10 Gedanken zu “Mittwochs-Weisheit

  1. ich dachte mir die worte eher philosophisch, dass wir menschen uns alle in gewissem sinne fremd auf dieser welt fühlen – ich meine in dem hinterfragen unseres daseins.
    nur bewusst denkende lebewesen (z.b. menschen) sind dazu fähig. freilich – der eine mehr, und der andere weniger.

    ja, die kommunikation übers internet schafft auch seltsame situationen von nähe. dieses phänomen erleben wir aber spätestens seit der erfindung des telegrafen.
    schon die briefpost machte den kontakt zwischen weit entfernt lebenden menschen möglich – nur eben nicht derart schnell.

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  2. Vor allem ist jeder Mensch „alleine“ auf der Welt. Wenn jemand zu mir sagt, dass er oder sie mich verstehen, dann kann das nur die halbe Wahrheit sein. Kein Mensch kann nachvollziehen, was der andere WIRKLICH meint/fühlt.

    Ein Beispiel:
    Ich sage zu meiner Freundin, dass ich starke Zahnschmerzen habe. Sie antwortet mir daraufhin: Oh, das tut mir leid, ich fühle mit dir. Diese Freundin hatte jedoch niemals in ihrem Leben Zahnschmerzen, also kann sie mich gar nicht verstehen.

    Ich weiß, ist ein banales Beispiel, aber ich denke du verstehst mich trotzdem, oder?

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  3. unsere sprache darf man nicht (immer) wörtlich nehmen. natürlich kann man nur erahnen, was in einem mitmenschen vorgeht. selbst wenn deine freundin schon zahnschmerzen gehabt hätte, so könnte sie unmöglich wissen, wie deine zahnschmerzen für dich sind. gerade schmerzen werden äußerst subjektiv empfunden.
    wenn wir sagen „ich verstehe dich“ wollen wir entweder unser mitgefühl (als soziales lebewesen) zeigen oder zum ausdruck bringen, dass wir etwas vom grunde her nachvollziehen können.
    im grunde sind wir menschen nämlich „ähnlich gestrickt“, ansonsten wäre eine verständigung ganz unmöglich.
    (z.b.: die meisten lachen über dieselben witze und durchleben ähnliche erfahrungen.)
    ja, jeder mensch ist allein – stets auf sich zurückgeworfen. wir vertreten uns vor der gesamten welt. in dieser „lebenslage“ ist ein jeder, und genau das verbindet uns schicksalhaft.

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  4. In der Astrologie gibt es ein altehrwürdiges Zitat: Wie innen so außen, wie oben so unten. Sich fremd fühlen auf dieser Welt hat in diesem Sinn etwas damit zu tun, wie fremd oder wie vertraut wir uns in unserem Körper fühlen.
    Die große weite Welt spiegelt den Kosmos des Körpes wider, mit dem wir die Innenwelt und die Außenwelt als solche wahrnehmen.

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  5. astrologie ist nicht gerade mein ding.
    oben und unten gibt es tatsächlich nicht im kosmischen maßstab. ein innen und außen dagegen schon (meine ich).
    der körper kann schon ziemlich lästig sein aber auch viel freude machen.
    also, ich fühle mich nicht gegenüber meinem körper fremd, nur dem bild von ihm. weitaus fremder fühle ich mich in der „menschenwelt“…

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  6. Liebe KarenS,

    für mich ist deine Aussage schwer nach zu vollziehen: „Kein Mensch kann nachvollziehen, was der andere WIRKLICH meint/fühlt.“

    Der Menschen ist in seinem Dasein, mit der Fähigkeit des emotionalen Empfindens ausgestattet. Manche haben sie stärker entwickelt, manche geringer.

    Was ein Mensch meint, ist eine Meinung die sich ein Mensch kongnitiv zu einem Empfinden oder zum Erlebten gebildet hat.

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  7. Liebe rosenherz,

    kein Fingerabdruck ( außer eventuell bei eineiigen Zwillingen) ist genauso wie der eines anderen Menschen. Genauso verhält es sich mit uns Menschen. Wir können also nicht das Selbe fühlen oder denken wie ein anderer Mensch. Wir können nur mitfühlen, mehr nicht. Der eine weniger, der andere mehr.

    An dieser Stelle wünsche ich euch ein schönes Wochenende:-)

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  8. dir auch ein schönes wochenende, karens!

    als altenpfleger war empathie sehr wichtig in meiner arbeit mit den alten und kranken menschen.
    manchmal kommt es einem sogar so vor, als befände man sich in vollkommener übereinstimmung mit einem anderen menschen (z.b. idealerweise in der liebe).
    dieses phänomen kennen wir auch, wenn wir uns in großen menschenmengen befinden – da wirkt die emotionalität der masse berauschend und reißt uns mit.
    ich halte dies allerdings für eine „manipulation des gehirns“. wirklich können wir nicht nachfühlen, was ein anderer mensch empfindet. aber wir können einen zustand erreichen, in welchem wir sozusagen mit dem – oder den anderen „tanzen“.
    dies funktioniert nicht nur unter lebewesen sondern auch in einer umgebung, einem raum, einer landschaft…

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  9. mit „manipulation des gehirns“ meine ich, dass wir dinge abweichend zu ihrem realen auftreten wahrnehmen und empfinden.
    in der psychologie gibt es eine menge beispiele für solcherlei effekte.
    als intelligenter mensch versucht man solche „fehlinterpretationen“ zu erfassen und zu korrigieren.

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