Putztag

Es gibt Tage, die ich anschaue, als würden sie nicht zu mir gehören. Am Besten etwas durch die Wohnung putzen. Mein Gott, woher kommt der ganze Staub und Dreck? Unfassbar! Wenn man mal anfängt … Es soll ja Menschen geben, die gern putzen oder gar putz-süchtig sind. Ich erinnere mich an meine Mutter, die jeden Tag mit Möbelpolitur (die ganze Wohnung roch danach) die Flächen abwischte und uns Kinder schimpfte, wenn wir Fingerspuren hinterließen, wo sie ihrer Ansicht nach nichts zu suchen hatten. Putzen war eine ihrer Hauptbeschäftigungen. Mit am Schlimmsten fand ich das Staubsaugen, dieses Getöse minutenlang, und ich musste immer meine Spielsachen wegräumen.
Hausarbeit ist absolut nicht mein Ding. Natürlich tue ich die notwendigen Dinge dann doch … irgendwann.
Heute ist jedenfalls so ein Tag, an dem etwas durch die Wohnung putzen nicht das Schlechteste ist. Ich fühle mich planlos. Am Computer fällt mir nichts ein. Ich stiere einfach nur auf den Bildschirm. Nichts passiert.
Am frühen Abend ist wieder eine Wohnungsbesichtigung zwecks Hausverkauf. Vielleicht registriert mein Vermieter, dass nicht mehr so viele Staubschlieren herumhängen, und dass man durch die Fenster wieder durchgucken kann. Ich überlege mir, ob es so was wie ein Putz-Gen gibt. Ich erbte es offensichtlich nicht.

6 Gedanken zu “Putztag

  1. Also, ich habe… das Putzgen auch nicht geerbt. Aber es geht mir wie Dir: Am Tiefpunkt finde ich es immer das beste, ein bisschen mit dem Lappen durch die Wohnung zu streichen.

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  2. manchmal habe ich so eine leere in mir, wo ich so gar nicht weiß, wo ich hingehöre, und was das ganze hier soll (lach!). warum dann nicht putzen. da hat man relativ schnell ein erfolgserlebnis, und vielleicht sieht der tag danach etwas heiterer aus. nur zur manie sollte es nicht werden.

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  3. ja, lach und es wurde mir – ohne mich zu fragen – von meiner mama vererbt. doch dieses gen ist nicht zwangsläufig vererbbar, was wiederum an meiner großen erkennbar ist…ach ich könnte seiten über dieses putzgen füllen 😉

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  4. solange die putzenden nicht von den nicht so gern putzenden verlangen, dass sie es ihnen gleichtun sollen – in der selben ausprägung des putz-gens …
    arbeitsteilung finde ich sowieso gut im haushalt. einer macht alles, und der andere nichts (lach!).

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