Was gibt`s Neues?

Nicht viel. Lohnt sich gar nicht, darüber zu schreiben. Dinge gehen kaputt, und man schafft sich neue an. Oder man lässt es. Kommt drauf an. Wie viel Kohle hat man auf der hohen Kante? Juckt einem der Hintern?
Kratz-Kratz, ich hoffe, es war eine gute Investition. Ich denke schon. Freilich weiß man nicht, ob man nicht eventuell morgen über den Jordan geht – dann ist eh alles für die Katz. Auch egal. Nicht nur Dinge, auch Menschen gehen kaputt. Alles ist in die Spirale der Endlichkeit eingebunden. Nur eine Frage der Zeit. Lassen wir uns überraschen. Haben wir`s eilig? Nein. Nicht so sehr. Als Altenpfleger sah ich einige Menschen sterben – kann mich nicht erinnern, dass es jemand besonders eilig gehabt hätte. Eine Ausnahme ist der Selbstmord. Aber eine Ausnahme eben.
Ich hab`s nicht eilig. Trotzdem fühle ich mich oft wie gehetzt. Als stände jemand mit einer Knarre hinter mir, der mich vorwärts schiebt, ob ich will oder nicht. Ich will nicht, sage ich mir, und dann gehe ich doch dahin, wohin ich geschoben werde. Auf der anderen Seite kann ich den lieben Tag lang nicht nur rumsitzen, oder? Wie z.B. heute. Ich sitze so rum, freue mich über mein neues Bike und mache ansonsten nicht viel. Zwischenzeitlich schnitt ich mir die Fingernägel und hängte die Wäsche auf. Mehr nicht. Heute kann ich mir das leisten. Der Typ mit der Knarre ist gerade pissen… Es ist Wochenende.

17 Gedanken zu “Was gibt`s Neues?

  1. Ich war ja Selbständiger, Freischaffender, hatte keinen Typ mit Knarre. Ich betrieb eher Selbstausbeutung und liess mich von Kunden unter Termindruck setzen. Hab mich selber gestresst. Stockholmsyndrom würde ja heissen, dass ich mit Leuten sympathisiere, die mich unter Druck setzen. Trifft irgendwie nicht zu. Da ich ja doch selbstbestimmt gearbeitet habe, kann ich jetzt auch ganz gut selbstbestimmt nichtarbeiten.

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      • kann man überhaupt gar nichts tun? selbst wenn ich schlafe, ist z.b. mein geist sehr aktiv. letzte nacht träumte ich, ich würde im rahmen eines wettbewerbs mit einem sattelschlepper durch die gegend fahren. das war ganz schön anstrengend, kann ich dir sagen.

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      • Ich wär ganz gerne Busfahrer geworden. Habs leider nur bis zum VW-Bus gebracht, als Zivi. War dafür nicht anstrengend, sondern immer ganz lustig. Waren so jugendliche Behinderte, die ich jeden Tag von Mönchengladbach und Umgebung einsammeln und zur Beschützenden Werkstatt nach Düsseldorf fahren musste. Die waren immer gut drauf und haben schmutzige Witze erzählt.

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  2. ja, sehr oft ist man selbst der typ mit der knarre… egal, es fällt etwas weg. die umstellung machte dir keine probleme?
    freilich auch eine frage, was man als arbeit ansieht…, was man gern oder weniger gern macht – und wieviel druck unter umständen dazu nötig ist. da ich von natur aus ziemlich faul bin, brauche ich schon einen gewissen druck, um die ein oder andere tätigkeit auszuführen.

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    • Ich bin erst durchs Leben gekrochen, habe dann nach einer Weile davon gefrustet den aufrechten Gang gelernt und bin für ein knappes Jahrzehnt regelrecht durchs Leben gehüpft, war schließlich schnell wieder ermüdet davon, quasi „lebensmüde“, und nun lasse ich mich dümpelnd durchs Leben treiben mit einer ziemlichen LMAA-Einstellung gegenüber der Außenwelt… Grüße!

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      • Das mit dem BGE würde ich auch begrüßen – nähme etwas vom Druck aus dem Kessel. Würde damit als Selbständiger das Gleiche weitermachen, aber ohne die ständige Angst im Nacken. – Übrigens, wenn Du auf Buk stehst, musste bei meinem Blogger-Kumpel orbi64 lesen, der wurde so wie Du durch Bukowski konditioniert… Grüße!

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