Kein Entkommen gibt es nicht

Am Arsch der Welt ist überall… Was einem im Halbschlaf nicht alles in den Sinn kommt. Vor allem am frühen Morgen, das Kopfkissen umarmend, die Augen noch geschlossen. Gerade noch wirres Zeug geträumt, ordnen sich ein paar Gedanken zu bewussten Sentenzen.

Am Arsch der Welt ist überall
besonders an den Weihnachtsfeiertagen
kein Entkommen gibt es nicht
weder mit dem Zug nach Rostock Lichtenhagen
noch mit Überschall runter von dem Erdenball
vielleicht zum Mond
oder schneller als das Licht
hinein in andere Dimensionen
wer dort wohl wohnt?
Allein ich mach mir keine Illusionen
am Arsch der Welt ist überall

Jetzt ist sogar ein kleines Gedicht draus geworden. Mir gefällt`s. So lässt es sich in den düsteren Tag starten. Das Bier steht kalt. Eine Kerze brennt. Fehlt noch eine gute Musik.
Vor kurzem erst entdeckt:

Super Song. Kann ich mir wieder und wieder anhören.

 

10 Gedanken zu “Kein Entkommen gibt es nicht

  1. Wir drehen uns immer im Kreis..daraus folgt. wenn den Arsch der Welt hinter dir gelassen hast, dann hast du ihn auch schon wieder vor dir. Ein Trost könnte eine Bewegung im Kreis, aber in einer Spirale noch oben sein. Aber ob einem der Arsch der folgen wird?
    Ich wünsche dir einen schönen 2. Feiertag. Ja..ich weiß, du magst diese Tage nicht. Aber wenigsten beschweren sie dir freie Tage 😀
    LG La We

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    • ja, ich mag die freiheit. ich mag also auch die freien tage. ich mag aber nicht den bescheuerten geist dahinter. und ich mag nicht, wie die menschen es zelebrieren. wenn ich abzuwägen hätte, würde ich den verlust der freien tage in kauf nehmen, wenn dafür feste wie weihnachten, ostern, pfingsten obsolet würden.
      ich hasse den kleingeistigen mief dieser tage wie die pest!

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      • Die Welt ist so, wie du sie siehst.

        Es kommt auf den Blickwinkel an, mit dem du auf die Welt schaust und ob es dir gelingt, den Blickwinkel zu verändern. Das setzt voraus, dass du den Blickwinkel auch ändern möchtest.

        Ein Beispiel aus meinem Leben. Ich bin auf jeden sauer, der mit Sohnemann ein trinken geht. Ich meine so richtig ein trinken. Und das lass ich Sohnemann auch wissen. Spreche dann von einem roten Tuch und so, wenn ich nur den Namen höre. Bei einer Person reagierte Sohnemann jedoch ungehalten und verletzt, wenn ich über ihn von einem „roten Tuch“ sprach. Ich sah Sohnemann an, dass er große Stücke auf ihn hielt und es ihn sogar verletzte, wenn ich negativ über ihn sprach. „Er ist mein Mentor“ sagte Jo zu mir. Stimmt, das „rote Tuch“ war ein Kellnerkollege, der Jo während ihrer Zusammenarbeit zahlreiche Tricks bezeigt hatte und ihn auch nichts durchgehen ließ.
        Also musste ich meine Sicht auf das „rote Tuch“ überdenken und meinen Blickwinkel neu ausrichten. Und siehe da, es klappte. Meine Motivation war, meinen Sohn nicht weiter zu verletzten. Das ging aber nur, wenn ich innerlich eine Kehrtwende machte.
        Niemand, auch nicht das „rote Tuch“ hat Sohnemann gezwungen, viel zu viel Alkohol hinter die Binde zu kippen. Die Entscheidung traf Jo immer allein.

        Achja.. wir Menschen sind „Kleingeister“ , jedenfalls die meisten und sie sehen am liebsten nicht über ihren Tellerrand hinaus und bleiben deshalb in ihrem Mief stecken. Die Menschen sind Egoisten und die wenigsten sind selbstlos. Das sind nur Ausnahmen, ganz ganz wenige.

