Das war`s

Die WM ist vorbei. Die Deutschen im Glück. Die Augen müde. Business as usual.
Ich ging fälschlicherweise davon aus, dass das Endspiel wie die vorangegangenen Spiele erst 22 Uhr unserer Zeit angepfiffen werden würde. Im Bahnhofsrestaurant fand ich einen guten Platz mit freiem Blick auf den TV. Weiter vorne in dem langgezogenen Raum hing noch eine Videoleinwand. Lediglich einige Bedienungen hatten Deutschlandtrikots übergezogen. Es herrschte eine verhaltene aber gute Stimmung unter dem mehrheitlich internationalen Publikum. Die deutschen Hardcore-Fans sammelten sich beim Public Viewing in der Innenstadt. Sie machten im Hauptbahnhof lediglich kurz Station, deckten sich mit Alkoholika ein und zogen dann weiter. Als plötzlich die Nationalhymnen angestimmt wurden, begriff ich, dass das Spiel bereits 21 Uhr anfing. Umso besser, dachte ich bei mir. Ich saß etwas gelangweilt auf meinem Hocker und verdankte es der tüchtigen Bedienung, dass ich bei Laune blieb. Wenn mein Bier leer war, und das war es relativ schnell, sorgte sie sogleich für Nachschub. Zwei Bier pro Halbzeit und dann noch eines in der Verlängerung. Damit kam ich gut hin. Als das erlösende 1:0 in der Verlängerung fiel, schmiss ich auch die Arme nach oben. Sollte Deutschland tatsächlich Fußballweltmeister werden?!
Sie hatten gekämpft und schließlich das bessere Ende für sich. In der Stadt die ersten Hupkonzerte, explodierende Feuerwerkskörper, Jubelrufe allerorts. Ich freute mich für die deutsche Mannschaft. Sie zeigte Charakter.

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