Gedanken zum Marathon

Heute ist ja Zombielauf! durchfährt es mich und meine damit den Berlin-Marathon. Soll ich Gaffen gehen? Am Ende kommt einer von den Zombies vom Weg ab und fällt mich an. Sicherheitshalber könnte ich die Machete mitnehmen. Wozu habe ich sonst die Machete?! Wenigstens ein paar von denen den Garaus machen, bevor sie einen am Boden haben…
Schon lange hege ich den Verdacht, dass unsere Gesellschaft von Zombies unterwandert ist. Schwer zu sagen, wer alles zu den lebenden Toten gehört, und wer nicht. Eine andere Theorie ist, dass die Körperfresser Besitz von den Körpern der Menschen ergriffen haben. Wie das genau geht, kann man heute auf Tele 5 im Spielfilm „Die Körperfresser kommen“ sehen. Ob nun Zombies oder von Außerirdischen gelenkte Marionetten spielt eigentlich keine Rolle. Jedenfalls stimmt etwas nicht mit dieser Welt, und es wird meiner Meinung nach immer schlimmer. Bereits als Kind fiel mir auf, dass die meisten Erwachsenen sich äußerst seltsam verhielten… Ziemlich gruselig die Erwachsenenwelt. Besser man wappnet sich. Von mir kann ich sagen, dass ich es irgendwie schaffte, nicht von innen ausgehöhlt werden. Aber ich spürte zwischenzeitlich schon, dass es da etwas gab, das mir meinen Willen und meine Seele rauben wollte. Offensichtlich gibt es einige Menschen, die wie ich dagegen immun sind. Nicht ganz einfach, die zu erkennen oder gar zu treffen, weil die sehr vorsichtig sind. Heute beim Marathon ist`s freilich ganz einfach, zumindest einige Zombies als solche zu identifizieren, denn da sind sie nummeriert. Und wenn du den Läufern in die Augen schaust, kannst du`s auch sehen: dieser abwesende Blick, wie in Trance. Ganz typisch für die Untoten.
Aber soll ich mir das Elend wirklich anschauen? Wenn ich ehrlich bin, tun sie mir leid. Schließlich können sie nichts dafür, dass eine fremde Macht Besitz von ihren Körpern ergriff. Nein, ich will nicht zu den Gaffern gehören. Das Gaffen ist auch so eine grassierende Unart. Keine Ahnung, wo ich das einordnen soll. Ebenso eine Form der inneren Leere. Lieber bleibe ich zuhause, da bin ich am sichersten. Der Kühlschrank ist voll. Genug Bier und Wein, und der Blues schallt durchs Zimmer. Jeden Tag feiere ich, dass meine Seele noch mir gehört.

19 Gedanken zu “Gedanken zum Marathon

  1. Lass sie Dir nicht wegnehmen, die Seele… Zombies werden in Zombieröhren an Zombiearbeitsplätze gekarrt und sitzen nach der Arbeit in Zombiehöhlen im Zombiedesign. Dazu Zombiemusik und Zombiefood. Zombiehypes und Zombieideologie. Wir leben längst in der Zombie-Apokalypse! Zum Glück sind diese Zombies aber meistens feige und beißfaul – es besteht also noch Hoffnung für die Seele! 🍷

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  2. fällt mir nicht im traum ein, mich von denen infizieren zu lassen. meine seele ist mir der größte schatz. und meine seele kann sehr wehrhaft und biestig werden…
    in schwachen momenten, wenn ich mich sehr alleine fühle, überlege ich mir, ob es nicht besser wäre, zu ihnen zu gehören. aber nein! niemals! sage ich mir dann gleich – wie kann ich nur so einen blödsinn denken! lieber allein mit seele als ohne in einer entseelten gesellschaft.
    ich darf aber auch nicht zu viel über die massen an zombies dadraußen nachdenken, sonst stecken sie mich eines tages in die klapse.

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  3. genau. vor vielen jahren machte ich mal eine langzeittherapie wegen des alkohols. da war es ähnlich. sie wollten meine seele. ich hätte meinen zimmergenossen verraten müssen, weil der rückfällig wurde. das machte ich nicht und stieg lieber selbst aus. scheiß auf die gescheiterte therapie. wenn du aber erstmal in der klapse bist, ist das rauskommen nicht ganz so einfach. drum verhalte ich mich im normalleben relativ unverdächtig. die meisten zombies sind zwar dumm, feige und beißfaul, wie du es sagst, aber man sollte besser nicht leichtsinnig werden.

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  4. Was ist eigentlich mit dir los, Andy? Machst du hier auf Anstandswauwau? Es ist vollkommen okay, wenn du mich für ein Arschloch hältst. Aber ein Zombie bin ich nicht… Nicht mal besoffen ist meine Seele so tot wie die meiner Mitmenschen, die mir

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  5. Nö, für ein Arschloch halte ich dich nie, für einen Zombie schon eher. Ein Zombie gibt nie zu, dass er ein solcher ist. Anstandswauwau wird hier ausreichend auch ohne mich gemacht, vor allem in Form von Pseydoanarchismus.

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    • und das am frühen morgen… schätzchen, mir ist es egal, für was du mich hältst. gehe am besten früher ins bett und schmeiße nicht mit wörtern wie „pseydoanarchismus“ um dich. sowas kapieren schlaftrunkene zombies wie ich eh nicht. und jetzt troll dich. nerve andere.

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