Feierabend

Funkelnde Kristalle des Erstaunens – ich stehe neben mir, blicke wie durch eine Kamera auf die Szene, wenn ich mit der Kollegin rede, die mich in meine Arbeit einführt, oder beim Gespräch mit der Registerstellenleiterin, als ich mich ins Wochenende verabschiede. Ich wundere mich über meine eigenen Worte, bin dabei aber keineswegs unzufrieden, und wundere mich auch darüber, dass mir die anderen so viel von Dingen erzählen, die ich nur zum Teil verstehe… Irgendwie bizarr – und doch das Normalste der Welt.
Zwischen den Worten, die wie Pflastersteine einen Weg ebnen, sehe ich in die Augen meiner Gegenüber und frage mich in dem Moment, wie diese Person wohl tickt, und wieso wir hier stehen und miteinander plaudern, Menschen, die einander kaum kennen.

Wenn ich morgens an meinen (neuen) Arbeitsplatz komme, tauche ich in ein Schwimmbecken ein, in dem ich mich langsam freischwimme und an Selbstvertrauen gewinne. Aber noch stehe ich ganz am Anfang.
Es ist verrückt – ich staune gleichsam über die Welt und mich…, schließe meine Bürotür, schreite wie ein König zum Ausgang in den Feierabend.

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