Man macht sich so seine Gedanken

Wo bleiben die Außerirdischen? Rein statistisch gesehen müsste es in der Milchstraße von dem Alien-Gelumps geradezu wimmeln. Mir kam vor kurzem eine Idee dazu – wahrscheinlich nicht ernst zu nehmen, weil mein IQ viel zu niedrig ist. Aber ich mache mir halt so meine Gedanken. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich mir diese Theorie ausdachte. Nur nicht im Büro, denn dort ist mein Gehirn in Sachen Fantasie seltsam verkleistert, als würde auf meinem Kopf eine Zecke sitzen und fast alles außerhalb der Tumordokumentation absaugen… Im Büro bin ich einfach zu verkrampft, um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Ständig glotzen mich die zwei Bildschirme vor mir an und fordern mich auf, mit dem nächsten Fall weiterzumachen. Zwischendurch suchen meine Augen den Himmel, nur, um nicht ständig auf die Bildschirme und die Dokumente zu starren – in meinem Kopf indessen stumpfe Leere… Wie wäre es, wenn ich plötzlich ein echtes UFO sähe? Endlich käme etwas Schwung in die Sache. Aber da werde ich wohl lange warten müssen. Das mit den UFO-Sichtungen finde ich schon einigermaßen geheimnisvoll, – aber warum gibt es dafür bis dato keine Beweise? UFOs hin oder her, ich habe nun meine eigene Theorie, warum wir offenbar so alleine im All sind – jedenfalls in dem für uns sichtbaren. Und genau darin besteht die Krux: Wie inzwischen jedes Kind weiß, blicken wir von unserem Standort aus in die Vergangenheit. Inzwischen können wir mit dem Hubble-Teleskop fast bis zum Urknall gucken. Wir können nachverfolgen, wie das Universum wuchs und sich bis zu den heutigen physikalischen Strukturen und Erscheinungen entwickelte, welche auch für uns verantwortlich sind. Das Beste kommt eben immer am Schluss… (Ha-Ha, ein Scherz freilich). Aber es könnte durchaus sein, dass die Bedingungen im früheren Universum die Evolution von Leben noch nicht zuließen, schon gar nicht von so motherfuckin` intelligentem Leben wie uns Menschen. Ich denke einfach, dass in der Vergangenheit des Universums, welche unser Sichtfeld ausmacht, derartiges wie uns noch nicht stattfand – oder äußerst selten und vor allem zu kurz. Wir scheitern an den wahnsinnigen Größenverhältnissen des Universums. Eine Eintagsfliege sind wir aber nicht. Das gegenwärtige Universum dürfte vor Leben geradezu explodieren – jedenfalls nach meiner Theorie. Alles hat eben seine Zeit. Als Allegorie stelle ich mir eine kosmische Wiese vor, die auf einen Schlag voller blühender Blumen erstrahlt. Aber nur ein Beobachter von außen kann dieses Bild wahrnehmen.
Falls wir wirklich Besuch von Außerirdischen bekommen, dann nicht aus dem für uns sichtbaren Universum, sondern durch Wurmlöcher aus einem relativ gegenwärtigen Universum. Ich könnte mir vorstellen, dass sie uns sporadisch besuchen, um nachzugucken, wie ihre Ableger gedeihen…
Die Fantasie stirbt zuletzt.

Das Wetter ist auch heute wieder geil. Pollen schwirren wie Miniraumschiffe durch die Gegend. Auf der gegenüberliegenden Seite unseres Blauen Planeten sieht es dagegen jahreszeitlich eher düster aus – muss mich aber nicht interessieren. Ich lebe hier und jetzt! Allen Aliens einen schönen Sonntag!

8 Gedanken zu “Man macht sich so seine Gedanken

  1. Sehr schöner Beitrag! Ich denke auch, dass wir womöglich die Ersten sind – und das Produkt unglaublicher Zufälle: Damit intelligentes Leben entstehen und stabil existieren kann müssen zig für sich genommen schon seltene oder außergewöhnliche Bedingungen auf einem Planeten und in seinem Sonnensystem gleichzeitig gegeben sein. Die Kombination dieser Faktoren kommt vielleicht nur ein paar mal pro Galaxie vor. Mehr dazu findest Du unter „Drake-Gleichung“ und „Fermi-Paradoxon“. Schönen Sonntag ebenfalls!

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  2. wir müssen nicht die ersten sein; aber ich denke, wir sind eine der ersten intelligenten zivilisationen im all. dann stellt sich noch die frage, wie lange solch eine „blüte“ von intelligenten zivilisationen überhaupt andauert…
    könnte eine kurze sache sein – zu kurz, dass sie irgendwann ins wahrnehmungsfeld rückt. unsere technologischen möglichkeiten sind außerdem viel zu begrenzt. und ich bezweifle, dass wir noch viel weiter als zivilisation auf der erde gedeihen. ein langfristiges überleben der menschheit (> 1000 jahre) ist nur mittels einer aussiedelung auf andere planeten und/oder in mega-raumschiffen möglich. wenn ich aber sehe, in welcher geschwindigkeit wir unseren heimatplaneten bzw. die biosphäre zugrunde richten, glaube ich kaum, dass wir den notwenigen sprung hinaus ins all rechtzeitig packen. ganz abgesehen von den gefahren durch asteroideneinschläge oder supervulkane…

    off topic: was ist eigentlich mit fressen-ficken-fernsehen? seit gestern abend ist sein blog „deleted“.

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  3. Ja, vielleicht rottet sich jede Hochtechnologie-Zivilisation innerhalb einer überschaubaren Zeit selbst aus [wegen Ressourcenverschwendung, gefährlicher Forschung (schwarzes Loch aus versehen herstellen, etc.), oder zu mächtigen Waffentechnologien]…

    Fressenfickenfernsehen ist weg? 😦 Habe ich noch gar nicht gemerkt – ich recherchiere mal…

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