        Aber auch in mir wohnt ein Kleingeist, sowie ich alle anderen Eigenschaften auch in mir trage, die ich an anderen nicht mag. Erst wenn ich die Einsicht habe, dass ich auch nicht besser bin, kann ich locker damit umgehen.
        Natürlich zeige ich hier und da immer noch mit dem Finger auf andere, Damit werte ich mich auf, um für den Moment besser dastehen zu können.

        „Du musst immer an das Gute im Menschen glauben, sonst nimmt das Böse überhand“ Das ein aufgeschnappter Satz, den ich als junge Frau wohl schon in meinem inneren ablegte. Er kam mir immer dann in den Sinn, wenn ich ihn Konflikte mit Menschen steckte. Es war nicht immer leicht, den Glauben an das Gute im Menschen nicht zu verlieren, denn jeder handelt aus seinem Inneren heraus und wird dabei von Sorgen und Ängsten gelenkt und dass hat mir nicht immer gefallen und hie rund da sogar Angst eingejagt.

        LG La We

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      • schon klar, dass die menschen unterschiedlich sind, und sowieso ist niemand perfekt. ich im besonderen nicht. ich bin halbwegs froh darüber, dass ich mich bis heute in der leistungsgesellschaft durchwurschteln konnte. glücklich ist aber anders. ich fühlte mich noch nie wohl in dieser materialistisch orientierten welt. dazu noch diese heuchlerischen ansätze von mitmenschlichkeit und sozialem gewissen… bei der kirche besonders ausgeprägt. wir werden meist dahingehend erzogen… , nach außen hin alles sauber erscheinen zu lassen, und den dreck kehren wir unter den teppich. ehrlichkeit wird nur belohnt, solange man kind ist… danach fängt das lügen an, weil es alle machen, und nur noch selten fährt man mit ehrlichen äußerungen besser. man passt sich eben an. wer sich sträubt, wird ziemlich unwirsch von seiner umgebung behandelt, als dummkopf gescholten und gemobbt.
        lawe, ich kann keine andere perspektive annehmen, als die, die ich habe. gut, dass nicht alle menschen gleich sind, dass wir menschen ambivalent sind und uns auch trotz unterschiedlicher lebenseinstellungen mögen oder gar lieben.
        j. ist ein lieber kerl. er braucht orientierung – wie wir alle. er möchte nicht aufgrund seiner erkrankung außen vor sein. er will mitmachen… mittrinken, mitkiffen… das dumme z.b. beim alkohol ist, dass er einen ruckzuck leichtsinniger werden lässt. hat an erstmal angefangen, und das gefühl ist gut, macht man weiter… ich kann davon ein lied singen. es ist verflucht einfach, diesem reiz zu widerstehen. ich schaffte es bis heute nicht.

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      • genau. ich hatte für mich früher eine Regel, denn ich kannte meine Schwelle, ab wann ich unkritisch wurde. Nach dem 3. Wodka , danach kam ich in Partylaune. Und so trank ich nie mehr als 2 Wodka. Der Alkohol war schnell angebaut und ich konnte wieder meiner Norm folgen. Das muss Joh erst lernen.
        Ich hoffe, es brauch dafür nicht zu lange. Seine Chefin hat ihn am Tag nach dem letzten Anfall eine Ohrfeige gegeben und ihm Alkohlholverbot ausgesprochen. Also nicht ganz ganz streng. Ein Bier durfte es schon mal sein. Daran erkannt man, wie wichtig Jo für seine Kollegen geworden ist und für Jo ist es wichtig, dass er sich nicht unnötig unter Stress setzt. Der Arzt wies Jo noch mal auf dein Schädelhirn Trauma hin und dass sie Schädigung nahe der Hirnrinde wäre. Sollte es noch einmal hart darauf fallen, dann es nicht so glimpflich ausgehen. Möglich sind auch Persönlichkeitsveränderungen.

        Ich muss jetzt gleich zum Zug, meine Enkeltochter ist auf den Weg zu mir.

        LG La We

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