Gestöbert und gefunden

paris-regentag

Die Erinnerungen leicht verblichen wie das Foto: Vor etwa 30 Jahren in Paris. Spontaner Kurztrip mit Freunden übers Wochenende: Samstagabend gestartet, frühmorgens angekommen, den ganzen Tag durch die Stadt gelatscht und gegen Abend gleich wieder gefahren, um am Montag rechtzeitig zu Arbeitsbeginn zurück zu sein.
Ich trennte mich nach ein paar Metern von meinen Freunden. Entdeckungstouren unternehme ich am liebsten alleine. Ich mag`s nicht, wenn ich in der Gruppe gefangen bin… Der Tag hatte sonnig begonnen und wurde zunehmend regnerisch. Ich war Richtung Montmartre unterwegs, als ich wegen eines Regengusses in einem typischen Pariser Café Schutz suchte und dieses Foto schoss, damals freilich noch nicht digital. Es war eine fantastische Atmosphäre – Paris im Regen. Ich erinnere mich immer wieder gerne daran.

14 Gedanken zu “Gestöbert und gefunden

  1. Das ist genau deshalb ein schönes stimmungsvolles Bild. Der Charme der analogen Bilder Hat für mich immer noch was. Außerdem machten wir damals nur wenige Bilder und deshalb blieben, zumindest bei mir, in fester Erinnerung. Schönes Bild von Paris 👍😁

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    • das analoge bild lag eine gute weile in der „kiste“ und verlor an glanz und schärfe. aber als ich gestern diesen wunderbaren ausblick auf die potsdamerstraße im regen hatte, dachte ich daran zurück. und heute musste ich es einfach wieder ausgraben.

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  2. Sehr schön, gerade das Verblichene des Fotos hat einen ganz besonderen Charme, beim ersten flüchtigen Blick darauf dachte ich, es würde sich um ein Bild handeln, das irgendwoher aus dem WWW stammt.
    Zu der Zeit etwa dürfte ich das letzte Mal dort gewesen sein, mit den alten Fahrzeugen darauf weckt es Erinnerungen.

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    • ja, die alten fahrzeuge, die damals brandneu waren. obwohl: die franzosen fahren viel weniger diese großkotzigen karren als die deutschen. das fiel mir damals immer auf, wenn ich von frankreich auf die deutschen straßen kam. leider auch schon wieder 18 jahre her, dass ich in frankreich war.

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      • In jüngeren Jahren war ich erheblich begeisterungsfähiger und offener, als heute – da konnte man sich schon binnen einer Woche in eine Stadt verlieben. Zumal wir bei dort lebenden Freunden von Freunden logierten – mit der Hilfe von Einheimischen lernt man unbekannte Orte oft schneller/besser/tiefgründiger/emotionaler kennen, wenn man Glück hat.

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  3. bei mir ist es eher umgekehrt. mit dem alter wurde ich in vielen dingen offener. und die begeisterungsfähigkeit blieb bei mir über die jahre in etwa gleich niedrig, weil ich schon immer ein verfluchter skeptiker war – noch bin. in meinen grundhaltungen änderte sich nicht viel. aber mein spektrum in kultur und erfahrung erweiterte sich lebensbedingt. das finde ich ganz gut, weil ich damit auch mehr verständnis für andere menschen und lebensweisen entwickelte.
    in berlin wäre ich ohne meine damalige liebe sicher nicht so gut angekommen. die positive verknüpfung half mir. ansonsten tue ich mich nach wie vor schwer mit der eingewöhnung in eine neue umgebung…

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