Autsch!

Die Heisenbergsche Unschärferelation bedeutet mir viel. Nicht so viel wie die Liebe zu einer Frau. Aber da ich gerade keine Frau habe, ist sie geschätzt das Wichtigste, über das ich nachdenke. Die Liebe ist kompliziert, was mir sicher jeder Mensch aus seiner Erfahrung bestätigen kann. Für die Quantenmechanik wie für die Liebe gilt: Man muss reif dafür sein. Oder man muss wenigstens glauben, dass man reif dafür ist. Und man muss Niederlagen wegstecken können.
Vordererst sollten wir lernen, dass es weder in der Liebe noch in der Quantenwelt einen Determinismus gibt. Wir sollten jederzeit mit allem rechnen. Unsere erlebte Wirklichkeit basiert auf Statistik. Wir sehen nur die Speerspitze, bzw. das Wahrscheinlichste. Und aus dieser Wahrnehmung heraus entwickelte sich unser Kausalitätsempfinden, welches wir ganz selbstverständlich auf alles übertragen. In der Dumpfbacken-Welt kein Problem. Wir schlagen einen Nagel in ein Brett, und es funktioniert. Oder „Autsch!“… Ein anderes Beispiel, welches sich mehr auf Gefühlsdinge bezieht: Wir setzen uns in einen Beichtstuhl, erzählen dem Priester, dass wir fremdgehen – wir schildern es ihm detailliert; er holt sich währenddessen einen runter und erteilt uns anschließend Absolution: 20 Euro für die Kirchenkasse und 10 Ave-Maria genügen, um uns von der Sünde zu reinigen. Erleichtert verlassen wir den Beichtstuhl. Gute Sache sowas. Ich sollte auch mal beichten gehen…
Stattdessen glaube ich lieber an die Quantenwelt. Sie ist wissenschaftlich gesehen wie ein Orgasmus ohne Höhepunkt. Dennoch verdammt gut! Es gibt nur ein Problem: wir verstehen sie nicht. Ähnlich verhält es sich mit der Liebe. Ich könnte über die Liebe einige Liedchen singen – weniger der Freude, sondern des Unverständnisses. Klar glaube ich, wenn ich mit der Frau meiner Träume im Bett liege und diese unanständigen Sachen mache, dass es real um Liebe geht. Ich sehe, was ich sehen will. Meine Beobachtung beeinflusst die Wirklichkeit. Dumm halt, wenn meine Liebste ganz andere Gefühle und Gedanken hat. Unter Umständen denkt sie: Fauler Sack! Immer muss ich oben sitzen. Bist du erstmal gekommen, bemühst du dich nicht mehr… Immer habe ich die Arbeit!
Fazit: In der Liebe gibt es mehr als eine Wirklichkeit. Niemals kann man wissen, ob die Liebe, die man empfindet, auch vom Gegenüber „identisch“ geteilt wird. Oft macht man sich gegenseitig was vor. Die wirkliche Wirklichkeit liegt irgendwo dazwischen. Und damit kommen wir zurück zur Heisenbergschen Unschärferelation.
Kapiert?

 

2 Gedanken zu “Autsch!

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