manchmal frustrierend, machmal amüsant, manchmal ärgerlich. Da sind für mich schon alle Facetten dabei gewesen, wie im realen Leben und doch ganz anders.

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      • für mich gehört der austausch übers internet zum realen leben. ich mag diese trennung nicht. wir sind nicht virtuell, sondern reale personen. nur das mittel der kommunikation ändert sich. viele menschen kommunizieren inzwischen hauptsächlich über ihr smartphone. corona befördert dies noch. auch für mich ist die kommunikation über die blogs ein wichtiger pfeiler meiner sozialen interaktion, also ganz real wichtig und kein computerspiel.
        wie authentisch die texte im einzelnen sind, will ich nicht verraten, betrachte ich doch dieses blog als „literarisches tagebuch“. du hast das ganz gut beschrieben, mit welcher art texte du dein blog füllst.
        wer sich auf meine texte/gedichte einlässt, kann in jedem falle einiges über mich herauslesen. und was die weiße leinwand angeht, die sich langsam mit farbe füllt… zwischen menschen wünsche ich mir, dass die leinwand nie ganz ausgefüllt ist, damit es spannend und phantasievoll bleibt.

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      • Ich weiß, denke ich, was du meinst und kann das auch nachvollziehen, sehe aber trotzdem einen deutlichen Unterschied zwischen dem virtuellen Austausch über das Internet und dem persönlichen, wenn man sich in der realen Welt gegenübersitzt. Das fängt schon damit an, dass beim Austausch über das Schreiben, so wie wir das jetzt tun, alles Non-Verbale wegfällt. Du hörst meine Stimme, meine Betonung/Intonation nicht, du kannst meine Mimik/Gestik nicht verfolgen, während ich dir etwas erzähle oder dich etwas frage, usw. Und ich bekomme das umgekehrt von dir natürlich auch alles nicht mit. Dreidimensionales Erleben in der realen Welt, der Austausch face-to-face ist für mich um so vieles aufregender, erfüllender und erstrebenswerter als der via Blogkommentar und/oder Mail. Bitte verstehe das jetzt nicht so, als würde mir unser Austausch übers Schreiben nicht gefallen, denn das tut er, sehr sogar, aber zusammen an einem Tisch in deiner oder meiner Lieblingskneipe an einem Tisch gegenüberzusitzen und z.B. bei einem frisch gezapften Pils über das Leben zu philosophieren, das wäre für mich eine viel wertvollere Erfahrung.

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      • ich sage ja auch nicht, dass der persönliche kontakt nicht anders/teilweise intensiver und spontaner abläuft. auf der anderen seite kann man sich beim austausch per schriftsprache mehr gedanken über seine worte machen (bevor man sie loslässt). ich sage: kann. kommt auf das thema und die tiefe des gesprächs an. auch weiß ich nicht, ob es immer so gut ist, wenn man den gesprächspartner direkt vor sich sieht…

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