Die Stille nach dem Furz

Stundenlang könnte ich dem Surren lauschen. Ich hänge mit dem elektrischen Nasenhaarschneider am heimischen Schreibtisch ab, drehe den Kopf zur Seite und schaue auf das werktägliche Treiben vorm Fenster, aber mehr so indirekt, wie wenn man aufs Meer blickt. Die Stadt atmet. Der Verkehr pulsiert in den Adern. Die Stadt funktioniert wie ein Lebewesen. Alles Definitionssache. Das Universum zerfällt in fraktale Muster. Alles lebt gewissermaßen. Oder auch nicht…
Normalerweise würde ich jetzt im Büro sitzen und einen Stapel Tumorfälle abarbeiten. Stattdessen sitze ich zuhause wie in einer Parallelwelt und rasiere mir die Nasenhaare. Die Sonne kommt kurz raus. Gut. Gut. Heute und morgen noch zum Auskurieren. Schwach fühle ich mich. Vielleicht würde ich die Krankmeldung verlängern, wenn da nicht die Reise wäre. Ich muss mich berappeln!
Ganz schön windig draußen. Ich mag den Wind an der See. Ich setze die Segel in meinem Kopf und lasse mich treiben… Wolken und Wind, Licht und Schatten im regen Wechsel, der Blues des Lebens, die Elemente, aus denen alles besteht, explodierende Sterne, Supernovae, Sternennebel… sich in irrwitzigen Größen verlierend… Und wir diskutieren bei Plasberg, was Heimat ist.

5 Gedanken zu “Die Stille nach dem Furz

  1. Hab diese Sendung Plasberg nicht geguckt. Die Themen in den Quasselbuden werden immer belangloser, vor allem schon tausendmal durchgekaut. Artikel 13 hätte ich geguckt. Auch ich habe einen elektrischen Nasenhaarentferner

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    • Da ich momentan Zuhause abhänge, guck ich mir mehr Scheiß als sonst an, dazu gehören auch solche Diskussionen, die einen nur insofern klüger machen, dass wir offenbar in einem Alptraum leben. Ich wusste, dass ich nicht grundlos saufe.

      Gefällt 3 Personen

    • und hör mir auf mit diesem juristen-bullshit (kapiert doch kein schwein mehr). wie wärs demnächst mit einem antimeteoriteneinschlaggesetz? oder verklagen wir die staubmilben wegen hausfriedensbruch?! am besten fände ich allerdings ein gesetz gegen gesetze…
      bei vielen gesetzen ist doch heute überhaupt nicht mehr die verhältnismäßigkeit gewahrt. und wen trifft`s? wie immer den armen wichser, der überhaupt keine bösen absichten verfolgte, sondern nur ein wenig spaß haben wollte. die profitgeier lachen sich indes ins fäustchen…

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  2. Für dieses Sau-Volk dort draußen in ihren Heimaten rasiere ich keine Nasenhaare mehr – ich lasse sie in meinen Bart einfließen wie Weser und Elbe in die Nordsee… 😁

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