Wie

Ich kam mir vor wie ein Gespenst mit Körperlichkeit auf dem Weg durch Neukölln zur U-Bahnstation. Ich musste Slalom laufen, um niemanden anzurempeln, und hatte komischerweise das Gefühl, dass mir niemand auswich. Ich stolperte unbeholfen durch eine Filmkulisse. Ich sah mir selbst zu. Ich dachte über mein Denken und die Wirklichkeit nach, während der Verkehr um mich herum strömte. Ich fühlte mich dabei wie ein Automat auf der Suche nach seiner Seele. Ich sah hinunter auf meine Füße, auf das Pflaster, die Hundescheiße und den Dreck. Ich sog die Atemluft ein mitsamt den Gerüchen der Stadt. Ich wischte die Bilder, die auf mich einstürmten, zur Seite. Ich blätterte durch ein Buch, ohne darin zu lesen. Ich war mir sicher, dass dies alles nicht existieren konnte.
Ich tänzelte die Stufen hinab zur U-Bahn. Ich überlegte mir eine Strategie, wie ich am besten durch sie – die Menge, die mir entgegenschwappte – hindurchtauchen konnte…

16 Gedanken zu “Wie

  1. BonanzaMargot ist zu einem Geisthelfer auf Erden geworden. Noch alles ein bisschen ungewohnt, hier so iridisch, aber so ohne physischen Körper durch die Atmosphäre der Stadt zu schweben und durch die U-Bahn hindurch zu tauchen.

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  2. klar, er hat „just do it“ von Nike paraphrasiert… mir
    persönlich ist nike etwas – nur etwas sympatischer als obama. tz tz

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