26 Gedanken zu “Mittwochs-Frage

  1. .) als Drama für die Theaterbühne
    .) als Thema fürs Kabarett
    .) als Hollywoodfilm

    .) als ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Tod als „Lebensthema“

    .) als Selbstreflexion im Tagebuch

    .) als Geisteshaltung, die auf einen nahen Todeszeitpunkt hinausläuft

    Ich kannte tatsächlich drei Personen, die in ihrem konkreten Leben sowas wie eine frühzeitige „Bewerbung an den Tod“ gelebt hatten.

    Ein Mann, der jahrelang von sich sagte, er würde nicht alt werden. – Er verunglückte tödlich mit 43 Jahren.

    Meine Schwester, die zwei Jahrzehnte lang sagt, sie würde keine 50 werden. – Sie starb mit 45.

    Eine Freundin, die lieber sterben hat wollen, als sich mit ihrer Mutter zu versöhnen. – Sie erkrankte an Brustkrebs.

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  2. Ein älteres Gedicht:
    Der Tod hat eine Einzimmerwohnung

    Der Tod hat eine Einzimmerwohnung in deiner Stadt.
    Beim Bäcker steht er neben dir und bestellt sich frische Brötchen.
    An der Kasse im Supermarkt wartet er irgendwo in deiner Schlange.
    Seine Firma heißt L E B E N. Er ist der Personalchef.
    Seine Lieblingstätigkeit: Kündigen.
    Der Tod rasiert sich sein abgewetztes Gesicht
    und schminkt sich die hohlen Augen.
    Er besticht den Busfahrer deiner Linie und schreibt
    die Diagnosen deiner Ärzte.
    Eines Abends, so wünsche ich`s mir, lädt er mich ein
    in seine Einzimmerwohnung,
    und wir trinken Glühwein, weil`s bei ihm ziemlich kalt ist.
    Ich erzähle mit zitternder Stimme aus meinem Leben
    und frage ihn verwundert, woher ich ihn denn kenne.
    Der Tod ist stumm und sitzt mir gegenüber wie ein alter Bekannter.
    Ich halte mich an der warmen Tasse,
    meine Lippen sind süß und klebrig.
    Ich weiß, dass es besser ist, ihm die Hand zu reichen,
    denn eigentlich kann ich mich über seine Bewirtung
    nicht beklagen.
    Der Tod ist angetan von Leuten, die ihm seinen Job
    nicht unnötig erschweren;
    und darum lächele ich am Ende,
    und er lächelt, glaub` ich, auch.

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  3. wenn man das leben als währung ansieht, dann muss der tod ein stinkreicher typ sein. aber was macht er mit dem ganzen schotter?

    kommen tut der tod doch gratis. man muss nicht noch die anfahrt bezahlen…

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