Glücksbringer

Es ist vollbracht, murmelte ich vor mich hin, als ich gestern die Treppen hinunter zum Ausgang lief. Die letzten Stunden am Arbeitsplatz zogen sich. Die ganzen letzten Bürotage eine einzige Hängepartie.
Nun war ich durch. Auf den letzten Metern des Jahres 2017.
Fazit: Ich sitze mir seit 10 Monaten bei der Tumordokumentation am Computer den Hintern breit, fühle mich total ausgelaugt, aber wenigstens habe ich einen sicheren Job.

Die Piloten bei Ryanair streiken also doch, nachdem erst Entwarnung gegeben wurde. Aber betrifft es auch meinen Flug nächsten Dienstag? Dann dieser Online Check-in… frühestens vier Tage vor dem Abflug. Das wäre heute. Dazu brauche ich aber eine vom Reiseveranstalter speziell generierte E-Mail-Adresse und die Flugbuchungsnummer. Die erhielt ich noch nicht. Ich werde wohl nachfragen müssen… Warum muss alles so scheiß kompliziert sein?!?

Zwei Schornsteinfeger laufen vor meinem Fenster vorbei. Beide in original schwarzer Kluft, nur ohne Hut. Ich glaube nicht an Glücksbringer, und doch trage ich seit Jahren einen ständig mit mir herum (ein Glücksschweinchen). Ein Geschenk von lieben Menschen vor meiner Abreise nach Berlin.
Glück hatte ich eine Menge, was Wohnung, Job und Partnerin angeht, aber daraus lässt sich leider nicht automatisch ein Glücklichsein ableiten. Fürs Glücklichsein braucht man mehr als nur Glück…

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