Samstagvormittag zuhause

Mir gefällt meine Berliner Bude. Sie liegt zwar nicht in Kreuzberg und auch nicht im Bezirk Prenzlauer Berg, aber ich fühle mich mittendrin. Drinner geht`s kaum, ohne wehzutun. Nach drei Jahren lebte ich mich halbwegs ein im Potse-Kiez.
Die Wohnung selbst ist weder zu groß noch zu klein. Für eine Person gemütlich, für zwei Personen aber auch noch machbar. Leider nicht ganz günstig. Die Miete durch zwei zu teilen, war angenehm. Das ist nun vorbei. Auch die ganzen Erinnerungen, die ich mit der Wohnung verbinde, sind schmerzhaft. Vorerst habe ich aber nicht vor umzuziehen. Da ist vor allem der kurze Arbeitsweg, der eine große Bequemlichkeit darstellt. Darum werde ich immer wieder von den (Büro-) Hühnern beneidet.
Also, ich würde es mal so formulieren, was meine Zukunft hier angeht: Nichts Genaues weiß man nicht. Es kommt ganz drauf an, wie es beruflich und privat weitergeht. Bevor ich zur Mumie werde, würde ich gern ausbrechen.

Ein Zuhause zu verlassen und zu sagen, dass sich damit nichts ändert… Ich glaube, sowas sagen Teenager, wenn sie aus dem Elternhaus ausziehen. Sie wollen damit Mamma und Papa trösten. Wie aber ist eine solche Aussage zu interpretieren, wenn sie vom Partner kommt?
Ich weiß nicht. Ich krieg`s nicht in die Birne. Resultat: Ich fühle mich verarscht.

10 Gedanken zu “Samstagvormittag zuhause

  1. Hallo Bo.,
    ich finde es schade, dass eure gemeinsame Zeit nicht länger gedauert hat. Aber wie es aussieht, sollte es nicht sein.Ich hoffe, du pendelst dich ins neue Leben ein. Vielleicht war mehr gemeinsame Zeit für euch nicht vorgesehen. Ich erkannte auch erst viel später, warum ich mit einem Mann zusammen ging und später eher unbemerkt die Luft raus ging und ich dringend weg wollte. Etwas, was mich mit dieser Person zusammengebracht hatte und scheinbar verband, war nicht mehr vorhanden, erloschen oder auch „abgearbeitet“.

    Du weißt, ich dass ich immer der Meinung war, dass Begegnungen nicht zufällig getroffen sind, wenn sie an dieser über längere Zeit festhalten. Da gibt es ein unsichtbares verbindendes Element, wodurch sich die Menschen verbunden fühlen, aber halt nur für gewisse Zeitspanne Deshalb gehe ich auch nicht von einer „Verarsche“ aus, – das würde auch auf O. nicht passen – sondern es ist eine Reaktion auf die neuste Entwicklung des Reifeprozesses eines Menschen, bzw. einer Beziehung..

    Ich drücke dir die Daumen, dass du die Krise schnell überwindest.

    LG Ostseemaus
    alias La We

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  2. weiss nicht, lawe. ich bin zur zeit sehr verunsichert, was meine beziehung zu o. angeht. sicher habe ich einiges dazu beigetragen – dass wir den punkt erreichten, an dem wir heute sind.
    eine schuld werde ich ihr nie zuweisen. aber enttäuscht bin ich schon aufgrund ihres auszugs… ich blicke da einfach nicht durch und dachte oder denke bisweilen, dass sie unter umständen eine andere liebe oder ähnliches fand. keine ahnung. sie versichert mir, dass es nicht so ist.
    aber dann denke ich: wie redete sie damals mit ihrem mann, als wir zusammenkamen. auch ihn liebte sie noch. war sie ehrlich zu ihm? ich denke, eher nicht. ich verstehe sie. die hinhaltetaktik gegenüber ihrem mann war nötig. und jetzt sitze ich in der falle. ich liebe sie, und sehe eine ähnliche hinhaltetaktik… verstehst du, lawe? gut, damals ging es um viel mehr, nämlich um ihre kinder. um die geht es auch heute noch. ich weiß.
    was soll ich machen? ihr einen vertrauensvorschuss geben? kann ich nicht. ich habe zu viel angst, in ein tiefes loch zu fallen. ich habe angst um mein leben.

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    • Hallo Bo.,
      ja das verstehe ich, Es scheint sich zu wiederholen, nur das du jetzt in die 2.Reihe gedrängt wirst und du hast diesen Vorgang schon aus einer anderen Perspektive erlebt. Es könnte sein, das O. ein unstetes Wesen ist und es nicht länger bei einem Mann aushält,auch wenn sie vorher daran geglaubt hat. Dahinter kann aber auch eine Bindungsangst oder – unfähigkeit stecken. Oftmals erkennt die betroffene Person die Ursache an sich selber nicht und glaubt deshalb daran, dass es für immer hältt. Aber das Wort sagt es ja auch.. eine Beziehung.. die nicht zwangsläufig eine dauerhafte Bindung nach sich zieht.

