November, du Hund

Es ist derart trist, dass ich ein paar Kerzen und Teelichter anzündete. Die Luft, die durch das geöffnete Fenster in die Wohnung strömt, klebt vor Feuchtigkeit. Beinahe sonntäglich still an diesem verregneten, düsteren Samstagvormittag – er erhält von mir den Hauptpreis für Hässlichkeit 2017. Die Bluesmusik aus dem Internetradio passt wie die Faust aufs Auge. Ich habe kein Problem damit, den Blues zu zelebrieren, ein totes Pferd zu reiten oder einfach in die Röhre zu gucken. Die Schwermut ist für mich mehr als ein guter Bekannter. Sie steckt mir wie Blei im Blut. Einsamkeit und Schwermut – eine köstlichere Verbindung gibt`s nicht.
Eigentlich ganz gemütlich alleine in der Bude. Ich blicke auf das flackernde Licht auf dem Couchtisch. Wenn man jetzt noch was mit sich anzufangen wüsste.

6 Gedanken zu “November, du Hund

  1. Ich glaube ich muss mich korrigieren. Klar werden die Tage bald wieder länger und das Wetter wird auch immer mal wieder besser. Richtig toll und schön kann mit zunehmendem Alter allerdings kaum noch was werden, das empfinde ich im Moment genauso. Andererseits hat man vielleicht mehr Aufmerksamkeit und Dankbarkeit für die kleinen Freuden des Alltags. Ich wünsche uns einen schönen Sonntag.

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