Wo er recht hat, hat er recht

Die Frau, die betrügt, hat im Gegensatz zu den Männern ein Bedürfnis sich nachher, wäre es auch nur vor sich selbst, zu rechtfertigen; darum läßt sie es sich selten am Betrug genügen, sie verleugnet und verrät zugleich.
Arthur Schnitzler

11 Gedanken zu “Wo er recht hat, hat er recht

  1. „Du bist mein! Welch ein Unsinn. Welch ein Ansinnen. Was für eine Drohung. Sie und er und sie, Betrügende und Betrogene, wissen, wie viel seelische Arbeit zu leisten ist, um dieser sentimental-moralischen Verlockung nicht zu erliegen, so sehr geliebt werden zu wollen, dass man sich nicht mehr selbst gehört. Besitzanspruch als auch Selbstaufgabe, natürlich wechselseitig. Das kann doch nicht funktionieren und tut es meistens auch gar nicht.“ Zitat Ende – Viola Roggenkamp

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  2. Was hat die andere Person vermisst, dass es in der Folge zu Lüge und zum Vertrauensbruch gekommen ist? Mangelte es an Anerkennung durch den Partner? Hat die Person sich beim Partner genügend fallen lassen können nach dem Arbeitsstress? Hat der Partner ihr ausreichend emotional beistehen können, wie sie sich das gewünscht hat? Hat die Person offen reden können über alle ihre Gefühle, und fand sie dabei ausreichend Gehör? Hat sie sich ausreichend begehrt und geliebt gefühlt, bevor es zu Lügen und Vertrauensbruch gekommen ist? Was hat die entsprechende Atmosphäre geschaffen, in der Lüge und Vertrauensbruch Fuß fassen konnten? – Wie würde da deine Einschätzung ausfallen?

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    • Hinterher kann man immer jede Menge Defizite ins Feld führen, um sein schändliches Verhalten zu rechtfertigen. Mir würde auch einiges einfallen, was mir in der Beziehung fehlte…
      Inzwischen geht es nicht mehr um Erklärungen – die Sache ist gegessen, – die Person für mich gestorben.

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  3. Ich meinte allerdings weder Erklärungen, noch Rechtfertigung, sondern Reflexion was war. Eine Innenschau, wie ist es gelaufen und was hat es bewirkt, um daraus Schlüsse ziehen zu können, die für eine neue Beziehung wichtig sind.
    Für dich ist die Person gestorben. Das hab ich nie zusammengebracht, die andere Person für nicht existent zu erklären. Weil mein Herz weiß, dass die Person lebt, da kann ich verstandesmäßig nicht so tun, als gäbe es sie gar nicht mehr. Doch ich finde es spannend, welche unterschiedlichen Möglichkeiten wir Menschen ergreifen können, um mit einer vergangenen Beziehung Frieden zu schließen bzw. abzuschließen.

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    • ich habe mein gehirn mit reflexionen und erklärungsversuchen genug zermartert. irgendwann ist schluss. die trauer/wut/frustration aber bleiben, also beschreite ich zur genesung einen anderen weg, indem ich alles, was einmal diese person für mich repräsentierte, vernichte. dazu gehören auch meine gefühle und meine erinnerungen diese person betreffend. das meinte ich damit, dass sie für mich gestorben ist. es ist ein schmerzhafter prozess des loslassens, den ich einsam mit mir selbst ausfechte.

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