      Ich selber lasse mich aus dem Grund auch nicht mehr auf eine Beziehung ein, weil ich weiß, ich würde irgendwann wieder ausbrechen wollen. Vielleicht habe ich nach einer Erschütterung vor -zig Jahren mir das ja auch geschworen, nie wieder eine Bindung einzugehen. Ich weiß es nicht. Ich habe nur erkannt, dass ich, wenn ich an eine Beziehung geglaubt habe, ich jedoch keine Bindung zugelassen habe. Aber erst mal war die Illusion da.. nachdem diese sich wie eine Seifenblase aufgelöst hatte, war die Realität da und zwang mich, eine Entscheidung zu fällen und die führte zu dem Schluss, das Weite zu suchen.
      Rational lässt es sich für mich auch nicht erklären.

      Mir stellt sich die Frage, wie viel Energie du in die Beziehung gesteckt hast, denn diese wird dir erst mal fehlen. Daher fühlt sich alles wie ein Abgrund an. Weitere Energie in die Beziehung zu stecken, würde dich noch mehr auslaugen.

      Besser ist es, die Energie in die Zukunft zu investieren.

      Freundschaften aufzubauen,
      einen Bekanntenkreis aufbauen.. i
      rgendwo Anschluss zu finden, was einem auf andere Gedanken bringt.
      Auch mal eine Kabarettverstellung zu besuchen. Lachen soll ja gesund sein und Stresshormone abbauen, Seinem Hobby nachgehen oder Ausschau nach einem neuen Hobby halten.
      Ja, man kann sogar sich nach einem Ehrenamt umschauen und dort unentgeltlich tätig sein, wo helfende Menschen dringend gebraucht werden. Anderen Menschen helfen zu können, macht mitunter genau so glücklich, wie eine Liebe.

      Ich drücke dir weiter meine Daumen, dass du es überwindest.
      LG La We

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      • ich denke inzwischen, dass irgendwas anderes o.s leben belastet und sie mich schonen will, oder meint, dass sie das alleine bewältigen muss. ich denke dabei an ihre familie. vielleicht ist ihr mann in berlin. oder sie wird von ihm unter druck gesetzt. oder es ist was ganz anderes, von dem ich keine ahnung habe, weil sie es für sich geheim hielt. das würde auch zu ihr passen.
        am wochenende wollen wir uns aussprechen. ich hoffe, dass ich einiges erhellendes von ihr erfahre, damit ich ihr verhalten besser verstehen kann.

        momentan bin ich mit meinem job total ausgelastet. da bleibt nicht mehr viel energie für lange abende oder für sonstiges nebenbei. ich freue mich aufs wochenende und auf wärmeres wetter, um schöne ausflüge machen zu können… wieder mehr bewegung und frische luft!

        sicher werde ich diese krise überwinden. wie alles vorherige auch. „lebbe geht weiter“, sagte schon… egal.

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      • ja, da habe ich wohl etwas falsch verstanden. In deinem Kommentar schilderst du ja das für dich rätselhafte Verhalten deiner ehemaligen Partnerin, und da klang es so, als fühle du dich sogar bedroht durch sie oder Personen, die dahinter stehen.
        So ist das mit dem Internet, man liest manchmal rätselhafte Botschaften.
        Du fühlst also ein Loch, das dich anzieht und hast Angst.
        Das hat gar nichts mit anderen zu tun, das ist in dir selbst.
        Okay, ich habe verstanden.
        Wenn es schlimm ist, musst du dir professionelle Hilfe holen.
        Personen im Internet, die dich und die wahren Verhältnisse gar nicht kennen, und die du auch nicht kennst, können dir nicht helfen.
        Keinen Zentimeter weg von dem Abgrund könne sie dir helfen.
        Das solltest du vielleicht wissen.
        Und falls du diese Veröffentlichungen für wichtig erachtest, deine Partnerin zurück zu holen, drücke ich dir die Daumen, aber bin eher skeptisch gegenüber solchen Aktionen.
        danke.

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      • Um Gottes Willen, ich wollte niemanden irritieren.
        Entschuldige.
        Ich schreibe mir auf den Blogs mitunter etwas Mist von der Seele. Ich erwarte von wildfremden Menschen bzw. Lesern keine Hilfe.
        Und meine Partnerin liest das meines Wissens gar nicht.

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  3. Mag dir vielleicht etwas banal erscheinen, aber es ist so, und zwar in allem. Es ist die Zeit, die alles klären wird. Hab Geduld und …

    Nein, keine Ratschläge, sondern ebenfalls Daumendrücken.

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